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– Oktober 2018 –

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Montag, 1. Oktober 2018

Au revoir, Schahnur Waghinak Asnawurjan! (Auch wenn sein Name in original auf Armenisch viel schöner aussieht: Շահնուր Վաղինակ Ազնաւուրեան)

 

 

Erstsemesterwoche! Um die neuen Studis willkommen zu heißen, luden RWTH, FH und Stadt Aachen zur Silent-Party in den Ballsaal der KHG hinter dem Chico Mendes.

 

khg(KHG steht in der Langversion übrigens für die typografische Zumutung >katholische: HOCHSCHUL+ gemeinde.
Mit dem Logo ohne Buchstaben komme ich auch nicht klar: Ist es ein Emoticon? Muss man den Kopf nach rechts neigen, um zu verstehen? Also, ich erkenne da nur eine recht schmalköpfige Frau mit sehr kurzen Armen und ganz schön tiefhängenden Brü…)

 

Aber ich schweife ja schon wieder ab! Zurück zur Silent-Party:

Diese Art der Fete verfolgt ein interessantes Konzept: Es gab drei DJs, die auf der Empore gleichzeitig in ihrem jeweils eigenen Stil auflegten. Die Gäste hatten sich Kopfhörer ausgeliehen, bei denen man aus den drei Kanälen auswählen sowie die Lautstärke individuell anpassen konnte. Leuchtdioden zeigten den anderen an, was man gerade hörte.

 

Silent Party von RWTH, FH und Stadt Aachen in der KHG

 

Silent Party von RWTH, FH und Stadt Aachen in der KHG

 

Silent Party von RWTH, FH und Stadt Aachen in der KHG

 

Silent Party von RWTH, FH und Stadt Aachen in der KHG

 

Anfangs hatte ich meine Kopfhörer gar nicht auf, weil mir sämtliche Musik nicht gefiel … Und für einen gewohnheitsmäßigen Träger von intra-auralen Gehörganghörern (zu Deutsch: In-ear-headphones) wie mich waren sie auch viel zu warm auf den Ohren.

 

Doch schon unbekopfhörert war das eine höchst interessante auditive Erfahrung, weil sich ja alle miteinander unterhielten, aber gar nicht so dolle verstehen konnten, weil sie ja Kopfhörer aufhatten. Sie hörten auch nicht, wie falsch sie mitsangen …

 

Bei so einer Disco ohne hörbare Musik fehlt schon irgendwie irgendwas … Nur lautes Gemurmel und Schlurfgeräusche vom Tanzen waren zu vernehmen. Andererseits: Es beschwert sich sicher kein schlafloser Nachbar wegen Ruhestörung! Ferner können gemischtgeschmackliche Cliquen in denselben Club gehen (wie handelsübliche Discotheken heutzutage ja euphemistisch genannt werden). Und jeder kann die Musik so laut oder so leise einstellen, wie er das gerne hätte. Ich zum Beispiel brauche es nicht gar so heftig, wenn ich nicht gerade hemmungslos eskalieren möchte auf dem Dancefloor. Mit gemäßigter Lautstärke hat man dann nachts auch nicht dieses klingelnde Brummen stundenlang auf dem Trommelfell.

 

Silent Party von RWTH, FH und Stadt Aachen in der KHG

 

Sehr praktisch: Wegen der verschieden bunt leuchtenden Kopfhörer kann man direkt seinesgleichen erkennen: »Der Typ da hinten steht auf dieselbe Mukke, dann wär der doch was für mich!«, zum Beispiel. (Wobei ich in Aachen eher vermute, dass die Maschbauer opportunistisch denken: »Hm, die Süße da drüben mag Deutschpop von verheulten Lauchs – da wechsle ich doch schnell mal den Kanal und wanze mich an sie ran …«)

 

Silent Party von RWTH, FH und Stadt Aachen in der KHG

 

Die einzelnen Stilrichtungen zu eruieren, fiel mir schwer: Bei Rot war sehr viel deutsches Geheule dabei. Der grüne Channel, Rockmusik im weitesten Sinne, hatte zeitweise die komplette Tanzfläche übernommen. Sehr cool, auf einmal hörten alle grün! Blau war stark unterrepräsentiert auf dem Parkett, ich vermute, es handelte sich um Oldschool Techno-Trance samt Anklängen von Convenient Acid-House mit Abstechern nach Progressive Chillout und Deep Ambient.

 

Von Charles Aznavour spielte keiner was!

 

Silent Party von RWTH, FH und Stadt Aachen in der KHG

 

Silent Party von RWTH, FH und Stadt Aachen in der KHG

 

Silent Party von RWTH, FH und Stadt Aachen in der KHG

 

 

Vor exakt 20 Jahren war ich übrigens auch noch mal Erstsemester. (Das Erstsemester, nicht der Erstsemester oder gar die Erstsemesterin!) Nach meinem Anerkennungsjahr als Dipl. Soz.-Päd. und etwas Leerlauf hatte ich mich an der RWTH eingeschrieben und meine drei Fachrichtungen Linguistik, Psychologie und Politik ein Semester lang ernsthafter durchgezogen als alle meine Kommilitoninnen. (Die inzwischen ja auch schon uralt sein müssen, Jesses!)

 

Aber wenn man mal ein Studium absolviert hat, braucht man kein zweites mehr. Man weiß, wie der Hase läuft – und liest besser ein gutes Buch, das erleuchtet schneller und heller als jede Vorlesung.

 

Besonders ärgerlich: Ich saß da ja zwischen lauter Lehramtsstudentinnen, die frisch vom wohlbehüteten Gymnasium kamen, als didaktische Methoden bisher nur Büffeln, Klausuren und Notendruck kannten und vom Leben sonst noch nicht viel gesehen hatten. Denen haben dann ein paar Professorinnen gleich mal die neuesten didaktischen Methoden vorgeführt: Büffeln, Klausuren und Notendruck.

 

Wofür das Studium allerdings gut war: das Semesterticket!

 

Und für im Rückblick zukunftsweisende Entwicklungen: Meine Linguistik-Professorin erzählte damals von einem spannenden Projekt; es ging um eine zu entwickelnde Computerfunktion, bei der gesprochene Sprache erkannt und in Text umgewandelt werden solle. Okay, Google!

 

 

Dienstag, 2. Oktober 2018

Bei Festival »Auf dem Sprung – Junger Tanz im Dialog« präsentieren junge Choreographen und Choreographinnen und junge Tanzkompanien ihr Können:

 

Bei »Auf dem Sprung – Junger Tanz im Dialog« präsentieren junge Choreographen und Choreographinnen und junge Tanzkompanien ihr Können

 

Bei »Auf dem Sprung – Junger Tanz im Dialog« präsentieren junge Choreographen und Choreographinnen und junge Tanzkompanien ihr Können

 

Bei »Auf dem Sprung – Junger Tanz im Dialog« präsentieren junge Choreographen und Choreographinnen und junge Tanzkompanien ihr Können

 

Bei »Auf dem Sprung – Junger Tanz im Dialog« präsentieren junge Choreographen und Choreographinnen und junge Tanzkompanien ihr Können

 

Bei »Auf dem Sprung – Junger Tanz im Dialog« präsentieren junge Choreographen und Choreographinnen und junge Tanzkompanien ihr Können

 

Bei »Auf dem Sprung – Junger Tanz im Dialog« präsentieren junge Choreographen und Choreographinnen und junge Tanzkompanien ihr Können

 

Bei »Auf dem Sprung – Junger Tanz im Dialog« präsentieren junge Choreographen und Choreographinnen und junge Tanzkompanien ihr Können

 

Bei »Auf dem Sprung – Junger Tanz im Dialog« präsentieren junge Choreographen und Choreographinnen und junge Tanzkompanien ihr Können

 

Bei »Auf dem Sprung – Junger Tanz im Dialog« präsentieren junge Choreographen und Choreographinnen und junge Tanzkompanien ihr Können

 

Bei »Auf dem Sprung – Junger Tanz im Dialog« präsentieren junge Choreographen und Choreographinnen und junge Tanzkompanien ihr Können

 

Bei »Auf dem Sprung – Junger Tanz im Dialog« präsentieren junge Choreographen und Choreographinnen und junge Tanzkompanien ihr Können

 

Bei »Auf dem Sprung – Junger Tanz im Dialog« präsentieren junge Choreographen und Choreographinnen und junge Tanzkompanien ihr Können

 

Bei »Auf dem Sprung – Junger Tanz im Dialog« präsentieren junge Choreographen und Choreographinnen und junge Tanzkompanien ihr Können

 

Tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren!

 

 

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Nationalfeiertage in anderen Ländern:

Paraden, Spektakel, Aufmärsche, Feten, Galas, Aufzüge, Shows, Partys, Festspiele, Leistungsschauen, Ausstellungen, Feiern, Darbietungen, Festivals, Messen & Sensationen.

 

Tag der Deutschen Einheit:

»Haben die Geschäfte in Holland heute auf?« Und Stau vom Elisenbrunnen bis zum Albert Heijn nach Vaals!

 

 

Heute vor dreißig Jahren war ich zum ersten Mal in Aachen. Anlässlich eines der beliebten Wandertage, bei denen meist weniger gewandert als vielmehr per Bus durch die Gegend gejuckelt wurde, verschlug es unseren Bio-Stammkurs in die »Kaiserstadt«, wo unser Lehrer mit zu Studienzeiten erworbener Ortskenntnis glänzen konnte. Dass ich hier dereinst für länger landen sollte, konnte damals noch niemand ahnen, am wenigsten ich selbst.

 

Nach bravem Abarbeiten der einschlägigen Touri-Ziele bekamen wir, wie es allgemein üblich war und ist, den Rest des Tages zur freien Verfügung. (Nachdem ich mittlerweile ebenfalls schweißgebadet und heiser mit etlichen hormonell überversorgten Schülergruppen in Museen und Sehenswürdigem unterwegs war, weiß ich, was das für eine Erleichterung für den Lehrkörper gewesen sein muss.) Diese freie Zeit wurde im Groben zu zwei Zwecken genutzt: McDonald’s und Plattenläden.

 

Wobei: Diesmal musste McD. auf fetten Umsatz verzichten, denn wir kehrten in ein chinesisches Restaurant ein. Für den Eifler Adoleszenten der späten Achtzigerjahre war chinesische Küche der Gipfel der bezahlbaren Exotik.

 

(Das Lokal lag am Anfang der Pontstraße und würde sich ein paar Jahre später zu einer der angesagtesten Lokalitäten gewandelt haben, die Insider Wohnzimmer nennen und der Rest der Welt EGMONT!)

 

Warum ich noch weiß, dass es genau am 3. Oktober vor dreißig Jahren war? Nun, als ich meiner zweiten Leidenschaft nachging – Plattenläden nach LPs (schwarz, rund, rillig) durchforsten, nach ausgiebiger Prüfung schließlich erwerben und zuhause die nächsten drei Wochen so oft nacheinander auf dem Plattenteller rotieren lassen wie heute sonst nur Roxette auf WDR2 (das kann sich im Post-eMule-Zeitalter namens Age of Spotify auch kein Mensch mehr vorstellen) – kam die Nachricht im Radio: Franz Josef Strauß war gestorben.

 

Dieses Datum kam zwei Jahre wieder in aller Munde.

 

FJS. Für die später Zugeschalteten: Franz-Josef Strauß war ein halsloser, aber machtvoller bayerischer Ministerpräsident, absolutistischer Kinni und auch sonst recht umtriebiger Politiker, der zwei Dutzend Kabarettisten Lohn und Brot und fette BMWs sicherte. Ihm zu Ehren wurden auch große afrikanische Laufvögel, harmonisch arrangierte Blumenbouquets und eine österreichische Walzerkomponistensippe nach ihm benannt …

 

Also etwas, von dem ehemalige und gegenwärtige bairische Minipräsidenten nur feucht träumen können.

 

 

Wem die letzten sieben Absätze seltsam bekannt vorkommen:

Herzlichen Glückwunsch und Dankeschön für mindestens zehn Jahre Stammleserschaft!

 

=D

 

 

Freitag, 5. Oktober 2018

Die erste Vernissage des Abends fand freitag 18.30 in der gleichnamigen Galerie mit Werken von Mikael Jakobsson statt. Unscharfe Nicht-Motive mit einem Hauch Edward Hopper, aber ohne Menschen:

 

Die erste Vernissage des Abends fand freitag 18.30 in der gleichnamigen Galerie mit Werken von Mikael Jakobsson statt.

 

Die erste Vernissage des Abends fand freitag 18.30 in der gleichnamigen Galerie mit Werken von Mikael Jakobsson statt.

 

Die erste Vernissage des Abends fand freitag 18.30 in der gleichnamigen Galerie mit Werken von Mikael Jakobsson statt.

 

 

 

»307« hieß die Ausstellung von Duralitaet in der Gravieranstalt. Eine Reise durch Europa, Asien, Afrika und Australien als Kalligrafie, Mandala, Ornamentik und Schablonenkunst auf recycelten Materialien.

 

»307« hieß die Ausstellung von Duralitaet in der Gravieranstalt.

 

»307« hieß die Ausstellung von Duralitaet in der Gravieranstalt.

 

»307« hieß die Ausstellung von Duralitaet in der Gravieranstalt.

 

»307« hieß die Ausstellung von Duralitaet in der Gravieranstalt.

 

»307« hieß die Ausstellung von Duralitaet in der Gravieranstalt.

 

»307« hieß die Ausstellung von Duralitaet in der Gravieranstalt.

 

»307« hieß die Ausstellung von Duralitaet in der Gravieranstalt.

 

»307« hieß die Ausstellung von Duralitaet in der Gravieranstalt.

 

»307« hieß die Ausstellung von Duralitaet in der Gravieranstalt.

 

 

Da macht ein Photographenkollege an seinem Ladenlokal offensiv Reklame mit »Portrait, Kinder, Akt und Hochzeitsfotografie«:

 

Fotografie

 

Aaaalso, aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Erst Portrait-, dann Akt-, später Hochzeits- und dann erst Kinderphotographie ist die zielführendere Reihenfolge …

 

 

Samstag, 6. Oktober 2018

Wenn er nicht grad Landtagswahl hat, ist der Bayer an und für sich ja schlau und lässt sein Oktoberfest bereits Mitte September beginnen und bloß grad so mal im Oktober enden. (Weil seinerzeit, als das größte Volksfest der Welt auf der Theresienwiese erfunden wurde, das Wetter im Oktober ja garstig war – nicht wie diesjahr, wo wir mit 25 Grad zu kämpfen haben.)

 

Meine Timeline bei Instagram ist derzeit voller Wiesn-Bilder. Schöne, wohlgeformte Dirndln in schönen, wohlgefüllten Dirndln – aber die Schuhe dazu sind ein Graus! Ballerinas, Birkenstocks, Chucks, Espadrilles, Flipflops, Halbschuh-Uggs, Mokassins, Peeping-toes, Pumps, Sandalen, Sandaletten, Segelleinenschuhe, Stiefel, Stiefeletten, Turnschuhe, Sneaker … und das Ganze oft in hautfarbenen Strumpfhosen – do legst Di nieder! ​​Rustikale Wanderschuhe, urige Trachtenschuhe oder zünftige Haferlschuhe sieht man nie, Himmelherrgottsakra! Dann doch lieber barfuß auf der Almwiese.

 

 

Final Virus beim Parkleuchten im Kennedypark:

 

Final Virus beim Parkleuchten im Kennedypark

 

Final Virus beim Parkleuchten im Kennedypark

 

Final Virus beim Parkleuchten im Kennedypark

 

Final Virus beim Parkleuchten im Kennedypark

 

Final Virus beim Parkleuchten im Kennedypark

 

Final Virus beim Parkleuchten im Kennedypark

 

Final Virus beim Parkleuchten im Kennedypark

 

 

Sonntag, 7. Oktober 2018

Heute vor zehn Jahren ging Spotify ans Werk. Spotify. Diesen Namen in geselliger Runde schwärmerisch auszusprechen, schafft es, jeden Musiker binnen dreier Takte direktenwegs auf die Palme zu bringen!

 

Wobei ich ja kein Musikproduzent bin – und als Musikrezipient die Möglichkeit zu streamen ziemlich genial finde …

 

(Und hey, ich heule auch nicht rum, dass mir die allgegenwärtigen, immer verfügbaren und qualitativ gar nicht mal so üblen Handykameras etliche Aufträge wegnehmen.)

 

Meine auditive Karriere begann in den Siebzigern mit einem Kassettenrekorder, und zwar mit dem 410 C Automatic der Firma Grundig. Vielleicht liegt er noch irgendwo auf dem Dachboden im Elternhaus im Gemölter. (Ich sollte mich mal auf die Suche begeben – vielleicht finde ich dann auch die alte Instamatic-Kamera wieder, mit der alles begann.)

 

Mit ihm hörte ich – wie der Name schon nahelegt – Hörspiele; meist von der Firma EUROPA. Ich erinnere mich noch an »Dickie macht das große Rennen« (»Kantapper, kantapper!« Lutz Mackensy), »Die Prinzessin auf der Erbse«, »Das häßliche junge Entlein« und natürlich »Kasperle und Seppl« (»Apfelbutz und Birnenbutz, alles ist zu etwas nutz, Kukurrukutzuwutz!«) – das würde ich tatsächlich gerne nochmal hören!

 

Die wenigen Kassetten, die wir hatten, und wir hatten ja nichts!, wurden so oft repetiert, dass es an ein Wunder grenzt, wie das dünne Eisenoxid-Magnetband dieser Tortur standhielt. Später kamen dann Die Drei Fragezeichen (»??? – wir übernehmen jeden Fall!«) ins Kinderzimmer.

 

Die Technologie der Compact-Cassette hielt bei mir erstaunlich lange durch. Auch als Anfang der Neunzehnhundertachtziger Jahre dann der Plattenspieler Einzug hielt ins Jugendzimmer des mittlerweile Adoleszenten, stand die Kassette hoch im Kurs. Der vom Kommunionsgeld selbständig erworbene Radiorekorder leistete bis in die frühen Neunziger im WG-Zimmerchen in Aachens Kaltbachgässchen treue Dienste! Mit ihm entstanden seinerzeit denkwürdige Hörspiele in Eigenproduktion. (Zum Beispiel der sagenumwobene »Radiosender Powerplay« – ich muss mit dem anderen Beteiligten bei Gelegenheit mal abklären, ob eine Veröffentlichung erwünscht ist.)

 

Wieviele Stunden hat man mit den Fingern auf den Rekord/Play-Tasten vorm Radio gelauert, um auf SWF3 die Songs von Pop Shop, Musikbox und SWF3-Hitline aufzuzeichnen – um sich dann maßlos zu ärgern, wenn Frank Laufenberg mal wieder absichtlich ins Ende quatschte …

 

Weil der ja nicht wollte, dass man die Lieder aufzeichnete, sondern lieber LPs kaufen sollte. Hallo?! Wie denn, vom kargen Taschengeld?!

 

Mitte der Achtziger erwies sich die Kassette kurzzeitig auch als erstes digitales Speichermedium der Wahl – bis zur Floppy-Disc habe ich es beim C64 nicht geschafft.

 

Großer Musikgenuss erfolgte dann mittels großer Langspielplatten, auf deren großen Covern mitunter große Coverkunst zu sehen war; siehe Genesis, Iron Maiden, Pink Floyd. Teenager verbrachten einst unzählige Stunden in Plattenläden, um ein neues Album zu entdecken, zwanzigmal zu drehen und zu wenden, es mangels finanzieller Ressourcen doch wieder zurückzustellen – um es letztlich doch zu kaufen. Scheißdrauf, Geld ist zum Ausgeben da!

 

Es nervte allerdings, dass man die Schallplatten alle 20 bis 25 Minuten umdrehen oder wechseln musste. Niemand hätte geahnt, dass man dereinst das komplette, jahrezehnteumspannende Œuvre eines Künstlers mal eben so würde streamen können! (Allein das Wort »streamen« hätte für eine Einweisung in eine Nervenheilsanstalt nach Wahl in der Nähe gereicht.)

 

Großartig war natürlich die Kombination von LP und MC, um dezentrale Sicherungskopien anzufertigen …

 

»Home Taping Is Killing Music!« (Ahahahahahahahaha!!! Wenn die Musikindustrie geahnt hätte, was ihr noch blühen würde!)

 

Nur noch wenige Leute kennen heute den Unterschied zwischen »C60« und »C90« … Aber damals wussten alle auch an Chemie ansonsten Uninteressierte, dass Chromdioxid gut war!

 

Wenn man dann noch über den Luxus eines Doppelkassettendecks mit Auto-Reverse verfügte, war man der King auf dem Schulhof! Außerdem konnte man in stundenlanger Akribie liebevolle Mixtapes für vergebliche Liebschaften zusammenbasteln. (Mixtapes. Was das ist? – Ein ziemlich aufwendiger, früher Vorläufer der Playlists.)

 

DAT, MiniDisc und DCC habe ich ausgelassen. Auch die Compact Disc blieb Randerscheinung. Meinen ersten CD-Player bekam ich ziemlich spät Mitte der Neunziger, meine letzte gekaufte CD vertickte ich vor über acht Jahren auf Ebay (wir berichteten).

 

Mein favorisiertes Medium ist nun die MP3 – auch wenn Soundpuristen wie PG sich die nicht mehr vorhandenen Haare raufen mögen ob der verlorenen Frequenzbreite und Klangdynamik. Sowie das oben erwähnte Streaming per Spotify, mit dem dieser 4.291 Zeichen umfassende Erfahrungsbericht zu Musikkonsum und -rezeption begann. Wie schnell hat man sich daran gewöhnt, zig Millionen Titel in der Hosentasche immer dabei zu haben!

 

Für aktives Musikhören aus der Jukebox war ich übrigens zu jung. (Hallo?! Ich sehe nur so alt aus!) Ich kann mich gerade so einmal an die Kneipe meines Onkels erinnern, in der so ein Musikautomat mit Groschen gefüttert werden wollte, um »Ye-si-ca« der schwedische Reggae-Band »Secret Service« zu spielen – von dem ich immer dachte, dass es von »Bucks Fizz« wäre. Tatsächlich hab ich die letzten 37 Jahre keinerlei Gedanken daran verwendet … Ich frag mich, warum jetzt …?! Aber Wikipedia sei Dank! Demnächst startet übrigens wieder deren alljährliche SpendenaktionIch bin ein externer Link - folgen Sie mir!, nur so als Tipp! Auf Deutsch hat’s übrigens Wolle Petry gecovert.

 

 

Dienstag, 9. Oktober 2018

Erntezeit!

 

Erntezeit!

 

Erntezeit!

 

Erntezeit!

 

Erntezeit!

 

(Nun werde ich diverse Kilos Äpfel verschaffen müssen – Leute, die Apfelkuchen mögen, sollten mal ganz schnell lieb Kind bei mir machen!)

 

 

Mittwoch, 10. Oktober 2018

10/10 – besser geht’s nicht!

 

 

Hinterhausen ist weg, Lissingen ist weg und auch die Larochestraße ist weg!

 

Lissingen ist weg, Hinterhausen ist weg und sogar die Larochestraße ist weg!

 

 

Ich halte bekanntermaßen nicht viel von verfälschenden Filtern und Bearbeitungen. Wenn ich ein Photo mache, will ich den Moment festhalten. Und meine Augen besitzen keinen Hochpass-, Weichzeichen-, Pickelentfern- oder Sonstwas-Filter. Out-of-cam – fertig! Aber eine Einstellung an meiner Kamera mag ich neuerdings sehr: Der Créa-tiv-Filter mit der Schwarz-weiß-Körnung erinnert schön an glorreiche Zeiten mit Ilford-Filmen in der Dunkelkammer. Der Nachteil: Die Kamera macht die Aufnahme direkt in dieser Bearbeitung – es gibt kein »Original«. Aber das Photo ist gemäß Statuten out-of-cam – man braucht also die Eier, auch dazu zu stehen!

 

Wobei: Eigentlich ist es ein billiger Effekt: Mit einem Bisschen stylischem Schwarzweiß und etwas krisseliger Körnung wird aus jeder beliebigen Aufnahme ein Bild!

 

Beispiel: Eine 250-kV-Leitung – no surprise is there.

 

250 kV

 

Schwarzweißkörnung drauf – zack feddich, Photokunst!

 

250 kV

 

 

Königsfichte Gerolstein. Man macht ja – aus gutem Grund – keine Portraitphotos von unten. Aber bei einem Selfie mit einer mit 204 Jahren doch schon etwas betagteren Dame macht man schon mal eine Ausnahme. (Höhe: 48 m; Brusthöhenmesser: 4,25 m; Holzmaße: 35,2 fm – and counting.)

 

Königsfichte Gerolstein

 

Königsfichte Gerolstein

 

Königsfichte Gerolstein

 

Königsfichte Gerolstein

 

Königsfichte Gerolstein

 

 

So, wer das Folgende liest, den muss ich leider töten …

 

Denn ich erfuhr heute die ehrenvolle Aufnahme in den geheimen Geheimbund der Vier Geheimagentinnen!

 

Obwohl: Hier kann ich das ja gestehen, wir sind ja unter uns.

 

Die vier Geheimagentinnen wurden also zu den fünf Geheimagentinnen. (Mein süßes siebenjähriges Patenkind bemerkte direkt nach meiner feierlichen Ernennung: »Moment, Du bist ja gar keine Geheimagentin …« und wollte den Firmennamen schon gendergerecht ändern. Ach was, das geht schon OK. Ich habe schon diverse Male unter einer Chefin gearbeitet, und das waren nicht die schlechtesten Kooperationen. Dass passt schon, ich weiß mich einzuordnen. Fortan bin ich eine Geheimagentin!)

 

Unser erster Fall, bestens recherchiert und dokumentiert:

Zwei ominöse Männer kamen auf den Schulhof der Grundschule Gerolstein. Die führen doch bestimmt was im Schilde! Und so war es auch: Sie haben einen Baum gefällt und abtransportiert. (Nachdem im Frühjahr das Turnhallendach unangekündigt eingekracht ist. Ist denen denn nichts heilig? Wo sind Baumhaus-Aktivisten wenn man sie mal braucht!)

 

Der geheime Geheimbund der Vier Geheimagentinnen!

 

Der geheime Geheimbund der Vier Geheimagentinnen!

 

Der geheime Geheimbund der Vier Geheimagentinnen!

 

Der geheime Geheimbund der Vier Geheimagentinnen!

 

Auf der Löwenburg, also in der Öffentlichkeit, kehrten wir zur althergebrachten Rollenverteilung zurück. Das bedeutete, ich musste Nichten jagen. »Onkel Thomas, gratofier uns doch!« – und weg waren sie!

 

OK!

 

Auf der Löwenburg, also in der Öffentlichkeit, kehrten wir zur althergebrachten Rollenverteilung zurück. Das bedeutete, ich musste Nichten jagen. »Onkel Thomas, gratofier uns doch!« – und weg waren sie!

 

Auf der Löwenburg, also in der Öffentlichkeit, kehrten wir zur althergebrachten Rollenverteilung zurück. Das bedeutete, ich musste Nichten jagen. »Onkel Thomas, gratofier uns doch!« – und weg waren sie!

 

Auf der Löwenburg, also in der Öffentlichkeit, kehrten wir zur althergebrachten Rollenverteilung zurück. Das bedeutete, ich musste Nichten jagen. »Onkel Thomas, gratofier uns doch!« – und weg waren sie!

 

Ich habe die coolsten Nichten der Welt!

 

 

Ginkgo – der coolste Baum der Welt. Und der gelbste auch.

 

Ginkgo – der coolste Baum der Welt. Und der gelbste.

 

Ginkgo – der coolste Baum der Welt. Und der gelbste.

 

 

Ich finde Gerolstein auch dope – aber ich muss das nicht überall hinschmieren!

 

Ich finde Gerolstein auch dope – aber ich muss das nicht überall hinschmieren!

 

 

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Die Grünen finden den Häuserleerstand in Aachen genauso kacke wie ich und haben mittels einer Guerilla-Aktion Plakate an Dutzende verwaiste Gebäude in der Innenstand geklebt, um auf die Verantwortung aufgrund Eigentums gemäß Artikel 14 Grundgesetz hinzuweisen. Vielleicht wähl ich die ja mal …

 

Eigentum verpflichtet!

 

 

Freitag, 12. Oktober 2018

Vierzehntausend Follower auf Instagram – aber das Konto ist »privat« … Ja, nee, is klar!

 

Vierzehntausend Follower auf Instagram – aber das Konto ist »privat« … Ja, nee, is klar!

 

 

Und dann werde ich regelmäßig zu solchen FB-Veranstaltungen eingeladen:

 

»EINER DER LETZTEN PARTYS […]« schreit es mir zehennägelaufrollend entgegen.

 

»ONE NIGHT- WITHOUT RULES.«

 

Die Regeln im Einzelnen lauten wie folgt …:

 

»✘ LIEBES-BOWLE Jedes Mädchen erhält am Eingang 2 Getränke-Gutscheine. Der Haken? Einlösen können Sie diese nur mit einem Jungen an der Bar! […]

✘ PASSENDE UNTERWÄSCHE Die ersten 10 Gäste die ihr Getränk in Unterwäsche bestellen, müssen dafür NICHTS ZAHLEN! (Außer Flaschen) […]

✘ ICH BIN NICHT SO EINE Das Mädchen, welches am meisten Würstchen in den Mund nehmen kann, erhält 50€ in BAR! […]

✘ SAFETY FIRST Jeder Junge der die Party mit einem Mädchen verlässt, kann sich an der Kasse Kondome abholen! […]

✘ FREE NI**LES? Gib deinen BH beim DJ ab und erhalte dafür eine Flasche Sekt. […]

✘ FLIRTSTATUS Wer gerne tanzt und flirtet, kommt heute voll auf seine Kosten! Unsere Neon Bänder zeigen in dieser Nacht deinen Status: GRÜN: Ich möchte heute Knutschen! GELB: Versuch dein Glück! ROT: Ich bin nur zum Tanzen hier! […]

✘ MIR IST ALLES EGAL! FLASCHE VODKA für den Gast, der sein Gesicht von unserer Crew mit schwarzen Eddings anmalen lässt. […]

✘ MILF Alle Frauen ab 35 Jahren haben FREIEN EINTRITT« [sic!]

(Ab 35 ist man also MILF … Whoohoo, Kinder-Moms!)

 

Man sollte da dringend mal mit dem Gleichstellungsbeauftragten sprechen …

 

»Diese Partytreihe hat in der Vergangenheit für Anrufe von Jugendämtern, Eltern & Nachbarn gesorgt. […] Diese Party ist der Alptraum aller Eltern! ECHTER, HÄRTER, UNZENSIERTER!«[…] – (86 nehmen teil · 305 sind interessiert)

 

Was bin ich froh, bei sowas nicht mitmachen zu müssen! Die heftigste Erfahrung meiner Jugend waren gelegentliche Softstyle-Discos in den Dörfern der Vulkaneifel. Und beim Jugendamt hab ich selber mal gearbeitet …

 

 

Sonntag, 14. Oktober 2018

Dieser Sommer will so gar nicht mehr enden!

14.10.2018: 24 Grad und Sonnenschein

14.10.2015: der erste Schnee …

 

 

18:01 Uhr. Ich spüre eine Erschütterung der Macht!

 

18:01 Uhr. Ich spüre eine Erschütterung der Macht!

 

(Ich nehme alles zurück, was ich am 6. Oktober über den bayerischen Wähler gesagt habe!)

 

Und hey, Sensation: Mit 9,7 Prozent gelingt der SPD der Einzug ins bayerische Parlament!

 

 

Montag, 15. Oktober 2018

In den letzten 12+X Jahren bin ich nachweislich nur zweimal mit der Deutschen Bahn AG von Aachen nach Gerolstein gefahren – und einmal davon heute. Was ein Unterschied zu vor 26 bis 21 Jahren: Da fuhr ich quasi jede Woche hin und her. Und das zog sich. Denn die Strecke, die Luftlinie nur 70 Kilometer beträgt und mit einem Automobil minimal mit 100 Kilometern Fahrt zu bewältigen ist, führt eisenbahntopographisch bedingt ja über Köln (am Rhein) und dann Richtung Trier und summiert sich daher auf gut 170 km aka knapp drei Stunden Bahnfahrt. Nachdem ich für Fahrt letzte Woche per Auto aber auch schon zwei Stunden und zehn Minuten gebraucht hatte, fiel die Wahl des Verkehrsmittels bei tiefstehender Sonne diesmal leicht!

 

Mit Francis Underwood verging die Zeit in die schöne Eifel diesmal wie im Fluge.

 

Mit Francis Underwood verging die Zeit in die schöne Eifel diesmal wie im Fluge.

 

Denn die ausklappbaren Tische im Alstom-Triebzug ab Köln (am Rhein) sind unausgeklappt eine prima Handyhalterung in Augenhöhe!

 

Ausgeklappt sind sie sogar atemberaubend …

 

Ausgeklappt sind sie sogar atemberaubend …

 

Schönstef Bahnhofftellwerk der Eifelftrecke:

 

Schönstes Bahnhofstellwerk der Eifelstrecke.

 

Der Bahnhof Oberbettingen-Hillesheim befindet sich inzwischen eher in Niederbettingen.

 

Da fehlt doch was!

 

Da fehlt doch was!

 

Da fehlt auch was …

 

Da fehlt auch was …

 

Der Gerolsteiner Hauptbahnhof ist ein cooler Lost Place – ich sollte da unbedingt mal shooten, bevor sie ihn etwa renovieren!

 

Der Gerolsteiner Hauptbahnhof ist ein cooler Lost Place – ich sollte da unbedingt mal shooten, bevor sie ihn etwa renovieren!

 

 

Ich darf demnächst da zwar nicht mitwählen (wegen Wohnsitz), aber wenn ich wählen dürfte, würde ich ihn hier wählen!

 

Hans Peter Böffgen Verbansgemeindebürgermeister Gerolstein

 

Allein schon weil er das beste Plakatphoto hat … ;)

 

 

Später hörte ich in den Nachrichten, dass ich ein ziemliches Glück hatte, so früh mit der Bahn zu reisen, denn so ein Idiot hat mittags am Kölner Hauptbahnhof einen Molotow-Cocktail geschmissen, in einer Apotheke eine Geisel genommen und außerdem noch mit Stahlkugeln präparierte Gaskartuschen parat gehabt!

 

 

Anlass der Reise war eine Schnapszahl: 77

 

Der erste Schnaps des Tages bestand in einem Ouzo aufs Haus, wie es im Restaurant »Poseidon« so Usus ist.

 

Der erste Schnaps des Tages bestand in einem Ouzo aufs Haus, wie es im Restaurant »Poseidon« so Usus ist.

 

Der erste Schnaps des Tages bestand in einem Ouzo aufs Haus, wie es im Restaurant »Poseidon« so Usus ist.

 

Die Mittagskarte des Poseidon beinhaltet Zahlen, die ich so gar nicht kenne:

 

Die Mittagskarte des Poseidon beinhaltet Zahlen, die ich so gar nicht kenne:

 

 

Später: Das passiert, wenn man unbedingt ein Selfie machen will, aber den anderen Beteiligten nur unzureichend Bescheid gibt …

 

Das passiert, wenn man unbedingt ein Selfie machen will, aber den anderen Beteiligten nur unzureichend Bescheid gibt …

 

Jump, they say.

 

Jump, they say.

 

 

Selfie-Fail #2: Wenn man ein Selfie macht, sollte man sich die Kamera vielleicht nicht direkt vor die Fresse halten!

 

Selfie-Fail #2: Wenn man ein Selfie macht, sollte man sich die Kamera vielleicht nicht direkt vor die Fresse halten!

 

(Und ich wunderte mich schon, warum die Sonne gar nicht blendete …)

 

Später hat es dann doch noch geklappt mit einem zünftigen Selbstportrait!

 

Später hat es dann doch noch geklappt mit einem zünftigen Selbstportrait!

 

 

Was bin ich froh, wenn die Verbandsgemeindebürgermeisterwahl vorbei ist und man diese überdimensionale Visage nicht mehr sehen muss!

 

X

 

Wo ich übrigens nochens hinwill:

 

Auberg

 

Nein, nicht in die Werkstatt!

 

 

Gerolstein

 

 

Dienstag, 16. Oktober 2018

Facebook-Ads are a waste of time, sagte die Facebook-Anzeige …

 

FACEBOOK-ADS are a waste of time

 

Genau mein Humor!

 

Aber warum so sparsam mit den Ausrufezeichen?!

 

 

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Aus der Reihe »Mails, wie ich sie liebe«:

»Hallo Thomas, nächste Woche stelle ich meine neuen ■■■■■■■■■■■ in Aachen vor, Lust auf Probieren und etwas fotografieren dazu? LG ■■■■■■■« [sic!]

 

Hm, das klang für mich wie eine Buchungsanfrage. Meine Nachfrage, was für ein Budget denn für die Photographie vorgesehen sei, teilte man mir mit: »Alle Fotografen die kommen, sind so vor Ort«

 

Tja, das ist ja schön für die …

 

Ich erwiderte: »Wenn Du ja schon Photographen hast, brauchst Du mich ja nicht mehr.«

 

Antwort: »Dachte dich interessiert so etwas«

 

Ja, das schon. Ich bin interessenmäßig sehr breit ausgestellt. Sogar für Burger aus Sushi. Auch wenn ich das für Quatsch halte. Aber wenn ich ausdrücklich zum Photographieren »eingeladen« werde, mag ich auch dafür bezahlt werden. Oder zumindest der einzige Gratis-Photograph vor Ort sein. (Schlechtes Licht, enge Räume, keine Laufwege – damit komme ich zur Not klar. Es gibt jedoch kaum etwas, das ich bei einem Event mehr verabscheue, als wenn sich die Photographen gegenseitig im Weg stehen. Da vergeht mir die Lust aufs Knipsen un-ver-züg-lich. Und wenn da schon elf Leute dasselbe Bild schießen, muss ich nicht der zwölfte sein, der es noch ein weiteres Mal macht.)

 

Einen Koch würde ich ja auch nicht fragen, ob er bei einem Shooting gratis zum Kochen vorbeikommt. (Wobei: Sollte ich vielleicht mal machen!)

 

 

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Bonn: Bauzäune am Bahnhof, Bauzäune beim Haribo-Shop, Bauzäune am Beethovendenkmal, Bauzäune an der Universität, Bauzäune am Münster, … – Miami is closed for repairs!

 

Bonn: Bauzäune am Bahnhof, Bauzäune beim Haribo-Shop, Bauzäune am Beethovendenkmal, Bauzäune an der Universität, Bauzäune am Münster, … – Miami is closed for repairs!

 

Bonn: Bauzäune am Bahnhof, Bauzäune beim Haribo-Shop, Bauzäune am Beethovendenkmal, Bauzäune an der Universität, Bauzäune am Münster, … – Miami is closed for repairs!

 

Bonn: Bauzäune am Bahnhof, Bauzäune beim Haribo-Shop, Bauzäune am Beethovendenkmal, Bauzäune an der Universität, Bauzäune am Münster, … – Miami is closed for repairs!

 

Bonn: Bauzäune am Bahnhof, Bauzäune beim Haribo-Shop, Bauzäune am Beethovendenkmal, Bauzäune an der Universität, Bauzäune am Münster, … – Miami is closed for repairs!

 

Bonn: Bauzäune am Bahnhof, Bauzäune beim Haribo-Shop, Bauzäune am Beethovendenkmal, Bauzäune an der Universität, Bauzäune am Münster, … – Miami is closed for repairs!

 

Bonn: Bauzäune am Bahnhof, Bauzäune beim Haribo-Shop, Bauzäune am Beethovendenkmal, Bauzäune an der Universität, Bauzäune am Münster, … – Miami is closed for repairs!

 

Bonn: Bauzäune am Bahnhof, Bauzäune beim Haribo-Shop, Bauzäune am Beethovendenkmal, Bauzäune an der Universität, Bauzäune am Münster, … – Miami is closed for repairs!

 

 

Das Museum Koenig hatte zum Glück auf. Dort inspizierten wir rezente Wirbeltiere und Gliederfüßer, bekannt aus Kreuzworträtseln und dem Leistungskurs Biologie.

 

Museum Koenig Bonn

 

Museum Koenig Bonn

 

Museum Koenig Bonn

 

Museum Koenig Bonn

 

Sogar Plastiknashornhorn wird geklaut!

 

Museum Koenig Bonn

 

Narwal – der Einhornfisch:

 

Museum Koenig Bonn

 

Krill:

 

Museum Koenig Bonn

 

Urlaub in der Wüste.

 

Urlaub in der Wüste.

 

Dieser grimmig dreinschauende Kamerad war einst der letzte Eifel-Wolf, 1888 erlegt in der Nähe von Auel. Man konnte damals ja nicht ahnen, dass Isegrim beziehungsweise seine nachgeborene Verwandtschaft später mal wiederkommen würde.

 

Museum Koenig Bonn

 

Ein Bönnsches Motiv: Die Karnevalisten haben Spasss – während im Hintergrund einer Eier klaut.

 

Museum Koenig Bonn

 

Für Freunde des Eichhorns der pure Horror: Zunächst tollen sie noch froh auf ihrem Kobel, dann entdeckt man Bälge des Eichhörnchens in der Schublade und schließlich präsentiert einem ein fliegender Prädator stolz seine augenlose Beute.

 

Museum Koenig Bonn

 

Bei der Harpyie dachte ich immer, es handele sich dabei um ein Geschöpf aus der Mythologie, genauso wie Mantikor, Pegasus, Basilisk und Tatzelwurm. Aber hey, Harpyien gibt’s wirklich!

 

Museum Koenig Bonn

 

Gibt's das auch …?

 

Museum Koenig Bonn

 

Verdammt viele, verdammt kleine Biester!

 

Museum Koenig Bonn

 

Die Artenvielfalt der ganzen Geschöpfe, die kreuchen und fleuchen, ist schon imposant. Warum hat Gott, der Allmächtige, Schöpfer des Himmels und der Erde, sich das alles ausgedacht in schlafloser Nacht und umgesetzt am fünften und sechsten Tage?

 

Oder war es am Ende doch der aue Darwin …?

 

Harold Lemur from art literature:

 

Museum Koenig Bonn

 

Was ist das denn für ein Tierchen? – Ach das?! Das ist bloß ein Gewöhnlicher Fuchskusu!

 

Museum Koenig Bonn

 

 

Im zentralen Lichthof, wo sich heute der Baobab-Affenbrotbaum zur Glasdecke reckt, sich Zebras am Wasserloch laben und sich der Löwe daher schon auf sein Mittagessen freut, trat vor gut 70 Jahren der Parlamentarische Rat zusammen, der später das Grundgesetz – nichts hält länger als ein Provisorium! – erarbeitete. (Funfact: Die sich dort befindenden präparierten Giraffen wurden verhüllt, weil sie nicht entfernt werden konnten.)

 

Museum Koenig Bonn

 

Museum Koenig Bonn

 

 

Selfie mit dem, dessen Name nicht genannt werden darf; auf der Adenauerallee.

 

Selfie mit dem, dessen Name nicht genannt werden darf, auf der Adenauerallee.

 

 

Der Reiz des Haus der Geschichte liegt ganz eindeutig in der Menge und Echtheit der Exponate von 1945 bis heute. Und dass man sehr viele Ereignisse und Errungenschaften, für die sie stehen, zu eigenen Lebzeiten selbst erfahren hat. Alle zehn Jahre sollte man da mal hin (Eintritt frei).

 

Haus der Geschichte, Bonn

 

Haus der Geschichte, Bonn

 

Haus der Geschichte, Bonn

 

Hier gibt es noch das echte Sandmännchen, nicht den doofen Ossi.

 

Haus der Geschichte, Bonn

 

Haus der Geschichte, Bonn

 

Haus der Geschichte, Bonn

 

Haus der Geschichte, Bonn

 

Haus der Geschichte, Bonn

 

Ob man hier am Resopal-Tisch einen Moloko-Plus kriegen konnte?

 

Haus der Geschichte, Bonn

 

Ein echtes gefälschtes Hitler-Tagebuch!

 

Haus der Geschichte, Bonn

 

Haus der Geschichte, Bonn

 

Haus der Geschichte, Bonn

 

Haus der Geschichte, Bonn

 

Haus der Geschichte, Bonn

 

Haus der Geschichte, Bonn

 

Haus der Geschichte, Bonn

 

 

Ausklang em Höttche.

 

Em Höttche, Bonn

 

Em Hoettche, Bonn

 

Em Hoettche, Bonn

 

 

Freitag, 19. Oktober 2018

Facebook-Kommentatoren, Alter! Kaum stellt man arglos 1 nices Photo von einem bunten Abendhimmel, auf dem – ja! – Kondensstreifen von Flugzeugen zu sehen sind, online, weil es einem gefällt (wie bis dato 96 weiteren), …

 

Sonnenuntergang mit Chemtrails

 

… da kommt eine Miesepampel daher. Kommentar von gestern, 16:17 Uhr:

»Zu diesem Bild ist doch wohl nur ein Kommentar möglich: "Malle hin und zurück: € 15,00 ! Yeah!" . Es ginge auch: "Der rasant steigende Flugverkehr wird ermöglicht durch eine Mineralölsteuer von 0 % für Kerosin". Vertretbar wäre auch: "Jetzt haben wir so fleissig in Tihange und Hambach protestiert. Da haben wir uns unseren Ägypten-Urlaub in den Herbstferien aber redlich verdient !". Passend ebenfalls: "Wie gut, dass man die Petition "Stoppt den CO2-Ausstoß sofort" über das Internet unterzeichnen kann. Da muss ich meinen Urlaub auf den Malediven nicht unterbrechen. Aber Donnerstag fliegen wir zurück !". Ich habe aber tatsächlich hier oben Kommentare gelesen, wie "Toll", "Schön", "Herrlicher Anblick". War wahrscheinlich ironisch gemeint. Vielleicht doch doch Grenzdebile in der Freundesliste ? ;-) «[sic!]

 

In diesem Periodikum habe ich durchaus schon mal anklingen lassen, was ich vom ausartenden Flugverkehr halte. Nichts. Die letzte meiner ohnehin spärlichen Flugreisen liegt bereits über anderthalb Jahrzehnte zurück, und ich wünschte mir öfters mal einen Eyjafjallajökull als verkehrsberuhigende Maßnahme am Himmelszelt für zwischendurch und unterwegs. Diese verbale Injurie tangiert mich daher noch nicht einmal peripher.

 

Der Reiz des Bildes und der Anlass für das Posting bezogen sich ausschließlich auf die Farbigkeit und die graphische Gestaltung des Motivs, das so nur wenige Minuten währte. Wenn das betäubungslose Schächten einer Wildsau oder das Ersäufen überzähliger Katzenbabys hübsche Bilder ergäben, würde nichts mich davon abhalten, das ebenfalls zu zeigen.

 

(Keine Angst, liebe Tierfreunde, Schächten und Ersäufen wird niemals ein schönes Motiv sein!)

 

Ich erkenne das Recht auf freie Meinungsäußerung an, selbst wenn sie in Geschwätzigkeit ausarten sollte. Daher wird dieser Kommentar nicht gelöscht.

 

Aber wenn einer die Leute auf meiner Freundesliste als Grenzdebile bezeichnet? Dann fliegt er raus! (Auch wenn er’s mit dem Fliegen ja nicht so hat …) Da hilft dann auch kein Zwinkersmiley mehr.

 

 

Nachtrag: Nach drei Stunden setzte anscheinend Einsicht ein: Im Bearbeitungsverlauf kann man sehen, dass der inkriminierte Satz mit den Grenzdebilen um 19:20 Uhr ersatzlos gestrichen worden ist. Egal, Versuch ist strafbar!

 

 

Ein wirklicher Skandal ist, dass so ein Schnappschuss – mal eben die Kamera kurz aus dem Fenster gehalten – instantan fast 100 Likes bekommt, und Bilder, an denen man stundenlang überlegt, plant, redet, shootet und bearbeitet kein halbes Dutzend erhält …

 

 

Montag, 22. Oktober 2018

Die grüne Fee regierte diesen Abend in der Absinthbar Grothesque. Ihre Gehilfen im Einzelnen, nur fürs Protokoll: Hieronymus Bosch Verte (65% vol), Devil (62% vol) und Karmagiddon (89,9% vol)

 

Die grüne Fee regierte diesen Abend in der Absinthbar Grothesque. Ihre Gehilfen im Einzelnen, nur fürs Protokoll: Hieronymus Bosch Verte (65% vol), Devil (62% vol) und Karmagiddon (89,9% vol)

 

Die grüne Fee regierte diesen Abend in der Absinthbar Grothesque. Ihre Gehilfen im Einzelnen, nur fürs Protokoll: Hieronymus Bosch Verte (65% vol), Devil (62% vol) und Karmagiddon (89,9% vol)

 

 

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Himmel grau, Nieselregen, nur noch knapp über zehn Grad Celsius – so, Sommer 2018, seit April durftest Du durchgehend regieren mit überdurchschnittlichen Temperaturen und nicht nennenswerten Niederschlägen: Nun ist es vorbei!

 

 

Ein öder Tag auf Facebook sieht übrigens so aus:

 

Facebook-Einladungen

 

Und ein besonders nerviger Bug (oder ist ein Feature?!) von Facebook ist, eine Stunde nach dem Ablehnen einer Einladung dieselbe Einladung nochmal zu schicken!

 

 

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Die EU erfreut uns mit neuen Verboten: Sie will der Verplastifizierung der Welt und speziell der Meere Einhalt gebieten. Welch löbliches Unterfangen! Allein, der Weg …: Ab demnächst sind bloß folgende Einweggegenstände aus Plastik in der Europäischen Union verboten:

  • Trinkhalme
  • Wattestäbchen
  • dünne Plastiktüten
  • Plastikgeschirr und -besteck
  • Luftballonhaltestäbe sowie die Halterungen, die die Ballons mit den Stäben verbinden

 

Keine Ohrenstäbchen mehr zur Rettung der Welt? – D'accord! Allerdings: Wozu lässt man die dicken Fische aus?! Was ist mit den vielen Verpackungen, Umverpackungen, Umumverpackungen und Umumumverpackungen? Dem Mikroplastik in Kosmetika, Waschmitteln und Kunstfasern? Und dem Export von Plastikmüll in Länder, denen Umweltauflagen herzlich egal sind?

 

»Luftballons selbst sollen mit auffälligen Warnhinweisen versehen werden, die die Verbraucher über die Umweltrisiken und die richtige Entsorgung aufklären.« Oh ja, das klingt relistisch und zielführend! Am besten bedruckt man die Ballons entsprechend (»Alles Gute zur Hochzeit! Die EU-Umweltminister warnen: …«) oder macht besser noch ein kleines Schild an jeden einzelnen, am besten aus Plastik, hält besser …

 

Die meisten Luftballons sind bauartbedingt schon ab Werk nur fehlentsorgent zu werdender Plastikmüll. Oder werden die jedes Wochenende zu Hunderttausenden bei Hochzeiten und Jubiläen fliegen gelassenen Ballons von irgendjemandem anschließend wieder eingesammelt und einem vernünftigen Wertstoffkreislauf zugeführt?

 

 

Glücklich, wer beizeiten einen erklecklichen Vorrat an Strohhelmen angelegt hat!

 

Strohhelme …

 

 

Freitag, 26. Oktober 2018

Das Kunst-Event des Jahres: Zum dritten Mal die Artconnection Aachen – 360 mal Kunst zum Mitnehmen von 40 exquisiten Künstlerinnen und Künstlern zum günstigen Einheitspreis. Und außerdem sowas wie ein künstlerisches Klassentreffen. Wie schade, dass ich keine weiße Wand frei hab!

 

Artconnection Aachen – 360 mal Kunst zum Mitnehmen von 40 exquisiten Künstlerinnen und Künstlern zum günstigen Einheitspreis

 

Artconnection Aachen – 360 mal Kunst zum Mitnehmen von 40 exquisiten Künstlerinnen und Künstlern zum günstigen Einheitspreis

 

Artconnection Aachen – 360 mal Kunst zum Mitnehmen von 40 exquisiten Künstlerinnen und Künstlern zum günstigen Einheitspreis

 

Artconnection Aachen – 360 mal Kunst zum Mitnehmen von 40 exquisiten Künstlerinnen und Künstlern zum günstigen Einheitspreis

 

Artconnection Aachen – 360 mal Kunst zum Mitnehmen von 40 exquisiten Künstlerinnen und Künstlern zum günstigen Einheitspreis

 

Artconnection Aachen – 360 mal Kunst zum Mitnehmen von 40 exquisiten Künstlerinnen und Künstlern zum günstigen Einheitspreis

 

Artconnection Aachen – 360 mal Kunst zum Mitnehmen von 40 exquisiten Künstlerinnen und Künstlern zum günstigen Einheitspreis

 

Artconnection Aachen – 360 mal Kunst zum Mitnehmen von 40 exquisiten Künstlerinnen und Künstlern zum günstigen Einheitspreis

 

Artconnection Aachen – 360 mal Kunst zum Mitnehmen von 40 exquisiten Künstlerinnen und Künstlern zum günstigen Einheitspreis

 

Artconnection Aachen – 360 mal Kunst zum Mitnehmen von 40 exquisiten Künstlerinnen und Künstlern zum günstigen Einheitspreis

 

 

Samstag, 27. Oktober 2018

Alles Gute zum Achtzigsten, Gerold!

 

Alles Gute zum Achtzigsten, Gerold!

 

Alles Gute zum Achtzigsten, Gerold!

 

Alles Gute zum Achtzigsten, Gerold!

 

Alles Gute zum Achtzigsten, Gerold!

 

 

Ich habe es schon wieder getan: Nach Sting 1991 und Tony Levin 2017 habe ich heute eine Konzertkarte für Fish in Heerlen verfallen lassen … Mit Derek William Dick hätte ich ja schon gerne mal ein Bier getrunken. Doch nachdem ich in den letzten Tagen sämtliche Live-Aufnahmen auf Spotify angehört hatte, war mir die Vorstellung, nun also zwischen Hunderten pogenden und grölenden Holländern zu stehen und der schwindenden Stimme des Protagonisten zu laustern, ein Graus. Ich behalte Fish lieber für mich allein! And that's a gentleman's excuse me, so I'll take on step to the side.

 

 

Wo landeten wir stattdessen … again?

 

Grotesque Absinthbar Aachen

 

 

Sonntag, 28. Oktober 2018

Es gibt da draußen ja echt erbärmliche Gestalten. Heute wurde mir von gleich zwei Personen unabhängig voneinander zugetragen, dass ein knipsender »Kollege« Groll gegen mich hegt. (Warum auch immer.) Und durch die Gegend rennt und schlecht Wetter gegen mich macht. Keine Ahnung, welche Laus ihm da über die wohlgenährte Leber gelaufen sein mag. Allein: Wenn man ein Problem mit jemandem hat, ist es ungemein hilfreich, diesen einmal darauf anzusprechen. Wer weiß, vielleicht lässt sich das Problem sogar lösen?!

 

Wenn ich des Herrn nochmal persönlich habhaft werden sollte, werde ich ihn ungespitzt in den Boden rammen! (Was angesichts der Kugelhaftigkeit seines Erscheinungsbildes allerdings nicht so einfach werden dürfte …)

 

 

Montag, 29. Oktober 2018

Mit der Zeit hat man im Internet alles schon gelesen und erlebt – und sich daran gewöhnt. Die folgende Ransom-Mail, die mich in einem vor Spam nur so strotzenden Newsletter-Account erreichte, ist aber von derart kreativer Durchtriebenheit (oder ist's durchtriebene Kreativität?), dass ich sie der werten Leserschaft nicht vorenthalten möchte:

 

»Entfernen Sie diese Mitteilung nach dem Lesen!

[Wirrrd gemacht, Chef! Kann aber auch sein, dass ich sie ins Internet stelle.]

Salut!

Wie Sie sich schon vorstellen können, ist Ihr Konto (neues@■■■■■-aachen.de) gehackt, da ich Ihnen diese Mitteilung von gesandt habe. :( [Tatsächlich sah es so aus, als wäre die Mail von meinem eigenen Account gekommen. Billiger Trick.]

Ich vertrete eine bekannte internationale Gruppe von Hackern [Oha, die Vögel sind organisiert!]

Im Zeitraum vom 23.07.2018 bis zum 20.10.2018 wurden Sie mit dem von uns erstellten Virus auf der Webseite für Erwachsene die Sie besucht haben infiziert. [Selbstgemacht! Herzlichen Glückwunsch!]

Derzeit haben wir Zugriff auf alle Ihre Briefwechsel, soziale Netzwerke und Messengerdienste.

Überdies, haben wir vollständige Auszüge dieser Informationen.

Wir sind im Bilde aller Ihrer Geheimnisse, ja, ja... Sie haben das ganze heimliche Leben.

Wir haben gesehen und aufgenommen, wie Sie Spaß auf Webseiten für Erwachsene hatten. Herr im Himmel, was für Geschmack und Leidenshaften haben Sie... :) [Jesses ne, jetzt kommt's raus!]

Aber die interessanteste Sache ist, dass wir Sie zeitweise auf der Web-Kamera Ihres Computers aufgenommen haben. Die Webcam wurde mit dem synchronisiert, was Sie gerade sich angesehen haben! [Doch was, wenn ich euch sage, dass mein PC gar keine Webcam hat?! Schickt doch mal die Bilder, das würd mich interessieren!]

Ich denke, dass Sie nicht möchten, dass Ihre Freunde und Verwandten all Ihre Heimlichkeiten sehen, und natürlich die Person, die Ihnen am nächsten ist.

Senden Sie $549 auf unsere Kryptowährung Bitcoin Wallet: 1PfbxCJkGNTZC7yFtHHhtPnZyiwQEUq■■■

Ich gewährleiste, dass wir dann alle Ihre Heimlichkeiten entfernen werden! [Ja, nee, is klar …]

Ab dem Moment, in dem dieser Bericht gelesen wird, funktioniert der Timer! Sie haben 48 Stunden, um das obengedachte Geld zu bezahlen. [Ein Blick auf die Uhr: Ups, die Zeit ist vorbei! Freunde, ich bin im Arsch!]

Sobald dieses Geld auf unserem Konto ist, löschen wir alle kompromittierende Materiale! Sofern Geld nicht da ist, werden alle Ihre Briefe und das Video wo sie mit sich spielen automatisch an alle Kontakte abgesandt, die zum Zeitpunkt der Infektion auf Ihrem Gerät verfügbar waren!

Bedauerlicherweise, Sie sollen über ihre Sicherheit nachdenken! Hoffentlich, diese Situation lehr Ihnen, mehr um Ihre Sicherheit kümmern. Passen Sie auf sich auf! [Dankefein!]«

 

 

Dienstag, 30. Oktober 2018

USB war ja mal ein feines Format: universell, hotpluggingfähig, Strom und Datenleitung in einem, schnell, schneller und neuerdings noch schneller. Einzig einen verpolungssicheren Stecker hätte man sich noch ausdenken sollen. Und es unterlassen, im Zweijahrestakt neue Steckerformen rauszuhauen: USB 2 Standard-A, USB 3 Standard-A, USB 2 Standard-B, USB 3 Standard-B, USB 3 Powered-B, USB 2 Mini-A, USB 2 Mini-B, USB 2 Micro-A, USB 2 Micro-B, USB 3 Micro-B und USB 3.1 Typ-C. (So eine eingängige und kohärente Namensgebung kriegt sonst nur Microsoft bei seinen Windows-Versionen hin …) Als Krönung gibt's nun auch noch USB 3.1 Gen 1, für das ich in meiner umfangreichen Kabelsammlung keine längere Version habe, mit der ich das neue Kartenlesegerät anschließen könnte, weil die Knicker von Hersteller ihm nur mickrige 30 cm Zuleitung gegönnt haben.

 

 

Morgen feiert »Lennet Kann – das Musical 2« Premiere im Eurogress. Bei der Generalprobe stellte sich nur eine Frage: Wessen Bart ist echt?!

 

Lennet Kann – das Musical 2

 

 

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Der Bundestag hat letztens übrigens beschlossen, Menschen mit mehreren Vornamen ab dem 1. November 2018 (das ist schon morgen) zu erlauben, die Reihenfolge ihrer Vornamen zu verändern.

 

Hey, die einmalige Chance, mich in RTL umbenennen zu lassen!

 

(Sorry, Onkel Rudi: Das wird nicht geschehen …)

 

 

Außerdem ist heute ja wieder Halloween. Walking Deads auf der Straße brauche ich eigentlich nicht: Meine Facebook-Liste beherbergt inzwischen erschreckend viele Tote! Die Einschläge kommen näher … Ein halbes Dutzend Profile befindet sich im Gedenkmodus oder ist noch aktiv; ein paar Profile wurden auch schon von den Angehörigen gelöscht. Und das sind nur die Mindestens-Angaben: Wer weiß, wieviele Tode ich einfach nur noch nicht mitbekommen habe …

 

Auch sehr spooky: Ein Mädchen, das ich 2013 beim Zombiewalk photographiert hatte, hat sich vor knapp zwei Jahren selbst getötet. Ihre Mutter schreibt ihr noch heute täglich umfangreiche Einträge an die Pinnwand …

 

 

Apropos Halloween: Friedrich Merz, der Untote der CDU, will nach Jahren der Abstinenz deren Parteichef werden. Immerhin bringt er eine Verjüngung (um anderthalb Jahre …) und langjährige Erfahrung in der Wirtschaft als vielmaliger gutdotierter Aufsichtsrat mit – das passt auf keinen Bierdeckel …

 

Alter Schwede, es wird uns noch so dermaßen leid tun, wenn Angela Merkel wirklich weg ist!

 

 

Fast unbeeinträchtigt von Zombies verbrachte ich den Abend im lange Jahre vernachlässigten Café Kittel in der Mitte der Pontstraße.

 

Café Kittel Pontstraße Aachen

 

Café Kittel Pontstraße Aachen

 

Con la mosca – wie Billy Joel es mag.

 

Café Kittel Pontstraße Aachen

 

Café Kittel Pontstraße Aachen

 

Café Kittel Pontstraße Aachen

 

Alkohol kann keine Probleme lösen. Aber hey, das kann Milch auch nicht!

 

Denn das ist ein Paulaner.

 

Café Kittel Pontstraße Aachen

 

Paulaner! In Wirklichkeit war es ein Augustiner!

 

Herbstsalat à la Kittel mit Maultaschen, Feta und Speck. Sehr geil – das Rezept wird morgen nachgebaut!

 

Café Kittel Pontstraße Aachen

 

He smiled like a crack in the linoleum.

 

Café Kittel Pontstraße Aachen

 

 

 

Hobbes: »Mir gefällt es einfach, Kittel zu sagen.

Kittel, Kittel, Kittel, Kittel, Kittel!«

 

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