diario trollo - TLs Online-Tagebuch

November 2025

Samstag, 1. November 2025

Gestern war ja Halloween, wie süß!

 

Hallo Wien!

 

 

 

Eben im 5er-Bus hat sich eine junge Frau beschwert:

»Ich finde, man sollte ›bitte‹ sagen!«

 

Es gibt noch Hoffnung auf Sitte und Anstand im ÖPNV!

 

Kurz danach sagte sie dann:

»Boah, ich hab so Druck auf der Blase, ich muss pissen!«

 

 

 

Montag, 3. November 2025

Aktuell so ein Trend bei den Werbeinseln in meinem Feed: Vermeintliche Geheimrezepte, um den Workflow als Photomann ins Unermessliche steigern zu können. (Neben den ständig verheißenen Wundern, um als Photograph bei Google *garantiert!!!* auf Platz 1 zu landen und natürlich Dutzende hochpreisig zahlende Kunden zu generieren – Anmeldung zum Newsletter genügt!)

 

Von mutmaßlich KI-genierten Photographen-Pärchen wird einem zunächst ein Problem verpasst:

»Bist du es leid, Tag für Tag in der endlosen Schleife der Bildbearbeitung gefangen zu sein? Hättest du nicht lieber Zeit für was anderes?« (Für was? Zuhause sein bei Frau und Kind? Ein Buch lesen? Klavierspielen lernen? – Oder ein paar Videos zurückbringen?)

 

Die Lösung: »Unsere KI hilft dir!«

 

KI – war ja klar!

 

Wie sind wir früher nur klargekommen?! Also letztes Jahr …

 

»Bildauswahl. Bildbearbeitung. Retusche. Fertig.« Carmen & Ingo, Kathi & Chris und Schnulli & Dulli versprechen einem dann all diese Wohltaten mittels eines selbstverständlich exklusiven, »kostenlosen« Webinars!

 

Ja, es stimmt: Sichtung, Auswahl und gegebenenfalls Bildbearbeitung sind Arbeit – aber Arbeit, die man gerne macht, wenn man die Sache ernsthaft betreibt!

 

(Ein Ansel Adams hatte nicht bloß Glück mit seinen Aufnahmen, sondern einen Plan – und aufwändige Sessions in der Dunkelkammer, um Jahrzehnte vor Photoshop mittels Tonwertkorrekturen ein ausdrucksstarkes »feines Bild« zu erreichen.)

 

Wie sollte irgendeine KI die allerhoheitlichste Aufgabe der Bildauswahl einigermaßen seriös übernehmen können? Eher noch glaube ich dem Prinzen aus Nigeria, der todsterbenskranken Witwe mit dem vielen Geld auf der hohen Kante oder all den einsamen Frauen in meiner Umgebung!

 

 

Und übrigens Carmen & Ingo, Kathi & Chris und Schnulli & Dulli:

Bei »Fotograf:innen« fühle ich mich nicht mitgemeint. Oder auch nur angesprochen.

 

Screenshot Scam

 

 

 

Noch so ein Scam:

 

80 bis 100.000

 

Zwischen 80 und 100.000 € pro Monat verdienen? – Da bin ich doch jetzt schon dabei! (Wenn auch eher im Segment näher an den 80 Euro …)

 

 

Wenn mir so ein Influencer/Werbetreibender/Rattenfänger erklären will, was ich alles falsch mache im Leben, und mir dabei mit seinen Wurstfingern vor der Fresse rumfuchtelt, möchte ich ihm in selbe schlagen nach unten swipen.

 

(Übrigens auch IRL!)

 

 

 

Da mein letztes DVD-Laufwerk irgendwann still und leise abgerauscht ist (wahrscheinlich wegen Unternutzung) und ich zu kniestig bin, mir ein neues zu kaufen, obwohl ich über eine Vielzahl an digitalen versatilen Scheiben mit kinematographischen Werken verfüge, erfreute es mich sehr, zu sehen, dass die ZDF-Mediathek gerade »GATTACA« im Angebot hat!

 

GATTACA

 

Dieser großartige Film lief am 29. Oktober 2025 um 23:15 Uhr auf ZDF Neo. Und eben bei mir im Heimkino!

(Also auf dem im Querschnitt 6,8 Zoll großen Infinity-O-Dynamic-AMOLED-Display mit WQHD+-Auflösung, LTPO-Technologie und einer Peak-Helligkeit von 1.750 Nits – bei dem es jedem echten Cineasten graust.)

 

Ein Tipp an die Intendanzen, Redaktionen und Programmplanungen, falls mal wieder einer die Existenzberechtigung des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks bekrittelt: Weltbeste Filme nicht unter der Woche um kurz vor Mitternacht in einem Spartenkanal verklappen!

 

 

Übrigens:

Dieser Film mit Ethan Hawke und Uma Thurman in den Hauptrollen lief am 9. Juli 1998 in den deutschen Kinos an – Maya Thurman Hawke wurde am 8. Juli 1998 geboren …

 

 

 

Dienstag, 4. November 2025

Das Horten-, L-Store-, Lust auf Life-, Lust auf-Leben-Gebäude wird demnächst zum »Haus der Neugier« umgebaut und soll dann mit integrierter Stadtbibliothek und Volkshochschule als »Dritter Ort« dienen; also eine Versammlungsgelegenheit im Ausgleich zu Familie und Beruf bieten.

Eine umfangreiche soziologische Definition umfahrend nenne ich Dritte Orte öffentliche Treffpunkte ohne Konsumzwang: Man kann sie leicht erreichen, sie sind offen für alle, sie laden zur lockeren Kommunikation ein – und man muss nichts kaufen. (Das was früher die Eckkneipe, der Fußballplatz oder der Bastelkeller war.)

 

Neuerdings prangt ein ankündigendes Banner an der Stirnseite des Horten-, L-Store-, Lust auf Life-, Lust auf-Leben-Gebäudes:

 

hausderneugier

 

»Thomas diskutiert über Politik« – hey, die meinen mich!

 

(Wobei es über einige Sachen nichts zu diskutieren gibt: Ich halte es für eine patriotische Pflicht, dass man sich einem Untersuchungsausschuss stellt, als Fraktionsvorzender zurücktritt und fortan öffentlich sehr, sehr stille ist, wenn man Milliarden Steuergelder verschwendet hat und man den Vorwurf der Vetternwirtschaft nicht entkräften kann. Weitere Kommentare dazu kann man sich jens spahn.)

 

 

Oh, da juckte es mir doch in den Fingern, dieses Bild mit ähnlich anmutenden anderen Sätzen zu bestücken! Und da ich ja von Natur aus faul bin, beauftragte ich Tschättipity damit. Aber ach:

 

Hans spielt mit Lotte, Lotte spielt mit JaneJane spielt mit Willi, Willi ist wieder frohSuki spielt mit Leo, Sacha spielt mit BrittAdolf zündet Bücher an, Enrico macht auch mit

 

Diese KI ist so eine Pussy! Und hat von Kunst und Satire mal so gar keine Ahnung.

 

 

Okay, dann eben was Weichgespültes vom LLM zum Thema:

 

Hans spielt mit Lotte, Lotte spielt mit JaneJane spielt mit Willi, Willi ist wieder frohSuki spielt mit Leo, Sacha spielt mit BrittAdolf zündet Bücher an, Enrico macht auch mit. (Ihr seid abgefickt!)

 

(Den kleinen Adolf hoch im Baum finde ich ziemlich gut gelungen.)

 

 

 

4. November, kurz nach neun: Der Weihnachtsmarktweihnachtsbaum wird angeliefert, endlich.

 

4. November, kurz nach neun: Der Weihnachtsmarktweihnachtsbaum wird angeliefert …

 

 

 

Auf dem Platz vor dem Tivoli befindet sich seit letzter Woche ein Denkmal zu Ehren des Alemannia-Trainers, der 1999 kurz vor dem Aufstieg in die 2. Bundesliga verstorben war.

 

Denkmal Alemannia-Trainer Werner Fuchs Tivoli

 

Nun steht Werner Fuchs in Bronze dort allein auf weiter Flur.

 

Komm mal näher ran!

 

Denkmal Alemannia-Trainer Werner Fuchs Tivoli

 

Doch nicht so nah!

 

Geschaffen wurde das Werk vom Bildhauer Klaus Gehlen. Über den sollte ich auch mal eine Photoserie machen – immerhin lebt der noch.

 

 

Und außerdem über Hubert Löneke (Türelürelißje-Brunnen, Klenkes-Denkmal, Printenmädchen), Krista Löneke-Kemmerling (Stelzenläufer, Der Teufel und das Marktweib), Karl-Henning Seemann (Kreislauf des Geldes, Reiterringkampf, Brander Stier), Heinz Tobolla (Regenschirmdamen, Kehrmännchen, Menschen im Gespräch, Röhrenbrunnen, Kristallnachtdenkmal, Der Durchbruch), Kurt-Wolf von Borries (Bahkauvbrunnen), Wolfgang Binding (Spielende Pferde auf dem CHIO-Gelände, Kuhbrunnen Eilendorf, St. Georg beim Neuen Polizeipräsidium Aachen, diverse Werke im Aachener Tierpark) und natürlich Albert Sous (Kugelbrunnen, Lokomotive aus Stahl vor dem Westbahnhof).

 

Bilder aller dieser Skulpturen und Plastiken habe ich bereits im Archiv – es geht aber wahrscheinlich schneller, wenn ich sie nochmal vor Ort knipse, statt stundenlang die Festplatte zu durchforsten und dabei in alten Erinnerungen festklebe. (Fachbegriff »Photokistenphänomen«)

 

 

 

Pssst, ich verrate mal was:

Während ich Leuten erkläre, wie man Computer bequem und sicher bedient, lerne ich selbst auch immer noch hinzu!

 

Die Erkenntnis des heutigen Tages: Es gibt ein (relativ) neues Dateiformat für Photos und Grafiken mit der Endung .HEIC – das sagt einem aber keiner!

Ich stieß auf eine ganze Menge dieser komischen Dateien im Bilder-Ordner auf dem PC einer Schülerin, die sich nicht öffnen ließen, weil kein adäquates Programm installiert war.

 

Wie kommen die da hin? Was wollen die da?

 

Zunächst unterstellt man in einem solchen Fall ja mal, dass es sich um einen Virus handeln könnte, und ist vorsichtig. Ganz so schädlich war es nicht: HEIC heißt eigentlich HEIF und steht für »High Efficiency Image File Format« und soll ja sooo viel besser sein als JPG. Grafikdateien sollen damit bis zu 40 % kleiner sein können – hurra, die Welt ist gerettet!

(Während Unmengen von Energie für alberne KI-Spielereien und abartige Bandbreiten für das Streamen von allem und jedem verballert werden, sollen wir uns ein Loch in den Bauch freuen, wenn ein 8,64-MB-Photo nur noch 3,46 MB groß ist?)

 

Aber bitte, wer das machen möchte, soll es tun. Aktuelle Handys fragen da aber gar nicht groß: Dasjenige meiner Schülerin hatte einfach mal das Standardformat, in dem ihre Aufnahmen gespeichert werden, still und heimlich von JPG auf HEIC umgestellt – mit der Folge, dass sie ihre eigenen Bilder auf ihrem Computer nicht sehen oder weiterverarbeiten konnte.

 

Schlimmer noch: Sie hat sie gar nicht als Bilder erkannt! Und ich auch nicht – beinahe hätten wir sie gelöscht. (Und wie ich höre, geht es nicht nur ihr so.)

 

Erste Maßnahme: In den Handy-Einstellungen den »Kompatiblen Modus« einschalten.

Glücklich, wer das weiß und es beizeiten tat. Sonst zerschießt es einem erst mal alle Bilder und man muss sie anschließend mit einem entsprechenden Tool allesamt wieder in ein handliches, handelsübliches Format umwandeln.

 

 

 

Auf dem Platz für Demokratie ist neuerdings auch Platz für Rotorblätter.

 

Auf dem Platz für Demokratie ist neuerdings auch Platz für Rotorblätter.

 

Sie stammen vom »Fleißigen Lieschen«, der ältesten Windkraftanlage der Städteregion Aachen, die 31 Jahre lang brav elektrischen Strom geliefert hat. (Das war ein süßes Enercon E-18. Die 18 steht für den Rotordurchmesser in Metern – inzwischen gibt es gar Modelle namens E-175 …)

 

Die drei neunmeterlangen Flügel erhalten nun ein zweites Leben als »offener Ort zum Sitzen, Liegen und Verweilen, der die Menschen einlädt, das Objekt auf eigene Weise zu entdecken und zu nutzen«.

 

Okeee …

(Damit ist man recht schnell fertig.)

 

Im etwas zu himmelhochjauchzenden Beschreibungstext des Projekts heißt es weiter:

»Form des Übergangs: Die drei Rotorblätter werden unverändert auf Stahlständern befestigt und so zueinandergelegt, dass ein Raum zum Ausprobieren entsteht.« 

 

Check!

 

»Damit findet in Aachen eine Deutschlandpremiere statt: Zum ersten Mal werden intakte Rotorblätter einer Windenergieanlage im öffentlichen Raum gezeigt, künstlerisch gestaltet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.« 

 

Leute, holt die Kinder aus dem Bett!

 

Beziehungsweise lieber doch nicht. Lasst sie ruhen, morgen ist ein anstrengender Tag: Im öffentlichen Raum zeigen und der Öffentlichkeit zugänglich machen ist so ziemlich dasselbe – und was genau ist jetzt künstlerisch gestaltet daran?! Parallel nebeneinander geschraubt?

 

»Ein technisches Objekt, das sonst Windenergie erzeugt, wird so zum Teil der Stadt – und zeigt, dass Veränderung kein abgeschlossener Prozess ist, sondern ein ständiger Zustand des Übergangs – vom Energieerzeuger zum Stadtraum Objekt bevor die Flügel als konstruktive Bauelemente in der Freilichtbühne power*stage zum Einsatz kommen.« …

 

Überraschung: Veränderung ist kein abgeschlossener Prozess – wer hätte das gedacht … Tatsächlich™ ist Veränderung per definitionem der Wechsel von einem (alten) Zustand in einen anderen (neuen) Zustand. (Und für »ständiger Zustand« müssen wir einen Punkt abziehen!)

 

Das Engagement der Akteure, innen wie außen, in allen Ehren, aber wie soll ich's ausdrücken? Ich bin voll für Windkraft und finde es toll, dass man solch ein Geflügel nun auch mal anpacken und besitzen/besetzen kann und man erfährt, dass der Krams nach Dienstende nicht als Sondermüll granuliert verklappt, sondern sinnvoll weitergenutzt werden wird – aber ein »place to be«, so wie medienwirksam beschworen, wird das eher nicht …

 

Es sei denn, die Besucher des demnächst letztmalig stattfindenden Weihnachtsdorfs auf dem Büchel haben nichts dagegen, sich mit ihren Glühbieren, Käsespätzle und Empanadas in der Hand den Allerwertesten auf den babypopoglatten Rotorblättern abzufrieren.

 

Mein Bullshit-Radar hatte gerade ein Begräbnis der Nadel! Sagt doch einfach: Leute, hier seht ihr die Dinger, die drei Jahrzehnte geackert haben, damit es nicht dunkel wird bei euch daheim. Setzt euch mal drauf, habt Spaß – demnächst verbauen wir die Trümmer woanders!

 

 

 

Alexander Gauland grämt sich gerade öffentlich:

»Ich habe wegen der AfD praktisch alle meine Freunde verloren und einen Teil meiner Familie.«

 

Dann waren das wohl sehr gute Freunde!

 

Und seine Familie kann man sich anscheinend doch auswählen!

 

Vogelschiss-Alex war jahrzehntelang Unions-Mitglied und gründete 2013 – wohl, um seine CDU zu ärgern – mit dem Professor Bernd Lucke und dem Journalisten Konrad Adam diese sogenannte »Alternative«, die irgendwie den Euro wieder loswerden wollte. (Von den beiden anderen hat man nie mehr was gehört. Die Geister, die ich rief!)

 

Niemand hat Sascha gezwungen, diese Partei zu einer rechtsextremen Bewegung umzubauen, die Sprache des öffentlichen Diskurses zu vergiften und Hetze als Meinung zu verkaufen. (»Wir werden sie jagen!«) Mein Mitleid hält sich daher in Grenzen für einen, der gerade herausfindet, dass er der peinliche Onkel ist, neben dem beim Familientreffen keiner sitzen will.

 

 

Chattypitty verhält sich zwar regelkonform, aber schon so ein bisschen subversiv: Ich hatte als Vorlage ein Bild vom Gauleiter hochgeladen, worauf die KI sich entrüstete:

»Es tut mir leid — das kann ich so nicht umsetzen. Das gewünschte ›Symbolbild‹ würde eine real erkennbare Person (aus deinem Foto) in einem negativen, sozial unerwünschten Kontext darstellen. Das wäre eine problematische und potenziell diffamierende Nutzung des Bildes, weshalb ich es nicht bearbeiten oder entsprechend umdeuten kann.«

 

D'accord. Persönlichkeitsrechte sind zu achten. (Noch! Die werden sie zuallererst schleifen. Wie gesagt, sie werden uns jagen.) Also noch mal:

 

 

Nach dieser Anfrage wurde das ausgespuckt:

 

Gauland

 

Von einem hellblauen Hemd, einem breitkarierten braunen Jackett und einem Linksscheitel war nicht die Rede. Ich hatte nur den Dackel auf dem Schlips gefordert!

 

 

 

Mittwoch, 5. November 2025

Halloween ist zwar schon ein paar Tage vorbei, aber es sind immer noch ein paar Zombies unterwegs. Der eine, den ich aktuell sah, atmete schwer, ging schlurfend und gab ständig solche Laute von sich:

»Ähm«, »Hähähä«, »Sooo, meine Damen und Herren!«, »…, ja?«, »Was ist denn da passiert?«, »Eh …«, »Oder? Haha!«, »Sooo, …!«, »em« – und moderierte die »Stefan Raab Show«.

 

Sooo, meine Damen und Herrn, was ist denn da passiert? Komische Themenauswahl, unlustig präsentiert, keine Nippel mehr am Schreibtisch, sondern ein Tablet am Stehpult – wie traurig, wenn man sein eigenes Original nachmachen muss. Und schlechter ist!

 

Immerhin ein Plus in der Bilanz: Die Off-Stimme der Einspiel-Filmchen schlägt die von »TV total«. Manfred »Mannix« Winkens gegen Peter Rütten 1:0!

 

 

Fun-fact:

Die Bezeichnung »TV total« wurde vor über 30 Jahren zuerst von Peter Puck verwendet! Als Name einer Fernsehprogrammzeitschrift im Strip »SÜCHTIG!«, erschienen im Band »Keiner ist wie Rudi« von 1992.

 

Peter Puck: TV TOTAL

 

Funnier-fact:

Ich besitze sechs »Rudi«-Alben und wusste nicht, in welchem dieses Bild vorkommt – und habe es dennoch innerhalb von drei Minuten gefunden!

Wer die detailreichen Comics von Peter Puck kennt, weiß das zu würdigen. Man bleibt da gerne mal hängen bei der Suche und verschmökert sich … (Stichwort Photokistenphänomen.)

 

 

Zurück zu Raab: Er macht immer noch dieses Ding mit den Gästen. (Deren Manager sagen ihren »Stars« wohl, da gehste mal schön hin, Airtime bringt Umsatz.) Fünf Minuten vorher hatte er sie noch deftig verarscht.

 

In der heutigen Folge war Derya Akyol zu Gast, die gerade gepuscht wird wie sonst was. Meine FYP auf TikTok ist voll mit ihr. Sie ist Synchronsprecherin mit so einer Görenstimme, die trotzdem recht angenehm ist, und darf sich nun auch als Schauspielerin vor der Kamera verdingen.

 

(Ihr Onkel ist übrigens Peter Flechtner, der unbekannteste bekannte Synchronsprecher – den hat jeder schon mal gehört! Er ist die Stimme von Ben Affleck und tausenden Nebenrollern: Laut Deutscher Synchronkartei hat er 3.848 Charaktere gesprochen.)

 

 

 

Ein weiterer Zombie wird am Nikolaustag seinen Abschied vom Fernsehen begehen; zum wiederholten Male … Vielleicht sollten sie ihn diesmal nicht nur mit dem Bagger rausfahren. (Wir werden berichten!)

 

 

 

Schon wieder so ein Supervollmond – diesmal aber wirklich!

 

Superdupervollmond

 

Er war 30.000 km näher an uns also sonst: Ich habe ihn daher nicht ganz geframet* bekommen. Also nicht ganz aufs Bild, in den Rahmen: Bei dieser Aufnahme mit 800 Pixeln Breite ist jeder Bildpunkt in Originalgröße 1zu1.

 

*) »geframt« wäre korrekt, »geframet« ist aber eingängiger – und »geframed« ist totaler Quatsch. (Außerdem: Anglizismen sind Bullshit.)

 

 

 

Donnerstag, 6. November 2025

Nach 136 Jahren muss das »Traditionsunternehmen« Listmann seine Filialen schließen – bis auf eine: Die Aachener Dependance wird von Frankenne übernommen.

 

Listmann = Frankenne

 

 

 

Noch ein bisschen Gossip aus den U.S. of A.:

New York City bekommt einen neuen Bürgermeister. Zohran Mamdani hat im Wahlkampf gepunktet mit bezahlbaren Mieten, gratis Schulessen, Bussen und Kinderbetreuung für alle. Finanziert werden soll der Kram dann auch noch mit höheren Steuern für Reiche … – kurz: Sozialismus pur!

(Wahlen gewinnen mit einem sozialdemokratischen Programm?! SPD, schreib mal mit!)

 

Leider wird die Freude nur von kurzer Dauer sein: Trump will doch wieder Atombomben testen lassen …

 

NYC

 

 

 

Freitag, 7. November 2025

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da.

 

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da.

 

Dieses Automobil in der Oppenhoffallee wohl schon länger …

 

 

 

Wow, mein Insta-Beitrag hat 296 Nicht-Follower erreicht – holt den Champagner raus!

 

Wow!

 

Diesen »Content« sollte ich mal bewerben, das ist ja klar …

 

Ich habe keine Ahnung, warum aufwendig produzierte Photos, durchdachte Bilder und einmalige Aufnahmen bei Instagram auf so wenig Widerhall stoßen. Aber so ein aus dem Handgelenk geschossenes Besäufnis-Selfie punktet?!

 

 

 

Vernissage in der »Galerie Freitag 18.30« – wieder einmal passenderweise freitags um 18:30 Uhr. Und wieder einmal mit Werken von Silke Schoener und neu von Marie-Jamil Schwab.

 

Vernissage »Galerie Freitag 18.30« – Silke Schoener  Marie-Jamil Schwab

 

Vernissage »Galerie Freitag 18.30« – Silke Schoener  Marie-Jamil Schwab

 

Vernissage »Galerie Freitag 18.30« – Silke Schoener  Marie-Jamil Schwab

 

Vernissage »Galerie Freitag 18.30« – Silke Schoener  Marie-Jamil Schwab

 

Vernissage »Galerie Freitag 18.30« – Silke Schoener  Marie-Jamil Schwab

 

Vernissage »Galerie Freitag 18.30« – Silke Schoener  Marie-Jamil Schwab

 

Vernissage »Galerie Freitag 18.30« – Silke Schoener  Marie-Jamil Schwab

 

 

 

Samstag, 8. November 2025

Ich wurde schon wieder genötigt, »The Masked Singer« anzuschauen. (Doch eine Flasche Rotkäppchen stimmte versöhnlich.) Und es war ja auch nur das Ende. Chefmoderatorin vom Dienst war Veronika Feldbusch Verona Poth – wer hätte je gedacht, dass man sich mal Ruth Moschner zurückwünschen würde!

 

 

 

Sonntag, 9. November 2025

Nein, das ist kein Teilnehmer von TMS …

 

Couven-Museum

 

Sondern ein Exponat im Couven-Museum.

 

Couven-Museum

 

Couven-Museum

 

Couven-Museum

 

Couven-Museum

 

Couven-Museum

 

 

 

Der »Goldene Schwan« am Markt hat wieder geöffnet, und zwar renoviert und mit reizvollem Konzept: kulinarische Deutschlandreise!

 

Goldener Schwan

 

Es gibt dort:

  • Aachener Sauerbraten (War ja klar!)
  • Schwäbische Maultaschen
  • Münchner Weißwürste
  • Kölsches Himmel un Ääd
  • Berliner Currywurst
  • Tafelspitz mit Frankfurter Grie Soß
  • Thüringer Rostbratwurst
  • Fischsalat nach norddeutscher Art
    (Allerdings mit »hausgemachtem Maracuja-Dressing« – was soll das denn?!)
  • Original Wiener Schnitzel
    (Okay, wir hatten nicht ausgemacht, in den Grenzen von wann dieses Deutschland denn sein sollte …)

 

Meine Wahl fiel auf das Fränkische Schäufele, denn das bekommt man nördlich des Mains eher selten – und es ist echt langwierig in der Zubereitung. (Im Prinzip ist das so etwas wie eine Schweinshaxe, es stammt aber von woanders (topographisch und anatomisch) und ist eleganter.)

 

Fränkisches Schäufele

 

Auf dem Bild sieht das Ganze zwar unspektakuär aus, aber es war sehr lecker! Die Schwarte war knusprig und das Fleisch war wunderbar mill. Das heißt, es zerfiel so sanft und meerstille, dass man mit Löffel und Gabel hätte speisen können. Quasi wie Pulled Pork sein Großvater.

 

Um die Speisekarte zu perfektionieren, würde ich noch hinzufügen:

  • Düppeskuchen (Eifel)
  • Labskaus (Bremen)
  • Saumagen (Pfalz)
  • Grünkohl mit Pinkel (Niedersachsen)
  • Handkäs mit Musik (Hessen)
  • Fischbrötchen (Hamburg)
  • Birnen, Bohnen und Speck (Schleswig-Holstein)
  • Schwarzwälder Kirschtorte (Von wo wohl?)
  • Königsberger Klopse (Preußen …)

 

 

 

Montag, 10. November 2025

AD↯AC sind wieder auf Tour!

 

AD/AC

 

 

 

Ich auch:

 

Hermann-Heusch-Platz Annastraße

 

Hermann-Heusch-Platz Annastraße

 

(Krista Löneke-Kemmerling)

 

Hermann-Heusch-Platz Annastraße

 

Hermann-Heusch-Platz Annastraße

 

Maria Julius August Aloys Aegidius Hermann Heusch

 

 

 

Mal was für die jüngere Leserschaft: Six, seven!

 

 

 

Dienstag, 11. November 2025

Elisengalerie, ernsthaft? Jetzt schon?

 

Elisengalerie

 

(Gibt der Herr rechts ein Warnzeichen?)

 

 

 

11:11 Uhr, alles ist friedlich.

 

Das änderte sich zur arbeitnehmerfreundlichen sechzehnten Stunde: Eine illustre Runde gab sich mit viel Spaß an der Freud ein Stelldichein am Holzgraben.

 

Mir ist grad so gar nicht nach Karneval!

 

Nach fast sechs Stunden Umpa-Umpa-Umpa-Beschallung, tausend Rückungen, zweitausend Lobpreisungen va onns schönner Heamatstadt un va onns schönner Moddersproach und dreitausend Mal Oche Alaaf! herrscht nun hoffentlich Weihnachtsfrieden!

 

 

In der Zwischenzeit könnten einige Akteure ja endlich mal lernen, dass man den Klenkes vorhand zeigt!

 

Dass denen das nicht auffällt: Es gibt so gut wie keine freundliche Geste, bei der der Handrücken nach vorne zeigt! Drohende Faust, erhobener Zeigefinger, Vogel-zeig-Finger, Stinkefinger – das alles ist nicht nett gemeint.

 

Will man positiv nonverbal kommunizieren, bietet man seine Handinnenfläche dar: Winken, Okay-Zeichen, Peace-Zeichen, Metal-Hörner, Fünf-Bier-für-die-Männer-vom-Sägewerk-Zeichen.

 

Eine kleine Ausnahme ist vielleicht Daumen-hoch.

 

Und aufpassen sollte man, wenn man als Engländer in einem Nazikeller drei Bier bestellt!

 

(Ich stelle mir gerade vor, wie die werte Leserschaft alle diese Handgesten ausprobiert hat!)

 

 

 

Mittwoch, 12. November 2025

D’r Zoch kütt … nicht.

Eigentlich sollte der Hauptbahnhof von Köln (am Rhein) ab übermorgen für zehn Tage weitestgehend dichtgemacht werden, damit ein neues, digitales Stellwerk in Betrieb genommen werden kann, mit dem dann alles besser wird. Nun wurde aber ein Fehler in der Software entdeckt, so dass das alte Stellwerk vorerst weitergenutzt wird. Die angekündigte Sperrung ab Freitagabend kommt aber dennoch! (Sowie eine weiter, wenn das Proggie demnächst dann ohne Bugs funzt.)

 

 

 

Donnerstag, 13. November 2025

Von hinten sagt mir gerade einer ein: »Bedenke, dass Du sterblich bist!«

 

Memento mori!

 

In meiner Mittagspause machte ich eine Exkursion zum Westfriedhof. Beziehungsweise zu beiden: Es gibt ja den Westfriedhof I (südlich der Vaalser Straße) und den Westfriedhof II, (nördlich der Vaalser Straße), früher feinsäuberlich nach Konfessionen getrennt.

 

Numero uno wurde einst protestantisch belegt:

Die Evangelen bestatteten ihre Toten dunnemals auf dem Friedhof Güldenplan, heute ein Teil des Stadtparks.

Numero zwo beschickten die Katholen, nachdem es auf dem Ostfriedhof zu voll zu werden drohte.

 

Hier wie dort kann man eine Menge verwesende gewesene Leute entdecken, nach denen etliche Straßen, Plätze und Errungenschaften benannt sind: Von Görschen, Delius, Püngeler, Robens, Servais, Lochner, Pastor, Suermondt, Monheim, Veltmann, Honigmann, Haniel, Clermont, Sinn, Kittel, Kittel, Kittel. Und wenn man ganz viel Zeit hat, kann man jede Personalie in der Wikipedia retcherschieren.

 

Westfriedhof Aachen im Herbst

 

Westfriedhof Aachen im Herbst

 

Westfriedhof Aachen im Herbst

 

Westfriedhof Aachen im Herbst

 

Westfriedhof Aachen im Herbst

 

Westfriedhof Aachen im Herbst

 

Westfriedhof Aachen im Herbst

 

 

Für meinen Geschmack herrschte da heute viel zu viel Leben!

 

Zum einen liefen da eine Menge Jogger rum!

 

Zum anderen liefen da eine Menge Jogger rum!

 

Zum anderen hatte ich vergessen, dass auf einem Friedhof ja gelegentlich auch Leute beerdigt werden … Und heute Mittag war es wohl wieder so weit. (Es hatte den Ingo erwischt, wie ich von einer Passantin erfuhr, die auf dem Weg zur Beisetzung war.) Der Trauergemeinde wich ich aus, indem ich auf Westfriedhof I startete – auch wenn ich aufgrund meines stets unbunten Habits jederzeit in der Lage wäre, dezent einer Trauerfeier beizuwohnen. Aber Photographien sind bei solch einem Anlass doch eher unbeliebt …

 

 

Witze mit Namen Verstorbener verbieten sich eigentlich, aber: »Geduldig« zu heißen beim Warten auf die Auferstehung, das ist schon lustig.

(Sollen sie sich doch beschweren! Was wollen sie groß tun? Mich des Nachts heimsuchen? Pah, die Marmor- und Granitplatten sind massiv und schwer!)

 

 

UNSERER VERGESSLICHEN ELSE

 

Sorry Else, unvergesslich natürlich. Betrügen per Photographie. Aber ich befürchte dennoch, dass es niemanden mehr gibt, der sich noch an dich erinnern könnte …

 

 

Videoüberwachung eines Grabes?! Weil einer die blauen Keramikkugeln mopsen könnte?

 

"Dieses Grab wird Video überwacht !"

 

Komm ich getz in Fernsehn? – Wahrscheinlich nicht. Ich konnte jedenfalls nirgendwo auch nur eine einzige Kamera entdecken.

(Aber gleich drei Fehler: zweimal Plenking und einmal fehlender Bindestrich!)

 

 

Wechsel über die Vaalser Straße auf Westfriedhof II.

 

Wechsel über die Vaalser Straße auf Westfriedhof II.

 

Westfriedhof

 

Hallo liebe Liebenden! Fette, fette Mistelpüngel in the air – darunter ist gut knutschen!

 

Mistletoe

 

Es sei denn, ihr seid gallische Druiden und habt gerade eure goldene Sichel zerbrochen. Gute Sicheln sind rar! Auf nach Lutetia!

 

 

 

 

Ein besonderer Hingucker ist der neugotische Campo Santo. Wenn man in dieser Grufthalle liegen darf, dann hat man’s geschafft!

 

Ein besonderer Hingucker ist der neugotische Campo Santo.

 

Ein besonderer Hingucker ist der neugotische Campo Santo.

 

Ein besonderer Hingucker ist der neugotische Campo Santo.

 

 

Ein bisschen irritierend finde ich frische Gestecke und gleichzeitig die Reklame auf den Pins, auf denen steht, welche Firma für die Grabpflege zuständig ist – während der Grabstein dahinter zusammengebrochen ist!

 

Westfriedhof

 

Westfriedhof

 

Westfriedhof

 

 

Neben historischen Werken fand ich auch zeitgenössische Kunst:

 

Objekt (Künstler unbekannt; ohne Titel; Mixed Media, Polyethylen und verzinkter Stahl; Provenienz ungeklärt)

 

Dieses Objekt (ohne Titel; Künstler unbekannt; Mixed Media, Polyethylen und verzinkter Stahl; Jahr und Provenienz ungeklärt) überführt industriell massengefertigte Readymades in einen ästhetisch aufgeladenen Kontext im öffentlichen Raum. Das Ensemble der radial angeordneten, monochromen Objekte erinnert an Prinzipien der Minimal Art und die klare, funktionalistische Struktur der Systemkunst der 1960er Jahre. Die serielle Reihung und die Farbdominanz des satten Grüns erzeugen einen starken optischen Rhythmus und eine unheimlich visuelle Kraft. Die Installation arbeitet mit der Transformation des Alltäglichen: Ein banales Objekt wird seiner gewöhnlichen Funktion enthoben und in einen neuen, öffentlich sichtbaren Zusammenhang gestellt. Durch diese Befreiung aus althergebrachter Zweckgebundenheit entsteht eine poetische Irritation. Dieser Vorgang knüpft an Duchamps Readymade-Konzept an, erweitert es aber um eine explizite Raumwirkung – und kann dennoch als eine Reminiszenz an Renoirs »Mädchen mit Gießkanne« von 1876 gelesen werden.Durch die Sicherung mit Schlössern entsteht ein Spannungsfeld zwischen Zugänglichkeit und Kontrolle, zwischen Regulierung und Kritik am Konzept des Eigentums an sich, zwischen kollektivem Gebrauchswert und künstlerischer Setzung. Die Ästhetisierung des Seriellen reflektiert moderne Produktions- und Konsumlogiken – die Gießkanne als standardisierter Massengegenstand wird zur Manifestation eines konsumierenden Alltags und schärft so den Blick auf die Beziehung zwischen öffentlichem Raum, Objekt und Mensch als So-Seiendem.

Außerdem regt es zum Nachdenken an und lädt zum Verweilen ein …

 

 

 

Noch was Buntes: Streetart im Deliusviertel.

 

Streetart im Deliusviertel

 

 

 

Freitag, 14. November 2025

Eine weitere Exkursion in Sachen Friedhofskultur führte mich über den bereits erwähnten Friedhof Güldenplan.

 

Güldenplan

 

Lochner

 

 

 

Eigentlich war ich nur auf dem Weg zu den Bienenstöcken im Stadtpark. Ich hatte gehört, dass die Asiatische Hornisse dort ihr Unwesen treibt. Und tatsächlich™:

 

die Asiatische Hornisse

 

Vespa velutina snackt mal eben unsere ganzen Honigbienen weg, trotz Hamsterdraht.

 

die Asiatische Hornisse

 

Herr Merz, Herr Dobrindt, Frau von der Leyen, gegen diese invasiven Arten dürften Sie gerne mal was tun: Grenzkontrollen, Push-backs, Abschiebungen, kein Familiennachzug!

 

die Asiatische Hornisse

 

Im Ernst, der aktuelle Völkermord an unseren Bestäuber-Insekten könnte noch zu einem fetten Problem werden. Ich möchte und könnte nicht auf Apfel-, Birnen-, Kirsch-, Pflaumen-, Aprikosen-, Pfirsich- oder Mandelbäume klettern und Pollen in Blüten pinseln!

 

(Ich übertreibe? Wir erinnern uns kurz an vor knapp sechs Jahren, als es hieß, es gebe da so eine neue Viruskrankheit im fernen China …)

 

 

 

Kongressdenkmal

 

 

 

Eiguggemoldo: In einem leeren Ladenlokal am Kaiserplatz erblickte ich den NIMBUS 3000, äh den Abfallsauger Glutton® H₂O Perfect®!

 

Abfallsauger Glutton® H2O Perfect®

 

Warum versteckt der Stadtbetrieb dieses famose Gefährt hinter Glas, statt es dutzendfach in der Innenstadt zum geräuscharmen Einsatz zu bringen?!

 

 

 

Die nächste Etappe meiner sepulkrale Tournee war der Ostfriedhof.

 

Ostfriedhof Aachen

 

Ostfriedhof Aachen

 

Ostfriedhof Aachen

 

Ostfriedhof Aachen

 

Ostfriedhof Aachen

 

Ostfriedhof Aachen

 

Auch dort ruhen ein paar Promis, Oppenhoff, Berdolet, Cassalette, Guaita, Kaatzer, Heusch, Lambertz, Reumont, Schervier, Talbot, Wüllner.

 

Ostfriedhof Aachen

 

Und Schweitzer!

 

Ostfriedhof Aachen

 

Ostfriedhof Aachen

 

Ostfriedhof Aachen

 

Ostfriedhof Aachen

 

Ostfriedhof Aachen

 

 

Auch hier postmoderne Kunst:

 

Ostfriedhof Aachen

 

Ginkgo gelb Ostfriedhof Aachen

 

Ostfriedhof Aachen

 

 

 

Aber ach, das Klima gibt’s ja auch noch!

 

Fridays For Future

 

Während im brasilianischen Belém das jährliche (Ober-)Klassentreffen COP30 stattfindet, gehen hier die Fridays nochmal auf die Straße.

 

Fridays For Future

 

Fridays For Future

 

Fridays For Future

 

Fridays For Future

 

Fridays For Future

 

Die Reporterin des WDR kam auf mich zu und fragte: »400, einverstanden?«

 

Ich war perplex: Was meinte sie damit? 400 Euro für die Photos? War ich gebucht? Was habe ich vergessen? Kenne ich sie?!

 

Auflösung: Sie wollte meine Schätzung haben, ob es wohl 400 Teilnehmer wären …

 

Nach kurzem Panorama-Scan bejahte ich. Sie hatte auch mit anderen gesprochen. Und so hieß es in der nachfolgenden Berichterstattung allüberall, 400 Leute haben teilgenommen.

 

Ob es stimmt oder nicht: Es waren auf jeden Fall zu wenige!

Hallo, es war Freitagnachmittag, da haben alle Schulen zu. Und auch die meisten Arbeitnehmer hatten sicher schon Wochenende. (Die haben aber wahrscheinlich keinen Parkplatz in der Innenstadt gefunden …)

 

Fridays For Future

 

 

 

Am Marschiertor befindet sich ein weiteres Werk vom oben erwähnten Klaus Gehlen: ein Pennsoldat beim Schnitzen.

 

Pennsoldat am Marschiertor

 

Pennsoldat am Marschiertor

 

Pennsoldat am Marschiertor

 

 

 

Erstmal ein Tässchen Käffchen!

 

NEWSHA

 

 

 

200 Jahre RIP Jean Paul.

 

200 Jahre RIP Jean Paul

 

(Der Fachbegriff für so was lautet übrigens »KI-Slop«.)

 

 

 

Samstag, 15. November 2025

Samstagfrüh gehe ich am liebsten einkaufen. Um sieben Uhr ist die Welt noch … James Last setzt ein, ist ja bekannt.

An der Ecke Büchel/Dahmengraben fiel mir auf, dass sich das lang vakante Ladenlokal nun mit Leben füllt: Ein 3D-Druck-Geschäft hielt Einzug. Kurz überlegte ich, da mal ein Photo von zu machen. Ach was, mach ich später!

 

Um halb acht war ich schon wieder zuhause – und bekam von dem Feuerwehraufmarsch in der Nachbarschaft gar nichts mit. Erst als ich später den Bus zu einem Photoeinsatz schnappen wollte. Feurio! Die Peterstraße stand voll mit mindestens zehn großen Feuerwehrautos: Im neuen Druckerladen hat es gebrannt!

 

Feurio! Heiliger Sankt Florian

 

Heiliger Sankt Florian, lass mein Haus stahn, zünd andre an!

 

willowprint

 

Wie ich später erfuhr, wurde niemand ernsthaft verletzt. Auch fünf Katzen konnten gerettet werden.

 

Vor ein paar Wochen gab es da als Interimsnutzung noch bunte Fine Art von Ales Vega zu sehen.

 

Ales Vega Fine Art

 

Ales Vega Fine Art

 

 

 

Sonntag, 16. November 2025

Dieser Tage durfte unser Bundeskanzler seinen 70. Geburtstag feiern. Soeben las ich die Meldung: Drei Viertel der Wähler wollen keine zweite Amtszeit Merz.

 

Fun-fact: Drei Viertel der Wähler wollten auch schon keine erste Amtszeit Merz!

 

 

 

Montag, 17. November 2025

Die Kessler-Zwillinge sind gestorben. Am selben Tag …

 

So ein Zufall!

 

Nicht.

 

In den Nachrichten kam ein Nachruf – und der Hinweis, dass sie in ihrem Haus »leblos« aufgefunden worden seien. Das ist die verklausulierte Form für: Man wurde wohl selbst tätig.

 

Die Nachrichten berichten für gewöhnlich nicht über Suizide, weil das die Leute ja »auf Ideen« bringen könnte (Werther-Effekt). Hey, wenn die Nachrichten Leute auf irgendwelche Ideen bringen könnten, wären sie längst verboten!

 

Wenn ich fast 90 wäre, diese fast 90 Jahre mit meinem Zwillingsgeschwister verbracht hätte und dann gemeinsam Bilanz zöge, dass es von nun an nicht mehr kommod weitergehen wird, dann würde ich auch Maßnahmen ergreifen.

(Von denen ich bisher dachte, dass sie in Deutschland gar nicht erlaubt wären.)

Die letzten Meter sind selten schön. Ich würde gerne gehen, solange ich noch gehen kann.

 

Dankenswerterweise taten sie es im Privatem, daheim. Statt sich vor irgendwelche Fahrzeuge zu werfen und zig Menschen ein lebenslanges Trauma zu verpassen.

 

 

 

Dienstag, 18. November 2025

40 Jahre Calvin und Hobbes!

 

 

 

Men at work bei den Gasballons. Keine Atempause, Geschichte wird gemacht – es geht voran!

 

Gasballons

 

Denn die Jungs sind schnell: In den paar Minuten vor Ort sind etliche frisch rausgeschweißte Segmente zu Boden gedonnert. Und es roch wie an Silvester. »Schweißen« ist hier eigentlich der falsche Begriff; dabei wird ja etwas zusammengefügt. Korrekt wäre »Brennschneiden«.

 

Gasballons

 

Gasballons

 

Aber egal wie: Wenn so ein metallenes Trumm scharfkantig herunterkommt, steht man besser nicht darunter!

 

Gasballons

 

Gasballons

 

 

 

Cloudflair ist down!

Ich habe mich nie groß darum geschert, wie dieses Internet unter der Motorhaube eigentlich funktioniert. Adresse eintippen, Enter drücken und dann flitzen diese Elektronen mal hier hin und mal dorthin. Kurz danach sehe ich willige wollüstige Weiber weltweite Wunder-Welten (WWW) auf dem heimischen Display und das reicht mir.

 

Anscheinend ist dieses Wolkenflair aber ziemlich wichtig. Denn weil es heute nicht funktioniert, sind eine ganze Menge Seiten out of order; Twitter und Chatti und noch mehr.

 

Cloudflare down

 

Ich meine mich erinnern zu können, dass der große Reiz am Internet ja mal war, dass es aufgrund seiner vernetzten Struktur gegen einzelne Ausfälle gewappnet ist. Also falls der böse Russe mal angreift. Weil sich die Datenpakete dann einfach einen anderen Weg durch die Knotenpunkte suchen.

Nachdem die ursprünglichen Verheißungen des öffentlichen Internets schon ziemlich am Ende sind (Demokratisierung von Wissen, freier Zugang zu Information, globale Verständigung, kultureller Austausch, gegenseitiges Verständnis, friedliche Beziehungen, neue Formen der Teilhabe), macht die schnöde technische Infrastruktur nun also auch schon schlapp.

 

 

 

Das Stadtbild schmückt sich mit weihnachtlichem Putz.

 

Herner Truck Sperre

 

Die Herner Truck-Sperren stehen nachts unbewacht hier rum – bin gespannt, wann die ersten geklaut werden …

 

 

 

Dass ich das noch erleben darf: Der A1-Lückenschluss rückt näher!

 

Lückenschluss!

 

Ist wahrscheinlich kriegswichtig. Egal: Bitte baut das Ding fertig! Bald. Jetzt. Sofort!

 

Seit fast 40 Jahren kriege ich mit, wie da rumgeeiert wird: Mal scheitert’s am Geld, mal an Genehmigungen, mal an Planfeststellungsverfahren, Entwurfsplanungen, Planungsprozessen, Leistungsphasen, Bedarfsplanungen, anwendbaren Vorschriften, Zuständigkeiten, Planfeststellungsbeschlüssen, Anhörungsverfahren, komplexer Planungstiefe – und mal an irgendeinem losten Viech, das da wohl kreucht oder fleucht. Ich bin ja ein großer Freund vom von Vögeln, aber scheiß mal auf die dreiflügelig gedackte Goldamster: Die Biester können fliegen – also sollen sie‘s verdammt nochmal auch tun!

 

Tausende Autos und Lastwagen fahren ohnehin täglich auf dieser gedachten Strecke gen Südwesten – aber bitte bald nicht mehr durch enge Eifeldörfer. Fürs gehende Wild kann man ja schön breite Grünbrücken bauen, so wie es sie bereits bei der A1 und der A60 gibt. Das schont Pelz und Lack.

 

 

 

Neben diversen unlustigen Geschmacklosigkeiten haut die Titanic doch schon noch mal einen raus:

»Trump außer sich: Alpensalamander zum Lurch des Jahres gewählt!«

 

Aber da kann KI helfen:

 

Lurch des Jahres

 

 

 

Mittwoch, 19. November 2025

Herzlichen Glückwunsch zum Namenstag Elisabeth!

 

Sowie Babette, Bess, Beth, Betje, Betsy, Bettie, Bettina, Buffy, Elisa, Elisabeta, Elise, Eliza, Elizaveta, Ella, Elli, Elsa, Else, Elsbeth, Elsie, Ilsa, Ilse, Isa, Isabeau, Isabel, Isabella, Isobel, Iza, Izabel, Jelisaveta, Liana, Liesbeth, Liese, Liesel, Liesje, Liliana, Lilibet, Lilien, Lillian, Lilly, Lisa, Lisbet, Lise, Lisette, Liss, Lissi, Liz, Liza, Lizaveta, Lizette, Lizzie, Lys, Sabeth und Telse!

 

Es gibt noch mehr Varianten, wenn man nie gehörte internationale Versionen hinzunimmt, die ich gar nicht lesen, geschweige denn aussprechen kann; sowie die unterschiedlichen Schreibweisen mit oder ohne E vorne, mit s oder ss oder z oder zz, mit oder ohne th, mit v statt b, mit i oder ie, doppelten Konsonanten oder lustigen diakritischen Zeichen allüberall und so weiter: Beileag, Bethan, Beti, Bözsi, Ealisaid, Eilís, Eilish, Eliška, Eliso, Elixabete, Elżbieta, Erzsébet, Erzsi, Isibéal, Jela, Jelica, Sibéal, Špela, Yelysaveta, Zsóka, Ελισάβετ, Бети, Вета, Ела, Єлизавета, Јела, Јелисавета, Јелица, Лизавета, ელიზა, ელისაბედ, ელისო, ლიანა und אֱלִישֶׁבַע.

 

Wenn man sich nicht ums genaue Patronat schert, können Elisabeth und ihre Derivate ganze 15 Mal im Jahr Namenstag feiern! (Das schlägt ja sogar uns feierfreudige Thomasse.)

 

Wer hätte das gedacht: Eine Bettina ist eine Lisa ist eine Else ist eine Lilly ist eine ელისო …

 

 

Dazu passend:

Das »Bildnis Elisabeth Lederer« ist 180,4 mal 130,5 Zentimeter groß, etwa 109 Jahre alt – und 236,4 Millionen US-Dollar teuer. Am Dienstag wurde das Werk des österreichischen Malers Gustav Klimt im New Yorker Auktionshaus Sotheby’s versteigert; damit ist es nun das zweitteuerste je bei einer Auktion verkaufte Werk der Kunstgeschichte.

 

Ich sollte noch mal was malen!

 

 

 

Donnerstag, 20. November 2025

Wunder gibt es immer wieder: Trump unterzeichnet das Gesetz zur Freigabe der Ebstein-Akten!

 

(Christian Bruhn wird darin nicht erwähnt.)

 

 

 

Jubiläum: 40 Jahre MS-Windows!

 

Heute vor vierzig Jahren kam dieses meistgehasste Betriebssystem von Microsoft auf den Markt. Die ersten Versionen waren zwar nicht der Rede wert, doch später, ab Version 3, begann damit die Erfolgsgeschichte der Personal-Computer in heimischen Wohnzimmern. (Sowie mit Knebelverträgen mit PC-Herstellern, die alle ihre Geräte mit Windows ausstatten mussten …) Das Versprechen: Jeder sollte ganz leicht einen Computer nutzen können.

 

Na ja …

 

Bis heute ist die Nutzung von Computern recht komplex. Quasi täglich stößt man an ein Hinderns. Aus diesem traurigen Anlass eine kleine, teils (nur teils) melancholische Rückschau:

 

Windows 1.0

Numero 1 stammt wie oben erwähnt aus dem Jahre 1985. Ein Meilenstein damals, wie man liest, denn man musste dadurch keinen kryptischen Code mehr in eine Kommandozeile tippen, sondern konnte locker flockig in einem GUI rumklicken. Damit hatte ich aber noch nichts zu tun: Bei mir stand gerade ein flammneuer C64 samt Datasette und Joystick rum – selbstverständlich »für die Schule« …

 

Windows 2.x

Kennt das überhaupt ir-gend-je-mand?!

 

Windows 3.0

Wir schreiben 1990, es wird wärmer …

 

Windows 3.1

… noch wärmer … Ich glaube, diese Version hatten wir 1993 daheim, ließen aber bald updaten auf:

 

Windows 3.11

Da simma dabei! Der erste PC im elterlichen Haushalt besaß eine einfach zu bedienende grafische Nutzeroberfläche und lief einigermaßen stabil. Es gab zwar eine 8.3-Beschränkung (Kiddies, googelt selbst, was das war!), aber Drag & Drop und die heute noch gern und häufig genutzten STRG+C und STRG+V-Kombis funktionierten schon!

 

Windows 95

Damit wurde alles besser! Sehr viel besser. Und der weltweite Siegeszug der Compis durch heimische Wohnzimmer begann endgültig. (Auch wenn man ich glaub 13 3½"-Disketten für seine Installation benötigte … Also im Prinzip zweimal auf den Auslöser meiner Kamera drücken …)

In meiner Studenten-Kemenate im Kaltbachgässchen gab es aus Kostengründen einen kleinen Rückfall auf ich weiß nicht mehr welches Betriebssystem:

1996 bekam ich von einem netten Nachbarn einen ausgemusterten 386er-PC zur Verfügung gestellt, auf dem ich morgens, abends und nächtens meine Diplomarbeit tippte.

(Nachmittags hielt ich Siesta. Oder ging ins Kino. »Goldeneye« in der 15-Uhr-Vorstellung im BAVARIA (†) war cool – mit James allein die Welt retten! Aber ich schweife schon wieder ab …)

An diesem monochromen 386er war nur wenig »grafisch«: Der Moni war schwarz mit grüner Schrift, es befand sich bloß ein einfaches Schreibprogramm darauf (mit ohne Formatierungsmöglichkeiten) – und das einzige verfügbare Spiel war eine Drahtgitter-Version von Tetris. (Was sehr vorteilhaft war, denn nur so habe ich diese famose Abschlussarbeit maximal unprokrastinativ innerhalb der Spielzeit zum Ende gebracht!)

Formatiert, layoutet und ausgedruckt wurde dann auf der WIN-Kiste im Rechenzentrum in der Heimat.

 

Windows 98

Und vor allem Windows 98 SE (Second Edition).

Joah … was soll ich sagen? Damit kam dann Klickibunti in die WIN-Welt.

 

Windows Me (»Millennium edition«)

Was. Ein. Dreck! Das wahre Y2K-Problem. Ich hatte es kurz aufgespielt und sofort wieder runtergeschmissen. Es war langsam und lief sehr instabil. Man hätte es auch »Blue Screen of Death« nennen können.

 

Windows 2000

Die interne Bezeichnung bei Microsoft lautet Windows NT 5.0. Und sagt mir so gar nichts.

 

Windows XP

Bestes WIN! Bis auf ein paar Kleinigkeiten hätten sie das beibehalten können. Klickibunti war damit zwar on its peak – aber das »Grüne Idylle«-Hintergrundbild ist heute noch ikonisch.

Wer nicht weiß, wovon ich rede: Teletubbie-Land! Das Bild des ursprünglich für den Weinanbau genutzten Hügels wurde 1996 im kalifornischen Weinanbaugebiet von Sonoma County in der Nähe von Napa aufgenommen – falls Jauch mal fragt!

 

Windows Vista

Diesen Schietkram von 2007 hab ich mir nur installiert, weil es hieß, dass die Rechner in der VHS Jülich das nun draufhaben – und es ist da ja schon sehr praktisch, wenn man mal mit dem Betriebssystem zu tun hatte, welches man seinen Teilnehmern erklären soll …

 

Windows 7

Nach Vista konnte es nur besser werden.

 

Windows 8 und 8.1

Ja, genau, das war das mit dieser Kachel-Scheiße und ohne Startmenü! Es hat ewig gedauert, sich mit Patches daraus wieder einen sinnvoll nutzbaren Computer zurechtzustricken.

 

Windows 10

Man ließ die Numero 9 mal eben aus und sprang direkt auf Version 10, die dann das letzte Windows ever sein würde. Wirklich! Echt! Tatsächlich™!

 

Danach kam dann:

 

Windows 11 …

Das ist die Version, auf der wir aktuell rumhängen. (Dankenswerterweise wird der Support für WIN10 doch noch ein Weilchen fortgeführt, sonst hätte Microsoft schon wieder per Handstreich eine ganze Armada von voll funktionierender Hardware zu Elektroschrott degradiert!)

 

Den ganzen Server-, NT-, CT-, R2-, RT- und Phone-Krams sowie die Unterscheidung in Home und Professional und Wasweißich hab ich hier jetzt mal ausgelassen – das ist so gar nicht meine Welt. Desgleichen die diversen »Service Packs«, mittels denen die Kisten am Kacken gehalten wurden, wenn die Entwickler der ursprünglichen Bananen zu früh Feierabend gemacht hatten.

 

 

Wer jetzt sagt: »Aber Linux ist doch sooo viel besser!«: Da passen meine Programme aber nicht dazu! Vom Workflow und Datenaustausch mit normalen Menschen ganz zu schweigen.

 

Und den ganzen Apple-Kram halte man mir bitte vom Leib!

 

 

Ich bin gespannt, wann der Windows-Explorer endlich mal eine gescheite Suchfunktion bekommt. Und wann das Teil sich die letzten Einstellungen merken kann: Ist es zu viel verlangt, in einem Ordner mit .DOCs die Detailansicht in umgekehrt chronologischer Reihenfolge und bei .JPGs die großen Vorschaubilder beizubehalten – wie beim letzten Mal und auch den 100 Malen davor?!

 

 

 

Meine Wetter-App läuft bestimmt auch auf Windwos:

 

 

 

 

Ich war seit über zehn Jahren nicht bei McDonald’s. Was sehr interessant ist, denn ich wohne nur 50 Meter Luftlinie von einem entfernt. (Wenn das mein Achtzigerjahre-Ich wüsste!) Ohne Wände und Höhenmeter wären es auch nur 250 Schritte (inkl. Treppe) – eine bewältigbare Strecke.

 

Spaßeshalber klickte ich nun einmal auf eins der ständig eingeblendeten Reklamebanner.

Alter Schwede, die fragen sich inzwischen 3,49 Euro für einen simplen Cheeseburger! (Also für einen einzigen! Die Erfahrung lehrt, dass man auf der Heimkehr von einem Festäng spätabends mindestens Stücker zwei davon braucht.)

 

Cheeseburger

 

Beim Big Mac sieht es nicht besser aus: 8,59 € soll einer davon kosten – dafür kann man ja schon fast was Richtiges essen!

 

Trotz Unkenrufen allerseits hielt ich früher immer große Stücke auf den Big Mac, weil ich dachte, dass da wenig gefuscht werden kann: Das Patty besteht aus Rindfleisch pur, nur gewürzt mit ein bisschen Salz und Pfeffer.

 

Das stimmt nach wie vor. Was ich damals aber noch nicht wusste und nun in der verpflichtend anzugebenden Zutatenliste im Internet lesen muss:

»Weizenbrötchen mit Sesambestreuung: WEIZENMEHL, Wasser, Zucker, Hefe, Rapsöl, SESAM, Kartoffelstärke, Salz, Emulgatoren (E322, E481), modifizierte Stärke, natürliches Aroma, Mehlbehandlungsmittel E300, WEIZENEIWEISS. oder: WEIZENMEHL, Wasser, Invertzuckersirup, Hefe, Rapsöl, Kartoffelstärke, Speisesalz, SESAM, natürliches Aroma, modifizierte Stärke (aus Mais), Verdickungsmittel E412, Emulgatoren (E322, E471, E472e), Mehlbehandlungsmittel E300. Rindfleisch Patty: 100% Rindfleisch gewürzt mit Salz und Pfeffer. Würzig-cremige Sauce: Wasser, Rapsöl, Branntweinessig, Gurken, Glukose-Fruktose-Sirup, Zucker, modifizierte Maisstärke, EIGELB, Gewürze (mit SENF), Salz, Verdickungsmittel (E 415), natürliche Aromen, Hefeextrakt, Festigungsmittel (E 509). Salat: 100% Eisbergsalat. Schmelzkäsezubereitung: KÄSE (49%), Wasser, Cheddar KÄSE (11%), BUTTER, MAGERMILCHPULVER, Schmelzsalze (E331), natürliches KÄSEaroma, MILCHEIWEISS, Speisesalz, Farbstoffe (Beta-Carotin, Paprikaextrakt), Säureregulator (E330), Trennmittel: Sonnenblumenlecithine. Salzgurke: Gurken, Branntweinessig, Salz, Festigungsmittel: (E509), natürliches Aroma, Konservierungsstoff: (E202). Zwiebeln: Getrocknete Zwiebeln.«

Hey, aus diesen Ingredienzen kann auch ein nur mittelmäßig begabter Alchimist sich auch was leckeres Vegetarisches zusammenbasteln!

 

Für ein 20-Milliliter-Tübchen Mayo wollen sie 89 Cent haben – das sind 44,50 Euro pro Liter! (Stecken die mit der Druckerpatronenmaffia unter einer Decke?) Deshalb fragen die also immer so ostentativ, ob man noch Mayo oder Ketchup (ebenfalls 44,50 €/l) dazuhaben möchte!

 

Ferner könnte ich da gar nicht mehr freihand bestellen: Von Big Chicken Salad, Big Rösti Hüttengaudi McMenü®, Big Rösti Käsespätzle Style, Big Rösti Raclette, Big Tasty® Bacon, CBO Smoky Sauce, Curly Fries, Der M™ McMenü®, Double Beef Classic, Filet-o-Fish® McMenü®, Hamburger Royal TS, Himbeer White Choc Cookie, Marmor Muffin, McCrispy® Bacon TS, McDouble® Chili Cheese, McPlant® Nuggets (in 6er, 9er, 20er Portion), McPops® Berry Bomb Trio, McWrap® Chicken Mango-Curry, McWrap® Plant Nuggets Honig-Senf, McWrap® Plant Nuggets Mango-Curry McMenü®, Pistachio Cream Donut und Sour Cream-Schnittlauch bin ich komplett überfordert – davon kenne ich nur ein Zehntel. Und anscheinend sind grad nicht Los Wochos.

 

Meine Favoriten dort waren stets Cheeseburger, Big Mac und Fisch-Mac. Später kamen der McRib und schon mal diese panierten Hähnchenformfleischstücke namens McNuggets dazu. Und natürlich ansatzweise heiße Fritten – das war’s.

 

In meinen ganz jungen Jahren gab es sogar noch den Quarter Pounder. Das hat sich – wohl wegen des metrischen Systems – nicht durchgesetzt, so dass dieser leckere Burger hier nun »Royal TS« heißt. (Vincent Vega hat Mist erzählt!)

 

 

 

Da ich morgen Abend Damenbesuch erwarte, erledigte ich heute meinen Winterputz, das Pendant zum alljährlichen Frühjahrsputz.

(Okay, ich hätte eben diesen auch vor Jahren schon mal machen können …)

 

Arbeitsplatten, Backofen (außen), Böden, Oberflächen, Dunstabzugshaube, Ecken, Kanten, schwer zugängliche Stellen, Fensterrahmen, Fußleisten, Heizkörper, Kochfeld, Lichtschalter & Steckdosen, Mikrowelle, Toaster, Kaffeemaschine, Mülleimer, PC, Polster (der Knautsch), Regale & Oberflächen, Schränke & Ablagen, Spiegel & Glasflächen, Spüle & Armaturen, Tastatur, Maus, Monitor und auch Waschbecken & Armaturen. Den Freezer abtauen und den Backofen schrubben hab ich ausgelassen. (Und bitte keine Schränke aufmachen!) Auch das Badezimmer wurde tiefengereinigt bis in alle Ecken – obwohl ich nicht vermute, dass mein Besuch vorhat, ein Vollbad zu nehmen. Wobei … weiß man’s?

 

Äußerlich ist nun alles nicht nur sauber, sondern rein.

 

Die Fenster hab ich nicht geputzt.

Erstens: Es wird eh früh dunkel.

Zweitens: Das hab ich doch vor fünf Jahren erst gemacht.

Drittens: Ein bisschen visueller Widerstand bewahrt Vogelvieh vor unfreiwilligen Kollisionen im freien Flug.

 

 

 

Zum Abschluss des Abends gönnte ich mir »Wer wird Millionär?«, weil Till Reiners schon vor Wochen annonciert hatte, dass er da mitmachen würde und über seinen Podcast »Talk ohne Gast« Experten für den Telefonjoker gecastet hat. Zum Glück kam er schon als zweiter dran (ab 21:20 Uhr).

 

Es wurde unter anderem nach einem »Muffin Top« gefragt – einer Vokabel, die vor 15 Jahren mal so ein bisschen aktuell war und sich komischerweise nicht breit hat durchsetzen können.

 

SCREENSHOT »Wer wird Millionär?« Till Reiners

 

Dabei sieht man sie wie oft im Stadtbild.

 

Muffintop

 

Bestes Zitat des Abends: »Man lernt sich kennen, man vertut sich.«

 

Leider hat Till nur 32.000 Euro erspielt und etliche Joker verschossen – da wäre locker eine halbe Mio dringewesen!

 

Apropos locker; beziehungsweise nicht: Sonst ist der doch schlagfertiger! Hat ihn der Respekt vor dem Herrn Jauch ausgebremst? Das wäre doch mal eine prima Gelegenheit gewesen, ordentlich auf die Kacke zu hauen!

 

 

Die restlichen Promis des Abends konnte man skippen. Die erste Kandidatin war Sonja Zietlow, die ich für Inka Bause hielt – was aber keinen großen Unterschied macht. Johannes »Gutfried« Bekerner brauch ich auch nicht. Und ist Katharina Witt nicht bei »Ronin« erschossen worden? Hätte man es nicht dabei belassen können? Mit Sean Bean, Jonathan Pryce und Michael Lonsdale hatten die gleich drei 007-Rivalen mit am Start!

 

 

 

Freitag, 21. November 2025

Über das Missgeschick eines Menschen spottet man nicht!

 

Über das Missgeschick eines Menschen spottet man nicht!

 

 

Frohe Weihnachten schon mal!

 

 

 

Sehr interessant, wie viele Leute sich bereits am ersten Tag um halber zwölf so auf dem Weihnachtsmarkt tummeln! Sind ja nur noch 33 Tage bis zum Fest …

 

Weihnachtsmarkt

 

Es stehen nun fünf Wochen Terror mit von belgischen Schulklassen und hyperaktiven Rentnern gefluteten Gassen an – da fühlt man sich überfüllt wie in Venedig, Dubrovnic oder Brügge.

Abends lässt das etwas nach, da bevölkert dann eine zahlungskräftige Klientel die saisonale Außengastro mit maximal mittelmäßigen Mahlzeiten zu absurden Preisen.

Wobei »außen« hier sehr relativ ist: Früher gab es den Glühwein ja unter freiem Himmel oder in maximal grob zusammengehauenen Büdchen – inzwischen sind es oft überdachte, windgeschützte und rundum abgeschlossene Verhaue mit eigenem Parkett. Manchmal gibt es sogar Sitzgelegenheiten. Und es würde mich nicht wundern, wenn dort gar Heizpilze sprossen!

 

Das drohende Weihnachten ist hier wahrscheinlich nur der Anlass, sich zu treffen, gemütlich beisammen zu sein und lecker zu essen und zu trinken. So ähnlich wie Grillen im Sommer. (Nur nicht bei den Saarländern: Die grillen das ganze Jahr.)

 

Weihnachtsmarkt

 

Weihnachtsmarkt

 

Weihnachtsmarkt

 

Dass ihr es nur wisst!

 

 

 

Samstag, 22. November 2025

Ich hoffe, dass sich das nicht durchsetzt: Da unten steht ein Mädchen, quält eine Blödflocke mit Weihnachtsliedern, die ich vor 45 Jahren ebenfalls spielen musste, – und bekommt bedrohlich oft etwas in ihre Tupperdose geschmissen!

 

Blödflocke mit Weihnachtsliedern

 

 

 

Abends gab es das als »innovativ« annoncierte TV-Experiment »Tödliches Spiel – Das Live-Krimi-Dinner« im Ersten.

 

Krimidinner

 

Es hatte was von »Eine Leiche zum Dessert«, war aber leider ganz schön betulich; wie eine abgefilmte Runde »Cluedo«. Denn: Es wurde vor Saalpublikum im Studio improvisiert.

 

Impro-Theater, das bedeutet: Man weiß überhaupt nicht, was passieren wird – es sei denn, man hat schon mal eins gesehen …

 

(Und die Darsteller haben den meisten Spaß.)

 

Mit einem durchdachten Drehbuch hätte das Ganze viel besser funktioniert! Dann hätte das eigentlich ganz okaye Ensemble nicht so oft abwartend in der Kulisse rumstehen müssen. Film und Theater sind Genossenschaftsarbeit: Der eine kann gut schreiben, der andere kann gut spielen, der nächste kann gut inszenieren. Ein paar Schauspieler auf eine Bühne zu packen, ist nur die drittel Miete.

 

(Ausstattung, Licht und Kamera hingegen waren sehr gut! Und die Regie über den Ameisenhaufen mit 25 Perspektiven, ergänzt durch Live-Bilder von Handys der Teilnehmer – Chapeau! Die Produktion war ein logistisches Meisterwerk.)

 

Dann hätte es auch nicht diese eine Szene gegeben, in der Annette Frier lautstark behauptete: »Lassen Sie mich durch, ich bin Arzt!« – um dann festzustellen, dass sie doch keiner ist. Sie hatte wohl vergessen, dass eine heroische Rettung der Vergifteten nicht so gut wäre für die Dramaturgie, denn für einen schmackhaften Krimi braucht es eine Standardzutat: »Wir ham a Leich!«

 

Diese wurde von der daher leider viel zu früh dahingeschiedenen Martina Hill gegeben.

 

Des Weiteren spielten mit: Uwe Ochsenknecht, Max Giermann, Verena Altenberg, Andrea Sawatzki, Juergen Maurer und Serkan Kaya. Till oder Bom Kauleist aus dem Tokio-Hotel gab den Partyclown, der stets zum unpassendsten Zeitpunkt für Knalleffekte sorgen sollte, per Konfettikanone.

 

Wobei der gar nicht die schlimmste Besetzung war: Axel Prahl gab den Kommentator mit Nippelboard im Kaminzimmer aus sicheren Entfernung – und selten hat man jemanden so hölzern vorlesen gehört! (Ich kann den Namen »Kampstahl« nun nicht mehr ertragen!)

 

Dessen Konterpart im odd couple aus dem Münster-Tatort, Jan Josef Liefers, durfte unten als so etwas wie ein Conférencier mittun – und sah aus wie der Wiedergänger von Götz Alsmann.

 

Wir sind drangeblieben, um zu sehen, wie sie den Zossen nach Hause geritten kriegen. Es war in Ordnung – die Neuerfindung des Samstagabends war es nicht.

 

Oder wie sagte die Moderatorin Jessy Wellmer zum Schluss: »Wer hätte das gedacht?«

 

 

 

Sonntag, 23. November 2025

Apropos Kessler-Zwillinge:

Johnny Mandel wäre heute 100 Jahre alt geworden.

 

Through early morning fog I see
The visions of the things to be
The pains that are withheld from me
I realise and I can see

 

 

 

Montag, 24. November 2025

Spezielles Naschwerk für spezielle Vorlieben von CHUPA CHUPS …

 

CHUPA CHUPS FEET

 

Also für die Freunde von Cola und Brausepulver.

 

 

 

Neues von den Öffis:

Bis Ende 2025 werden 330 neue, benutzerfreundliche Fahrkartenautomaten im Rheinland installiert. Die hochmodernen Geräte bieten nicht nur eine intuitive Bedienung, sondern auch zahlreiche Zusatzfunktionen. Im Dezember und Januar werden kostenlose Schulungen angeboten, um die Funktionen und die Bedienung kennenzulernen.

 

Eine Frage habe ich jetzt schon: Wie passen »intuitive Bedienung« und »Schulung« zusammen?!

 

SCREENSHOT avv

 

Ach so: Die Preise für die Tickets steigen demnächst schon wieder …

 

 

 

Dienstag, 25. November 2025

Stammleser der ersten Jahre erinnern sich: Damals habe ich hier gelegentlich Geburtstagskindern zu ihrem Anniversar gratuliert. Das habe ich irgendwann drangegeben, weil sich solch ein Jubiläum ja jährlich wiederholt. (Laaangweilig!)

 

Außerdem kenne ich dafür zu viele. (Und wehe, man hat mal vergessen, jemandem zu gratulieren!)

 

Daher steige ich nun um auf Namenstage. Viel effizienter: Man erledigt mit einem Namen im anthroponomastischen Rundumschlag gleich Dutzende Jubilare!

 

Daher alles Gute zum Namenstag Katharina, Caitlyn, Caitríona, Caja, Cajsa, Caren, Carin, Carina, Cat, Cătălina, Catarina, Catherina, Cathinka, Cathrin, Cathy, Catrin, Catriona, Ekaterina, Ina, Jekaterina, Kailey, Kaitlyn, Kaja, Kaleigh, Kalena, Kaley, Karen, Karena, Karin, Karina, Kasia, Kat, Kata, Katarina, Katalin, Katalinka, Katarina, Katarzyna, Kate, Katelijn, Katenka, Katerina, Kateryna, Katha, Käthe, Katherina, Kathleen, Kathrin, Kati, Katia, Katica, Katie, Katinka, Katja, Katka, Katlyn, Katrin, Katrina, Katya, Katyusha, Kayla, Kayleigh, Kitty, Lina, Nienke, Nine, Nynke, Riina, Ríona, Tina, Tineke, Trijntje, Trina und Yekaterina!

 

 

 

Aaaah! Was habe ich mich gerade erschrocken: Durch ein Fehltippen auf der Tastatur begann Word gerade, mir meinen Text vorzulesen!

(Wie man die nette Dame wieder abstellt, wurde natürlich nicht eingeblendet! Ein einfaches ESC reichte auch nicht. Ich glaub, wildes Rumklicken im weißen Bereich hat funktioniert.)

 

Um aus meinem Geschreibsel noch mehr des Wissens herauszuziehen: Die Tastenkombination, um in Word Text vorlesen zu lassen, ist [STRG]+[ALT]+[Leertaste]. Gern geschehen!

 

 

 

In einem Monat ist Weihnachten … yeah …

 

Allen, die den Rattenfängern auf den Leim gehen, die behaupten, dass der Weihnachtsmarkt in Wintermarkt umbenannt wurde, um »unsere Gäste« nicht zu verstören, sei gesagt:

Der Weihnachtsmarkt heißt weiterhin Weihnachtsmarkt. Auch wenn Weihnachten erst in einem Monat ist. Wenn Weihnachten ist, gibt’s hier keinen Weihnachtsmarkt mehr. Den »Weihnachtsmarkt« daher Wintermarkt zu nennen, geht voll in Ordnung!

 

 

 

Ich glaub, ich steh‘ im Wald!

 

Ich glaub, ich steh‘ im Wald!

 

(Hubert Löneke)

 

 

 

O TEMPORA O MORES! Der Vatikan ist mit seinem Latein am Ende. Beziehungsweise, er fordert nicht mehr Latein als erste Amtssprache.

 

Latein

 

Nicht mehr Latein?! Was kommt als nächstes? Teilhabe von Frauen? Segnung gleichgeschlechtlicher Paare? Wiederverheiratung Geschiedener? Beerdigungen auf Westfriedhof I?

 

 

 

Der 25. November ist seit ein paar Jahren der »Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen«. In früheren Jahren wurden auch in Aachen Gebäude gemäß dem Motto »Orange Your City« mit orangem Licht angestrahlt. Dieses Jahr ging das nicht; wie es heißt aus Kostengründen … (Was kostet es wohl, ein Stück orange Plastikfolie über ohnehin vorhandene Scheinwerfer zu kleben?)

 

Zum Zeichen der Solidarität habe ich daher feine Aufnahmen vergangener Jahre bei FB und Insta gerepostet.

 

ORANGE THE WORLD Aachen

 

Auf die Teilnahme an der Mahnwache verzichte ich. Im Nieselregen im Dunkeln auf dem Hiroshima-Platz hinter der Citykirche rumzustehen – und als mutmaßlich einer von nur wenigen Männern kritisch beäugt zu werden –, gereicht mir nicht zum Behagen. Da kämen auch nicht viele gute Aufnahmen bei raus.

 

Außerdem habe ich heute kaum Gewalt gegen Frauen angewandt – das muss reichen. Es sind die kleinen Dinge!

 

 

 

Mittwoch, 26. November 2025

Herzlichen Glückwunsch, Annika Settergren!

(Heute vor 80 Jahren erschien der erste Roman mit ihr.)

 

 

 

Mein Handy und mein PC verstehen sich nicht. Und machen mich mit ihren Beziehungsproblemen wahnsinnig!

Es geht um das Sorgerecht über die gemeinsamen Dateien: Die beiden stellen sich dermaßen an, wenn ich Photos, Screenshots und Dokumente vom Telefon auf den Computer übertragen möchte. (Und manchmal auch umgekehrt.)

Die einfachste Möglichkeit ist ja: USB-Kabel dazwischengeflanscht, zweimal den Windows-Explorer angeworfen, gedraggt & gedroppt und lustig dem Datenstrom beim Schaufeln zugesehen. Das ging aber irgendwann nicht mehr – warum auch immer!

Daher hatte ich mir ein Tool namens MyPhoneExplorer angeschafft. Damit kann man noch andere Dinge auf seinem Telefon verwalten und also auch Dateien übertragen. Doch auch das versagt schon mal seinen Dienst, beziehungsweise behauptet, dass das angeschlossene Gerät nicht angeschlossen wäre …

Die dritte Methode ist ein schräger Workaround; ganz ohne Kabel: Per FTP-Server auf dem Handy und FTP-Client auf dem Compi, übers Internet … Was mehr als lächerlich ist, da meine Daten so um den halben Erdball flitzen müssen, obwohl Sender und Empfänger nur 20 Zentimeter auseinander liegen!

 

Eine der drei Wege ist meist gangbar. Doch wehe, Telefon und/oder Computer hatten kürzlich ein Update! Dann tun die Vögel so, als kennten sie sich nicht und wüssten ü-ber-haupt nicht, was ich von ihnen will.

 

Die aktuelle Methode der Wahl, die einigermaßen mal wieder funktioniert: per USB. (Nur leider gehen die Gerätschaften dabei gerne in die Knie, wenn es sich um viele Dateien auf einmal oder – Gott behüte! – um ganze Ordner handelt.)

 

 

 

Heute mal nicht voll, nicht pink, nicht super:

 

Mond

 

 

 

Fast vergessen: Alles Gute zum Namenstag Konrad, Connie, Conny, Conradin, Conrado, Conrad Electronics, Cord, Corrado, Curd, Keno, Kiefer, Koen, Koenraad, Kuber, Kunz und Kurt!

 

 

 

Donnerstag, 27. November 2025

Für alle Bots, ruschissen Trolle und Fake-Accounts aus Niedriglohnländern, die noch nicht so firm sind im Bestücken von Kommentarspalten, hier mal die beliebtesten und beliebigsten Kommentare zum Kopieren und Einfügen:

  • »Haben wir eigentlich keine anderen Probleme?«
  • »Danke Merkel!«
  • Tränenlachsmileys, mindestens drei LachsmileyLachsmileyLachsmileyLachsmileyLachsmiley
  • »Das ist meine Meinung!«
  • »Mainstream-Opfer!«
  • »Muss man den kennen?«
  • »Lügenpresse!!!«
  • »Aber in China, da […]«
  • »Haha, glaubt ihr das echt?«
  • »Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.«
  • »Der Schwippschwager meiner angeheirateten Tante mütterlicherseits hat einen Bekannten, dessen Stiefsohn hat im Vorbeigehen gehört, dass …«
  • »Wacht endlich auf!«
  • Blaue Deppenherzchen DeppenherzchenDeppenherzchenDeppenherzchen
  • »Alles Ideologie!«
  • »Ich bin so feucht und will dein Dick jizz
  • »Denkt mal nach!«
  • »Die Medien lügen ALLE! Hab ich auf Twitter gelesen!«
  • »Die Grünen sind schuld! Die Grüüünen!«
  • »In Deutschland darf man ja nichts mehr sagen.«
  • »Haha, ihr seid so dumm!!!«

 

Das wirkt besonders gut in einer Diskussion, in der das Gegenüber Wissenschaft, Fakten, belegte Informationen und gut recherchierte Argumente vorbringt, untermauert mit seriösen Quellen. Dann schlägt die Stunde der Lach-Smiley-Gang, einer wachsenden Bewegung von selbsternannten Freigeistern, die die fundierte Argumentation überwunden haben. Ein Lach-Smiley wiegt mehr als tausend Beweise!

 

 

Ein wahres Meisterstück ist natürlich sowas, ohne Interpunktion, Sinn oder Verstand:

 

 

 

 

Freitag, 28. November 2025

Es ist ein witterungsbedingtes Wagnis, Ende November eine bunte Feier draußen stattfinden zu lassen … Das Bunkerfest in der Zeppelinstraße hatte aber Glück:

 

Bunkerfest in der Zeppelinstraße

 

Nach der Stirnseite mit dem (immer noch unversehrten!) Piece von Jagama wurde nun auch die Breitseite des Musikbunkers verschönert:

Im nächsten Sommer werden bodengebundene Selbstklimmer (Kletterhortensie, Wilder Wein, Ocher Edelhopfen), Solitärgehölze (Kupfer-Felsenbirne, Schneeball, Blutpflaume) und bodendeckende Stauden (Salbei, Sonnenhut, Herbst-Anemone) an der Fassade sprießen, vor der Sitzgelegenheiten stehen. (Nur eine dieser Spezies habe ich erfunden.)

 

Bunkerfest in der Zeppelinstraße

 

Wuchs und Sitze konnte man heute noch nicht so richtig gut erkennen, denn es standen ziemlich viele Personen und Pavillons davor.

 

Bunkerfest in der Zeppelinstraße

 

Dafür war das ACAB-Graffito recht dominant …

(Es handelt sich dabei nicht um die zweiten zwei Drittel eines Albumtitels von Genesis!)

 

Bunkerfest in der Zeppelinstraße

 

Ein bisschen komisch war es schon, dass Sibylle nicht dabei war …

 

 

 

Wer auch nicht mehr dabei ist, ist Christian Lindner. In einer relativ neuen FDP-Dependance in der Schönrathstraße hat sich das wohl noch nicht so rumgesprochen.

 

F.D.P. Schönrathstraße

 

Chrissy ist jetzt nämlich Gebrauchtwagenverkäufer. (Und alle seine Autos haben mehr Sitze als die FDP im Bundestag.)

 

 

 

Auf dem Heimweg in der Eisenbahn:

»Liebe Fahrgäste, die Weiterfahrt verzögert sich leider um wenige Minuten. Wir warten noch auf einen entgegenkommenden Zug.«

 

Das war es dann wohl! Kein Licht am Ende des Tunnels, aber ein suizidaler Lokführer …

 

 

 

Samstag, 29. November 2025

Ein Lifehack Eine Unsitte, seinen kleinteiligen Sperrmüll kostengünstig und moralisch astrein loszuwerden: Man pappt ein »Zu verschenken!«-Schild dran!

 

Zu verschenken!

 

Und vergisst bloß nicht die verdammten Herzchen! Herzchen Herzchen Herzchen Herzchen Herzchen

 

(Das ist die Fortsetzung der Kleiderhakenentsorgung diverser inhaberinnengeführten Boutiquen.)

 

 

 

Samstagnachmittag, die Welt war friedlich bisher. Doch das scheint nun wirklich zum Trend zu werden …

 

Blödflocke mit Weihnachtsliedern

 

(Wer ist der Typ links daneben? Ein Fan, ein Zuhälter, ein Gehörloser?)

 

 

 

Wo ich doch so oft über einen Friedrich schreibe: Der hat heute Namenstag!

Sowie Federico, Federigo, Fiete, Fred, Freddie, Freddy, Frédéric, Frederick, Frederico, Frederik, Fredo, Fredric, Freek, Fricis, Friderich, Friderik, Frido, Fridolin, Frīdrihs, Friðrik, Fríðrikkur, Friduric, Friedel, Friedensreich, Friederich, Friederick, Friedolin, Frigyes, Frissi, Friþurīks, Frits, Fritz, Fryderyk, Priidik, Priit, Reetu, Retu, Rico, Rietelikki, Rieterik, Rieti, Rietrikki, Rik und Veeti.

 

 

 

Der prominenteste Fritze unter denen hat in den letzten Tagen mal wieder ein paar Böcke geschossen. Nach der Rückkehr vom Klimagipfel in Belém hat er ein paar abwertende Aussagen über das Stadtbild bei seinem Gastgeber gedroppt.

Ohne Not sagte er über die neuntgrößte Volkswirtschaft der Erde, die auch unser Handelspartner ist:

»Meine Damen und Herren, wir leben in einem der schönsten Länder der Welt. Ich habe einige Journalisten, die mit mir in Brasilien waren, letzte Woche gefragt: Wer von euch würde denn gerne hierbleiben? Da hat keiner die Hand gehoben. Die waren alle froh, dass wir vor allem Dingen von diesem Ort, an dem wir da waren, in der Nacht von Freitag auf Samstag wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind.«

Warum hat er konsequenterweise nicht auch noch das 7 zu 1 aus dem Halbfinale in Belo Horizonte 2014 erwähnt? Oder dem Präsidenten Lula da Silva vors Schienbein getreten?

 

 

Als er dann bei einem Hamburger Bäcker zur Visite war, bemängelte er, dass er am Vortag in Angola am Frühstücksbuffet vergeblich ein »ordentliches Stück Brot« gesucht habe …

 

Warum können Leute nicht einfach etwas loben, ohne etwas anderes zu dissen?!

 

Dafür dass er ja als Außenkanzler reüssieren will, damit er sich mit der Innenpolitik (Rente, Wehrpflicht, Bürgergeld, Klima, Wirtschaft etc.) nicht die Finger schmutzig machen muss, springt er in verdammt viele diplomatische Fettnäpfe!

 

 

Aber man darf nicht so hart sein mit Friedrich Merz – der lernt ja noch.

Solange es nicht Kinder betrifft, sollen kleine Paschas ruhig Rambozambo im Stadtbild machen. It’s a saturday night und die alte Bürste kennt die Ecken. Fragen Sie mal Ihre Töchter!

 

Das mit dem frei Reden würde ich aber noch mal überdenken.

 

 

 

Sonntag, 30. November 2025

Kommen wir nun noch kurz zu den Andreassen und den Andreas:

Aindrias, Anda, Ända, Ándaras, Ande, Änder, Anderl, Anders, Andi, Andicsek, Andika, Ändle, Andóka, Andor, Andra, Andrä, Andrae, András, André, Andrea, Andréa, Andreana, Andreani, Andreas, Andreasen, Andreasi, Andreassen, Andreasson, Andree, Andreea, Andrees, Andreff, Andrei, Andreia, Andreina, Andrej, Andreja, Andrejew, Andres, Andrés, Andress, Andretta, Andreu, Andrew, Andri, Andria, Andries, Andrietta, Andrija, Andrija, Andriko, Andrin, Andrina, Andris, Andriu, Andriuet, Andrius, Andriy, Androsch, Andrusch, Andrzej, Ands, Ändu, Andy, Ändy, Antero, Antti, Anzge, Dédé, Dreas, Drees, Dreesi, Drelei, Dretschn, Drew, Drewes, Dries, Ea , Endre, Endres, Handrej, Handrij, Jandre, Ondra, Ondrášek, Ondřej, Rees und Res.

 

 

 

Abgesehen davon, dass ich nicht verstehe, wie KIs unter der Motorhaube eigentlich funktionieren, verstehe ich auch nicht, wie man damit Geld verdienen kann!

 

Ja, ich weiß, dass sind eigentlich keine Intelligenzen, sondern Large Language Models, die aufgrund von Wahrscheinlichkeiten blabla… Und trotzdem versteh ich’s nicht!

 

Zu Glück kann mir das egal sein: Ich verstehe ja auch nicht, wie ein Otto-Verbrennungsmotor in einem mehrstufigen, thermodynamisch beschriebenen Viertaktprozess aus Ansaugen des homogen vernebelten Kraftstoff-Luft-Gemischs, isentroper Verdichtung im Zylinderraum, kontrollierter Zündung durch eine elektrische Hochspannungszündkerze, isochorer Drucksteigerung mit anschließender Arbeitskolbenbewegung und abschließender Abgasexpansion sowie -ausschiebung die im chemischen Energieinhalt des Kraftstoffs gespeicherte Enthalpie mittels Kolben-Pleuel-Kurbeltrieb in ein rotatorisches Drehmoment umwandelt, das anschließend über das mechanische Getriebe – bestehend aus gestuften Zahnradpaaren, Synchronisierungen, Kupplungs- und Schaltelementen – in eine drehzahl- und drehmomentangepasste Form transformiert wird, um dem Fahrzeug sowohl effiziente Kraftübertragung als auch flexible Fahrdynamik unter variierenden Last- und Geschwindigkeitsbedingungen zu ermöglichen.

 

Und trotzdem kann ich Auto fahren! Gang rein, Kupplung kommen lassen, Gas geben und ab dafür. (Es sei denn, es ist ein Automatik …)

 

Ein größeres Rätsel ist das Geschäftsmodell der KI-Firmen: Wie kann sich das lohnen, wenn die Generierung von Wort und Bild doch solche Unmengen von Strom frisst? Und wenn man ständig unnötig KI-Lösungen hinterhergeworfen bekommt?

 

Da ist wohl lange keine Spekulationsblase mehr geplatzt!

 

Da in diesem Monat saisonbedingt so viel von Tod und Sterben die Rede war:

Google betätigt sich neuerdings als Totengräber des Internets. Wenn man dort eine Suchanfrage stellt, kommt als erstes (unverlangt) eine »Übersicht mit KI«.

 

Erstens: Das Geld für den Strom hättet ihr euch sparen können, denn sowas lese ich nicht! (Chattiserendipity kann ich selber befragen, wenn es sein muss. Oder selber halluzinieren.)

 

Zweitens: Wenn wegen dieser Zusammenfassungen die ganzen zugrundeliegenden Quellen im Netz nicht mehr aufgerufen werden und daher keinen Traffic (Werbeeinnahmen!) mehr abbekommen: Wie lange wird es da wohl dauern, bis es diese Quellen nicht mehr gibt? Warum sollte man sich die Mühe machen, kostenlos Input für Bots zu erstellen?

(Einverstanden, ich bin da vielleicht das falsche Beispiel für eine Seite, deren Fortbestand an zu wenig Werbeeinahmen scheitern könnte …)

 

Es verschärft auf jeden Fall die »Model Degradation«, auch »Model Collapse« genannt:

Wenn KI-Modelle zum Training vermehrt selbst auf KI-generierten Content zugreifen und dadurch weniger neuen Input erhalten, verarmen die KI-erzeugten Daten statistisch, was zu mehr Fehlern und weniger Wissensvielfalt führt.

 

Oder kurz gesagt: Da beißt die KI-Katze sich selbst in den Schwanz!

 

Da beißt die Katze sich selbst in den Schwanz!

 

Und mit dem Internet ist es endgültig vorbei.

 

 

 

 

A brave man once requested me, to answer questions that are key:

Is it to be or not to be – and I replied: »Oh why ask me?!«