Februar 2026
Sonntag, 1. Februar 2026
Facebook hat was Neues, jedenfalls in der App:

Man kann einem missliebigen, schwachsinnigen oder dummen Eintrag nun auch einen »Daumen runter« verpassen!
Leider ist diese Funktion nicht so richtig hilfreich, denn weder der Original-Poster noch die anderen Leser können das sehen … Wahrscheinlich nutzt FB es, um seinen jämmerlichen Algorithmus ein bisschen zu unterfüttern. (Der ist so schlecht, man kriegt fast nur noch uninteressanten Dreck in die Timeline gespült.)
Bisher war dort die einzige Möglichkeit, sein Missfallen auszudrücken, der fürchterliche Tränenlach-Smiley. Was mal als »Haha, lustig!« begann, bedeutet nun meist »Lächerlich!«,, »Lachhaft!« und »Fick Dich, Du Wichser«, wenn Leute es kommentarlos als »Kommentar« unter ein ernstes Posting schmieren.

Montag, 2. Februar 2026
Es ist schon wieder so weit:

Tief in der Nacht strahlte die ARD die »76. Verleihung des Ordens wider den Tierischen Ernst« aus.
ARD/WDR, wieso macht ihr so was? Karrt kiloweise Kameras, Kräne, Kabel und Kisten sonstiger Übertragungstechnik nach Aachen, verdrahtet das Eurogress und filmt das Event mit ordentlich Manpower ab – und dann versendet ihr das auf 144 Minuten zusammengeschnitten um 22:50 Uhr an einem Montagabend?!
(Fun-fact: Die Schlussmoderation wurde als erstes aufgezeichnet …)
Die Show war solide, aber kein Kracher. Spätabends zumal. Der Conférencier Guido Cantz lieferte solide ab und die Prominenz feierte sich wie üblich. (Allerdings war sehr wenig Prominenz vor Ort. Und wo waren denn die Preisträger vergangener Jahre?)
Im Saal war die Stimmung sicher supi, aber am Bildschirm zog es sich. Es ist klar, warum man vor Ort mehr Spaß hat: Wenn man Minimum 222 Euro für eine Karte im hinteren Bereich zahlen muss, hat einem die Chose besser mal zu gefallen! Der Betriebswissenschaftler spricht von »Versunkenen Kosten«, die nicht rückgängig gemacht werden können, der Psychologe von »Kognitive Dissonanz«: Um den inneren Konflikt (»Ich habe dafür bezahlt, aber es ist schlecht«) zu reduzieren, redet man sich die Sache schön.
Wer hätte das nicht schon mal getan nach einem verunglückten Schallplatten-, Klamotten- oder Haus-Kauf?
Den krassesten Gag des Abends brachte Ricarda Lang bereits in der Vorberichterstattung. ẞie ßagte, ihr ßei der Arsch auf Grundeis gegangen, als ßie die Einladung geßehen habe: »Aber ist ja nicht mehr so viel Arsch wie früher.« Tusch! – Ta-daa!
Kasalla brachten unter anderem ihren Hit »Stadt mit K«. Gemeint ist natürlich Köln (am Rhein). Aber wäre es dem Anlass nicht zuträglicher gewesen, mal von der Stadt mit Karl zu singen?
Apropos Karl:
Friedrich Liechtenstein hatte ich am Freitag nicht erwischt beim Sightseeing. Denn er war wohl erst am Samstag im Dom unterwegs, wie er per Insta-Reel kundtat. Also wartet ich brav auf seinen Auftritt als Karl der Große. Aber ach, vergebens: Sie haben seinen Part herausgeschnitten!
Nun würde mich brennend interessieren, woran das lag. War sein Vortrag zu langweilig, zu bissig oder zu lakonisch? Ich vermute mal, letzteres: Ich kenne ihn als sonoren Sprechsänger, als entschleunigten Performer mit ironischer Distanz und als in sich ruhender Schmuckeremit – allesamt Features, die auf einer Karnevalsbühne nicht recht passen wollen. Auf jeden Fall war der Vortrag wohl nicht sehr, sehr geil, und schon gar nicht supergeil.
Dienstag, 3. Februar 2026
Erleben wir gerade die teutsche Variante von »Flood the zone with shit«? Jeden Tag einen raushauen und so lange wild Zeug behaupten und fordern, bis die Hälfte davon am Ende vernünftig klingt?
Hier die aktuellen Zumutungen, die wir unserem armen Kanzler und seiner Union aufbürden:
- Wir Deutschen würden zu wenig arbeiten.
(Wie man ja an den aufgetürmten Überstunden deutlich sehen kann, teils unbezahlt …) - Wir Deutschen würden zu oft krank sein.
(Warum gehen wir aber auch nicht hustend ins Büro oder mit gebrochenen Knochen auf den Bau?) - Wir Deutschen würden zu oft in Teilzeit arbeiten wollen.
(Die Vorsitzende der Mittelmaßunion sprach sogar von »Lifestyle-Teilzeit«. Dabei neigt der typische Teilzeitler zur Selbstausbeutung, muss er doch in der Hälfte der Zeit seinen ganzen Kram gewuppt kriegen.) - Wir Deutschen würden zu hohe Zahnarztkosten verursachen.
(Füllungen, Kronen und Implantate sollen GKV-Patienten künftig gefälligst selbst zahlen. Dann kann man Armut endlich wieder auf den ersten Blick erkennen!)
Was ist das? Klassenkampf von oben?
Erst ging es gegen Migranten, dann gegen Kranke, Arbeitslose, Teilzeitler und nun auch noch gegen Leute, die Zahnersatz benötigen? Letztens hieß es noch, »Die Ausländer nehmen euch die Zahnarzttermine weg!«, jetzt will der CDU-Wirtschaftsrat Zahnarztbesuch als Versicherungsleistung gleich ganz streichen. Das bringt die Angst vor dem Zahnarzt in eine ganz andere Dimension.
Woher kommt diese Lust des CDU-Wirtschaftgeflügels an sozialer Kälte?
Unsere Finanzierungsprobleme bestehen wegen zu niedriger Besteuerung von großen Erbschaften (nicht Oma ihr klein Häuschen!), Steuersenkungen für die Reichsten, dem Aussetzen der Vermögenssteuer und zahlreichen Steuerschlupflöchern für diejenigen, die es sich ein Heer von Beratern leisten können.
Aber wie sollten ein Ex-Blackrock-Manager und Multimillionär und seine Kumpels sowas verstehen? (Der rät dazu, für die Rente in Aktien zu investieren … Was meint er damit? Die 50 Cent, die übrig sind nach Miete und Kühlschrank?)
Vielleicht sollte man es mal wieder mit dem Zusammenführen der Gesellschaft versuchen. Das war mal eine Stärke der Volkspartei CDU.
Die SPD ist grad auch keine große Hilfe: Um gegen den Sozialkahlschlag der Merz-CDU anzugehen, postete die NRW-SPD das Bild eines kleinen blonden Mädchens, das barmt:

Hey, wechselt mal schnell eure Agentur!
Erstens: Wovon sollte eine Sechsjährige so dringend Urlaub machen müssen?! Schulstress vor der Einschulung? Die Kleine bleibt im Sommer mal schön zu Hause – und lernt schwimmen, Bretterbutze bauen oder Fahrrad fahren!
Zweitens: Was soll eine Sechsjährige beim Zahnarzt?! Ihre Milchzahn-Gebeiß fällt doch eh demnächst von alleine raus! Warum wohl sehen Kinder auf den ersten Klassenphotos aus wie Mitglieder eines stets unterliegenden Boxclubs?
Und überhaupt: Hatte ich der SPD nicht längst rote Nelken aufs Grab geschickt?
Noch ein Wort zur Arbeitszeit:
Eine Stunde pro Woche mehr zu arbeiten, kann ein Nürnberger Würstchen flott mal fordern zwischen zwei Leberkässemmeln und einer Haxe zum Frühstück. Dass dadurch mehr getan (= erwirtschaftet) würde, ist aber ein Irrglaube! Indem man die Leute ihre Zeit absitzen oder ihre Schlagzahl verringern lässt, steigert man nicht ihre Effizienz. Nur weil einer sich an seinem Arbeitsplatz befindet, bedeutet das ja nicht, dass er auch arbeitet. Oder gar produktiv ist.
Hier nur zwei kleine persönliche Erfahrungen aus der klassischen Arbeitswelt von anekdotischer Evidenz:
- Ein Kollege in einer Fabrik raunzte mich mal an: »Schaff gefälligst langsamer, sonst setzen sie uns den Akkord hoch!«
- Ein anderer: »Was, Du gehst in der Pause auf Klo?!«
- In einer anderen Firma standen die Arbeitnehmer regelmäßig eine Weile vor Feierabend bereits Schlange an der Stempeluhr, um ja keine Sekunde zu spät auszuchecken. Geleistet wurde in der Zeit nichts mehr. Hochgerechnet aufs ganze Personal kamen da bestimmt einige Mannstunden in der Woche zusammen.
Woher kommt denn der Acht-Stunden-Tag? Aus Zeiten der industriellen Revolution: Damals besaßen die Fabrikbesitzer – ganz neu! – Maschinen, die quasi rund um die Uhr laufen konnten, wenn es sein musste. Also sollten die Arbeiter diese Apparaturen auch möglichst lange beschicken und bedienen. Bis die Fabrikanten merkten: Wenn ich einen Arbeiter zehn, zwölf oder 14 Stunden schuften lasse, geht der mir kaputt. Oder macht Fehler. (Die schöne Maschine! Die war teuer!) Also kürze ich seine Arbeitszeit, damit der am nächsten Tag wiederkommt. Sagen wir mal auf acht Stunden. Das erschien praktisch, dann bekam man mit drei Schichten den ganzen Tag abgedeckt. Das Maximum rausziehen, ohne dass das System zusammenbricht – so funktioniert Kapitalismus, yesss!
Vor der Industrialisierung wurde gearbeitet, wenn Arbeit da war: Zur Erntezeit waren das eben lange Arbeitstage, zu anderen Zeiten wurde gechillt.
Ironie der Geschichte: Trotz unser ganzen tollen Technologie arbeiten wir immer noch überkommene acht Stunden pro Tag für andere Leute! Zeitreisende aus vergangenen Jahrhunderten würden sagen: »Habt Ihr sie eigentlich noch alle?!«
So, und jetzt geht arbeiten, Ihr faulen Schweine!
Mittwoch, 4. Februar 2026
Endlich wieder Olympia! Auch wenn die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina erst übermorgen offiziell eröffnet werden, fanden heute schon die ersten Wettbewerbe im Curling statt.
Das ist genau meine Disziplin! Ästhetisch, unangestrengt, elegant – die einzige Sportart, die ich aktiv betreibe. (Was denn, zuschauen ist auch eine Aktivität!)
»Olympiade« bezeichnet übrigens nicht die Veranstaltung selbst, sondern die Zeitspanne, in der ich alle Regeln vom Curling wieder vergessen habe …
Daher in kurz: Es handelt sich dabei um eine Art Präzisions-Billardschachdart mit Besen auf Eis, bei dem rotierende Steine aus Granit von der schottischen Insel Ailsa Craig mittels kontrolliertem Release, gezieltem Sweeping zur Beeinflussung von Curl, Speed und Spin sowie taktischer Nutzung von House, Button, Free-Guard-Zone und Take-outs entlang der Sheet-Längsachse platziert werden.
Ich hab das mal in einer leicht verständlichen Grafik zusammenfassen lassen:

Wem das alles immer noch zu schlicht ist, der schaut sich einfach alle vier Auftakt-Begegnungen parallel im ARD-Livestream an wie ich eben:

Wenn man dann auch alle vier Tonsignale offen hat, gibt das einen satten Sound!
Wem das zu technisch ist: Curling entfaltet seinen Reiz seit Alters her im leisen Gleiten über das Eis, wo jeder Stein ein Vers ist und jede Drehung ein geflüstertes Versprechen, getragen von Geduld, Präzision und dem stillen Zusammenspiel von Intuition und Kalkül, während Besenstriche wie Atemzüge die Zeit dehnen und Taktik sich in eleganter Langsamkeit zur Schönheit formt. Das wusste bereits Pieter Bruegel der Ältere:

Die sonstigen Disziplinen bei Olympia sind trivial:
- Hektische Spaziergänge durch pittoresken Winterwald mit einer Schusswaffe. (Wie kann es beim Biathlon eigentlich einen Zweitplatzierten geben?! Die haben alle ein geladenes Gewehr dabei!)
- Schneebedeckte Hänge abwärtsrutschen mittels diverser Apparaturen: Mal mit zurechtgeschnitzten Latten an den Füßen, mal auf Skateboards ohne Räder und mal in Pumphosen, um so zu tun, als wäre man ein Vögelchen in der Thermik an einem Sommerabend. Kurz: Der feuchte Traum eines jeden Orthopäden und Intensivmediziners!
- Ein zugefrorenes Flussbett hinabschliddern, und zwar in einem Wok-artigen Gefährt, ohne jeglichen Einfluss oder Kontrolle auf die Abfahrt. (Einzig beim Bob-Fahren sind die Namen aller Teilnehmer bekannt: Bob Ross, Bob Marley, Bob Andrews, Bob Dylan, Bob Hope, Bob Fosse, Bob Hoskins, Bob Saget, Bob Woodward, Silent Bob, Bob der Baumeister, Spongebob Schwammkopf, freche Damenkurzhaarfrisuren, Bobby Ewing, Bobby DeNiro und eine Menge britischer Straßenpolizisten.)
- Dann gibt’s noch Rollschuhlaufen ohne Rollen auf Glatteis: Entweder sehr, sehr schnell – oder sehr, sehr elegant, zu fetziger Musik. (Wobei sich jeder fragt: Wie zur Hölle machen die das? Also siebzehnmal elegant in der Luft drehen – ohne mit Schädelbasisbruch auf der Eisbahn aufzuschlagen …)
Meist tragen die Athleten dabei Skianzüge, Masken und Helme. Ja, auch zur Sicherheit – aber größtenteils doch um den Sponsoren mehr Angriffsfläche zu bieten. Ist ja nicht gerade billig, der Bums!
Weil die Auswahl an Disziplinen arg begrenzt ist, lässt man sie gerne sowohl allein als auch zu zweit als Paar sowie zu viert als Staffel ausführen. So kriegt man den Kalender voll.
Donnerstag, 5. Februar 2026
Oecher Aufreger der Woche: der Türelüre-Lißje-Brunnen!

Dieser Brunnen von Hubert Löneke aus dem Jahre 1967 steht in der Klappergasse, Ecke Bendelstraße. Er ist die Bebilderung des alten Aachener Spottlieds:
»Türelüre-Lißje uus Klapperjaaß
Wovör hat dat Kengsche et Böksje esue naaß
Haue die Schelme va Jonge jeddooe
Haue dat Kengsche net pesse losse jooeh
Türelüre-Lißje uus Klapperjaaß
Dovör hat dat Kengsche et Böksje esue naaß«
Auf Hochdeutsch lautet der Text wie folgt:
»Türelüre-Lieschen aus der Klappergasse
Warum hat das Kindchen das Höschen so nass?
Das haben die Schelme von Jungen getan
Haben das Kindchen nicht pinkeln gehen lassen
Türelüre-Lieschen aus der Klappergasse
Darum hat das Kindchen das Höschen so nass«
Im Bürgerforum soll nächsten Dienstag der schon etwas ältere Antrag einer Bürgerin diskutiert werden, der anregt, den Türelüre-Lißje-Brunnen abzubauen, wenn demnächst dort sowieso umfangreiche Umbauarbeiten anstehen. Das wurde nun in der Aachener Zeitung bekanntgegeben – und eine Woge der Empörung brandete erwartbar im Facebook auf! (Natürlich garniert mit den heutzutage üblichen Verbalinjurien und Unterstellungen.)
Wohlgemerkt, es soll nur diskutiert werden – entschieden werden kann da gar nichts.
Viele Online-Kommentare geben ein erschreckendes Zeugnis zeitgenössischer Diskussionskultur:
- »So lächerlich!«
Diesen »Kommentar« kann man freilich zu jedem Thema schreiben … - »Der muss der bleiben! Aachen hat doch sonst nichts!«
Genau! Schließlich haben sie uns die Gasballons auch schon genommen! - »Die Menschen, die darüber schlecht denken und jetzt reden, sind
von Grund auf schlecht!!!!!«
So, so … - Anzeichen mangelnder Empathie: »Allein der Gedanke *tränenlachsmileys*«
- »Da dürfte es gar keine Diskussion drüber geben «
Man sollte sich vielleicht mal etwas damit befassen, wie Demokratie im Allgemeinen funktioniert. Es nervt gewaltig, wenn gewissen Leuten einerseits die (eigene) Meinungsfreiheit heilig ist, sie aber auf der anderen Seite abweichende Meinungen mit schierer Unerbittlichkeit und Kompromisslosigkeit niedermachen. - »Muss unbedingt bleiben!!! Teil der Aachener Geschichte!« Tatsächlich™ ist es bloß eine Geschichte.
- Ein bisschen Verharmlosung gefällig?
»Spielende Kinder! Stehen lassen und gut ist.«
Mobbing – ein gar lustig Spiel! (Schließlich findet die Mehrheit jeder Gruppe Mobbing eigentlich nicht schlecht …) - »Sorry ein richtiger Öcher sieht spielende Kinder ,wenn es etwas
anderes darstellt müsste meine Generation ja gestört sein .«
Q.e.d.! Damit ist alles gesagt; sowohl inhaltlich als auch orthografisch … - »Die Dame kann ja in eine andere Stadt ziehen.«
- »Wie versifft muss Frau sein?«
Hui! - »Man muss schon eine richtige Drecksphantasie haben, wenn harmlose
Wahrzeichen stören! Bestimmt eine Billafanfrau.«
Ja genau, Grünen-Bashing geht immer. Auch wenn die OBin schon seit Monaten außer Dienst ist. - »Eine Unbedeutende Minderheit Hatt nicht das Recht Stadtgeschichte
Zuändern«
Eine unbedeutende Minderheit hat auch nicht das Recht, lang bewährte Regeln der Deutschen Sprache zu misshandeln! - Gerne wird auch ohne Mandat einfach mal für alle gesprochen:
»Der Türelüre-Lißje-Brunnen ist doch kein Problem. Er gehört zu Aachen. Er ist Teil unserer Geschichte. Wir identifizieren uns damit.«
Aha, tun wir das?! - Immer gern genommen: Unterstellung und Beleidigung:
»weil ein paar leute da was sehen was vermutlich ihrem eigenen wirren Gehirn entspringt!!« - Und: »Wie krank muss man sein das als sexualisierte Szenerie zu sehen ,der Brunnen gehört zu Aachen wie das Armen in der Kirche.«
- »Unfassbar!! !! !! wieder ein klares Beispiel warum Deutschland
am Abgrund steht«
Kleiner hamwers nicht? - »Man baut ja auch den Dom nicht ab wegen den Negativberichten der
katholischen Kirche!«
Das verlangt doch auch keiner! - Der Gipfel an drüber:
»Wer die Geschichte leugnet, ist verdammt, sie zu wiederholen. Eine der Ursachen für den neuen linken Antisemitismus.«
Alter! Ändere deine Medikation, schnell! - Gerne wird die liebe Großmutter ins Spiel gebracht:
»Oma hat mir vor vielen, vielen Jahren das Denkmal gezeigt und das zugehörige Lied beigebracht.«
Das mag wohl so sein. Und wer hätte es je gewagt, einer Oma zu widersprechen! Oder ihr auch nur eine leicht andere Sichtweise auf die Dinge nahezulegen? Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages! Erst die Arbeit, dann das Vergnügen! Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert! Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen! Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt! - »Wahrscheinlich war das eine Student*in, der/die/das in 2 Jahren
wieder weg ist *lachsmiley*«
Zusammengefasstes Zitat, das den unbegreiflichen Hass der Oecher auf Studenten widerspiegelt.
Nur fürs Protokoll: 2024 hatte Aachen 2024 262.670 Einwohner; an den Hochschulen in Aachen (RWTH Aachen University, FH Aachen, University of Applied Sciences, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho), Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung, FOM (Hochschule für Ökonomie & Management) und Hochschule für Musik und Tanz Köln (am Rhein), Standort Aachen) gibt es etwa 57.500 Studierende. Das ist ein Fünftel. Es kommen hinzu etliche tausend Mitarbeiter. Sowie Ausgründungen und deren Personal. Und die müssen alle irgendwie wohnen, essen, trinken und leben. Kurz: Ohne Studenten und das Drumherum wäre Aachen ein ziemliches Dorf!
(Bin jetzt gespannt, wann das Oecher ICE mit Fackeln und Mistgabeln vor meiner Tür stehen wird …)
Erschreckend, wie viele Leute die Problematik nicht erkennen. Wollen sie nicht oder können sie nicht? Ich fand den Brunnen und das dazugehörige Lied immer schon fragwürdig. Hab aber gedacht: Das ist Historie und Tradition – das ist halt so. (Woanders haben sie Denkmäler für Despoten und Tyrannen. Da sind wir mit drei Knilchen noch gut bedient.)
Im Jahre 2026 sollte man Bauwerke, Gegebenheiten und Entscheidungen aus dem Jahr 1967 durchaus einmal hinterfragen können dürfen. Denn ein jeder mit ein bisschen Empathie müsste erkennen können:
Das ist eine Szene, die eindeutig übergriffig, entwürdigend und traumatisierend für ein Mädchen ist. Die Materialisierung eines Kinderlieds, in dem jemand verspottet wird, weil sie gezwungen wird, sich in die Hosen zu machen. Fakt ist – auch in Reimform: Ein paar Kerle, nur verharmlosend »Schelme« genannt, lassen ein Mädchen sich in die Buxe pinkeln. Honi soit qui mal y pense. So sind Jungs eben, haha – und statt einer Strafe bekommen die auch noch ein Denkmal hingestellt.
(Ein paar Jahre später fragen sie die junge Frau nach einem Date, und weil sie verständlicherweise keins bekommen, werden sie Incels und jammern rum. Siehe die Postings bei Jodel an jedem Spätabend!)
Zurück zum Thema: Wer sich je vor versammelter Mannschaft mal selbst eingeseicht hat, wird bestätigen können: Nicht schön sowas! Soll das verängstigte Mädchen nun weitere Jahrzehnte urinierend mit kaltem Harn an den Beinen in dieser peinlichen Situation hocken und sich von »Schelmen« verspotten lassen?
(Pst, das war eine rhetorische Frage!)
Ich bin mir sehr sicher, dass all diese Menschen, die nun so tun, als sei diese Sichtweise völlig aus der Luft gegriffen, so etwas nicht mit ihrer Tochter/Schwester/Enkelin machen lassen würden.
Szenario: Die eigene Tochter/Schwester/Enkelin kommt bitterlich weinend nach Hause. »Ich musste dringend auf Klo, aber die Jungen haben mich nicht gehen lassen, und dann habe ich in die Hose gemacht.« Die Erwachsenen: »Ach, das ist doch nicht so schlimm. So sind Jungs eben.« Und dann singen alle munter: »Türelüre-Lißje Klapperjass …«
Hey, bald ist doch Karneval! Ich bin gespannt, wer dann mal als Türelüre-Lißje gehen wird! Das Kostüm der Fußgruppen ist ja flott gemacht: Einfach einen Liter Orangensaft in den Schritt kippen und immer schön feucht halten. Und die anderen tanzen fröhlich drumherum Ringelreihen!
Einverstanden, wenn wir nach heutigem Maßstab bewerten, müssten viele der hiesigen Denkmäler geschleift werden:
- Wehrhafter Schmied (Selbstjustiz, Gewalt)
- Marktfrau und Teufel (arglistige Täuschung und Betrug)
- Puppenbrunnen (überkommene Rollenbilder)
- Fischpüddelchen (Kinderpr0n)
- Geldbrunnen (übelster Kapitalismus)
- Bahkauv (wiederholte nächtliche Überfälle)
- Hühnerdieb (nicht veganes Eigentumsdelikt)
- Kugelbrunnen (Le-bens-ge-fähr-lich, sag ich!)
- und auch Kaiser Karl höchstselbst (Sachsenschlächter)
Der Kompromiss wird wohl sein: Es kommt eine erklärende Plakette ans Denkmal; sagt jedenfalls der neue OB, der sich in einem Anfall von Mikromanagement der Sache angenommen hat. (Abgebaut werden muss das Teil ohnehin erstmal, wegen besagter Umbaumaßnahmen: Der Paubach soll demnächst freigelegt werden und dann soll freiburgerisch-mediterrane Atmosphäre hinterm Dom einkehren.)
Man könnte diesen Brunnen natürlich auch als Mahnmal und Handlungsaufforderung an die Verwaltung sehen, in einer Stadt mit über einer Viertelmillion Einwohnern und hömmele Touris gelegentlich ein paar mehr als die gerade einmal sieben öffentlichen Toiletten zu schaffen. (Anscheinend ist es hier gelebtes Brauchtum, Menschen am Besuch von Sanitäranlagen zu hindern …)
Es kamen auch rigorosere Verbesserungsvorschläge: »Ich bin für einen zweiten Brunnen: Drei Jungs, die sich vor lauter Schiss vor dem strafenden Bahkauv hinter dem Mädchen verstecken und sich in die Hosen kacken!«
Ich traue mich kaum, einer KI diese Szene zu prompten …
— — —
Ich wollte später dann doch noch illustrierndes Bildmaterial generieren lassen. Aber diese KIs sind ja solche Pussys!
ChatGPT verweigerte mir kurzerhand den Befehl! »Kurzfassung: Das Problem liegt nicht am Bahkauv, sondern an der Kombination aus Minderjährigen und einer bedrohlichen Gewaltszene.« Es zeigte sich aber kulant und lieferte unaufgefordert einen Vorschlag zur Güte:
»Du kannst den Prompt so anpassen, dass keine
Kinder in Gefahr sind, z. B.:
Option A (Alter ändern)
›Vier junge Erwachsene‹ oder ›Jugendliche im späten Teenageralter
(18–19)‹
Option B (Bedrohung entschärfen)
Bahkauv steht drohend in der Ferne; Bahkauv ist ein Denkmal
/ steinerne Figur; Bahkauv wird durch Magie aufgehalten
Option C (Stilisierung)
klar als Illustration, Märchenbuch, Comicstil, nicht realistisch«
Ja, das könnte ich alles machen. Das ist dann aber nicht das, was ich machen will!
Mit ein paar Tricksereien konnte ich Copilot und Gemini dazu überreden, mir etwas auszuspucken; auch wenn sie nicht recht verstanden haben, dass die Türelüre-Lisa von 2026 zwischen den Jungs und dem Bahkauv stehen soll:






Immer wieder faszinierend, was die sich KI so zurechtklaut, wenn man sie nur lässt.
Freitag, 6. Februar 2026
In Teilen Berlins war letztens tagelang Stromausfall. Nun kam raus: Die mutwillig beschädigte Leitung war bloß durch ein Gitter geschützt! Low hanging fruits. Die Verursacher wollten eigentlich nur kurz stören – und waren selbst völlig überrascht, welche Auswirkungen ihr Anschlag hatte. Die »Funktionsweise des ›kapitalistischen Alltags‹ durchbrechen« zu wollen, ist das eine; tausende Menschen bei Minustemperaturen tagelang im Dunkeln sitzen zu lassen, das andere.
Der Rest der Welt war überrascht, wie leicht sowas geht – und wie lange die Hauptstadt der drittgrößten Wirtschaftsnation damit zu kämpfen hatte!
Samstag, 7. Februar 2026
Im Medienmagazin »Töne, Texte, Bilder« von WDR 5 kam letztens ein Beitrag zum Thema »Diskriminierung von Senioren«. Es hieß, von der Digitalisierung fühlten sich viele ältere Menschen verunsichert und überfordert. Für diese Personen gäbe es nun Treffen, bei denen Ehrenamtliche die digitale Welt erklären …
Ach was? Doch schon?!
Computer und Internet haben vor ungefähr 30 Jahren breit Einzug gehalten. Die meisten Senioren von heute waren damals noch jung. War im letzten Vierteljahrhundert keine Zeit, sich mal damit näher zu beschäftigen?
(Außerdem ist es eine Unsitte heutiger Zeit, gleich Diskriminierung zu schreien, wenn für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe mal was nicht ideal läuft!)
Sonntag, 8. Februar 2026
Nur mit Handy bewaffnet im Tierpark unterwegs:

Ist dieser Kollege hier das süße Kängu-Baby aus dem letzten Jahr?



Neuzugang: Soay-Schafe aus dem Neolithikum:



Watt is? Watt willste?

Der Knabe hier erinnert mich an das Meme mit dem kleinen Mädchen im Auto:



Im neuen Gehege sollen ein Gürteltier, ein Faultier namens Björn Freitag sowie diverse Totenkopfäffchen zu sehen sein. Da der Verhau mit Spiegelungen der Hölle versehen ist, muss man das einfach mal glauben.


Hey, wenn man sie eh nicht sehen kann, könnte man die Biester eigentlich auch in der Wildnis belassen. Nehmen wir die Nasenbären: Die habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen!
Schmerz!

Es war ein entspannter Sonntagnachmittag – eigentlich. Denn stundenlang ratterte ein Hubschrauber quer übers Städtchen. Wie ich später erfuhr, zur Sicherheit, weil ein paar Leute Fußball spielen wollten und ein paar Idioten sich nicht im Griff haben. Alemannia Aachen gegen Rot-Weiss Essen, wegen traditioneller Feindschaft eine »Hochsicherheitsbegegnung«.Wenn ich sowas schon höre!
Hey, die planen doch was!

19 Uhr: Boah, der dappichte Hubi ist wieder da!
20 Uhr: Er ist immer noch da!
Montag, 9. Februar 2026
Oecher Prinz on Tour:

Vorbildlich, mit der ASEAG!
Ein Prinzen-Selfie hab ich also schon mal.

Dienstag, 10. Februar 2026
Wie ich letztens erfuhr, lebte Otto von Bismarck als junger Referendar einst in Aachen! Und zwar in der Wirichsbongardstraße 2. Da ist heute mein Dönerladen, das »Deniz Kebap Haus«, drin.

Mittwoch, 11. Februar 2026
Boah, ich kann das ganze Türelürelü nicht mehr sehen!
Um mal mit dem billigsten Argument der randvollen Kommentarspalten zu arbeiten: »Haben wir denn keine anderen Probleme?!«
Der Brunnen selbst ist inzwischen zweitrangig geworden. Die schnappatmige
Diskussion und hastig ins Internet gebellte Angst, »dass die einem das auch
noch wegnehmen wollen« (also irgendwas aus der nostalgisierten Kindheit,
das seit Jahrzehnten nicht mehr interessiert hat), zeigt, dass weite Teile
der Bevölkerung wieder (oder überhaupt einmal?) verstehen sollten, was Demokratie
bedeutet: Gemeinsam diskutieren, ohne Beleidigungen, Unterstellungen, Basta!-Ansagen,
Whataboutismen und ohne die Meinung anderer ins Lächerliche zu ziehen, weil‘s
sonst an Munition Argumenten fehlt.
Die Grundlage für eine faire und fruchtbare Diskussion wäre zunächst mal, dass man ernsthaft versucht, die Gegenposition zu verstehen. Ja, das kann anstrengend sein! Und eventuell auch dazu führen, dass diese schwerer angreifbar ist. Andererseits könnte man selber eine differenziertere und ausgewogenere Sicht auf die Sache bekommt und womöglich noch was lernen.
11. Februar 2026, was ist falsch mit dir?!

Weiberdonnerstag, 12. Februar 2026
Au Banan, dat Türelüre-Lißje is fott …

Nein, das sind nicht die ersten Bautätigkeiten am Paubach: Man schützt hier Kultur vor Kultur, denn in den nächsten Tagen kommen hier Karnevalszüge vorbei. Da werden hier immer alle Denkmäler verschalt. (Oder hat sich der Brunnen etwa sessionsbedingt als Kaaba verkleidet …?)
Trotzdem hatte ich diebische Freude, dieses Stöckchen in die FB-Gruppen zu werfen …
Eigentlich wollte ich ja nur kurz zur Rathausstürmung …












Sowas lesen zu müssen, führt bei mir immer noch zu körperlichen Schmerzen!

Und das wird auch nicht aufhören!
Freitag, der 13. Februar 2026
Lustig, jetzt bin ich so alt wie alte Leute!
Und meine eigene Zielgruppe! (Wie geht eigentlich dieses Internetz …?)
So ein Geburtstag zwischen den närrischen Tagen geht ja meist unter, so dass ich eher fernmündlich und digital »feierte«. Ich hatte ja schon mehrmals Geburtstag an Veilchendienstag (2018, 2024), Tulpensonntag (1972, 1983, 1994) und Aschermittwoch (1991, 2002, 2013) – aber noch nie an einem Rosenmontag!
Denn dafür war ich entweder zu spät (1956 und 1961) oder zu früh dran (2040 und 2051). Dazwischen waren einfach mal 80 Jahre Pause. Aber an meinem 69sten kann ich dolle feiern! Und am 80sten gleich nochmal …
Samstag, 14. Februar 2026
Ach, heut ist doch Sankt Valentin! Vor ein paar Jahren hatte ich aus diesem Anlass ja mal ein Bild von mir als Cupido zu zeichnen versucht; mit mäßigem Erfolg. Nun hab ich einfach mal eine KI drüberlaufen lassen:

Wer es plüschiger mag:

Übrigens: Wenn du am Valentinstag nicht verliebt bist, ist das keine große Sache, du bist ja auch nicht an Allerheiligen tot!
Der Postillon schlagzeilte: »Valentinstag: Frau erschlägt Mann mit neuem Bügeleisen«
Versteh ich nicht … Am Geschenk kann's nicht gelegen haben: So ein Premium-Bügeleisen bietet schließlich starke Dampfleistung, automatische Temperatur- und Stoff-Sensorik, Anti-Kalk-System, Selbstreinigungs- und Anti-Drip-Funktionen, Touch-Controls mit Display, großes Wassertank-Volumen und ergonomisches Design für effizientes, sicheres Bügeln!
Tulpensonntag, 15. Februar 2026
Die Kiddies hatten Glück mit dem Wetter:













Es gab anscheinend viel zu lachen …

Später gab’s noch Schnee!

Rosenmontag, 16. Februar 2026
Auch wenn man eigentlich keine Lust auf Karneval hat, ist es dann doch immer wieder schön: Inzwischen kenne ich ja sehr viele Akteure beim Zug, und die freuten sich, mich zu sehen. Dito. (Einige von ihnen treffe ich nur an Karneval und vermute, die kommen an Aschermittwoch wieder in die Kiste …)


Der WDR war auch da.



















Wie auch schon gestern nahm der karnevalistische Bandwurm baustellenbedingt einen Umweg über die Aurelius- und die Franzstraße. Die aber relativ spärlich bemannt waren. Wahrscheinlich, weil man ja immer da hingeht, wo man immer hingeht.
Im Vorfeld wurden wieder einmal die Kostensteigerungen bemängelt, speziell für das Wurfmaterial. (»Wurfmaterial«, allein das Wort!) Hey, wenn das Zeug so teuer ist, dann werft doch einfach weniger davon! Die Leute schleppen IKEA-Taschen und Bollerwagen voller Süßkram nach Hause, mit dem sie die Nachbarschaft bis Ostern ins Zuckerkoma schicken könnten. Und die Orangen Funken kratzen anschließend zig Tonnen von plattgetretenen Kamellen vom Trottoir.
Was auch nicht so schön war: Es hat ziemlich geregnet – und ich hatte beide Kameras dabei. (Ja, ich weiß, so ein Ersatzgerät zur Sicherheit wirkt viel besser, wenn es ein Ersatzgerät bleibt …)

Elektronik und Regenwasser vertragen sich leider furchtbar schlecht: Als sie zur Halbzeit beide den Dienst quittierten, hätte ich die Objektive auswringen können. (Nachdem ich sie später stromlos trockengelegt und gereinigt hatte, war klar: Eine hat es nicht geschafft …)

Den Rest des Rosenmontagszugs knipste ich daher nur gelegentlich mit dem Handy aus dem Fenster zuhause. Da hatte ich dann auch den besten Ausblick auf die spannendsten Motive: Die eher leichten Karnevalswagen werden ja meist von fetten Sattelschleppern gezogen, die ordentlich was wegschaffen können. Jedenfalls, wenn sie es nicht mit feuchtem Kopfsteinpflaster und zu wenig Gewicht auf der Hinterachse zu tun haben, trotz Betonklotz als Auflieger!

Etliche der großen Wagen scheiterten an der leichten Steigung und dem Knick in der Ursulinerstraße. Doch schnell fanden sich etliche Jecken, die die Kaventsmänner anschoben. Dat es Oecher Karneval!

Auch wenn ich bangte: Was, wenn jetzt einer von den netten Schiebern zwischen Zugmaschine und Anhänger ausrutscht …? Ging aber alles gut.

Irgendwann hatten sie sogar einen Traktor organisiert, der die Wagen Richtung Dom zog. Und dann sperrten sie die Ursulinerstraße für Passanten, denn selbst die Reifen des Traktors drehten durch – und das ist hier eine eher enge Gasse, da kann schon mal was zu Seite schleudern.

An dieser Stelle ein Extra-Lob an die Wagenengel, Verkehrskadetten und Polizisten: Denn eine Horde feiernde Karnevalisten wortreich um Einhaltung von Regel zu bitten, ist kein leichtes Werk.

Vorteil der Malaise: Als der Prinzenwagen kam, hatte Seine Tollität Lukas I. etwas Zeit. Sonst wuchten die Karnevalsprinzen ja immer beidarmig tonnenweise Zuckerzeug aufs Volk. Hier hatte ich ihn quasi für mich allein – so dass er mir nach oben ins Handy winken konnte.

Als Türelüre-Lißje ist übrigens keiner gegangen …
Wagen №1 beim Oecher Zug heute war »PUTIN HELL« von Jacques Tilly:


Nachdem ich diese Bilder abends um halb zehn gepostet hatte (auf meiner Facebook-Seite und vier Oecher Gruppen), war ich überrascht: Es gab sofort sehr viele Likes!
Es besteht also Hoffnung!
Doch auch die üblichen Bots, Trolle und Putin-Fanboys tauchten auf. (Erkennbar am Haustier oder Enkelkind als Profilbild und einer zweistelligen Anzahl an »Freunden«.)
Auffällig ist, dass der lauteste Jubel für Putin meist von denen kommt, die nicht in Russland leben müssen. Aus dem sicheren Deutschland Kommis in die Tasten kloppen, das können sie – in Russland wären sie längst Kanonenfutter.
Und natürlich traten auch die stets Besorgten auf den Plan. (Denkt doch mal an die Kinder!!!) »Ich persönlich finde solche Botschaften kann man auch Kinderfreundlich,ohne blutige Hände vermitteln!« Ja, erzähl das mal den Kindern in der Ukraine.
Dienstag, 17. Februar 2026
RIP Karneval, RIP Tröötemann! Happy New Year, Feuerpferd Bingwu!

Ist die AfD eigentlich Mitglied im Bundesverband der Familienunternehmen? Immerhin beschäftigen deren Funktionäre munter ihre Verwandtschaft (Schwestern, Brüder, Onkel, Tanten, Omas, Opas, Eltern, Ehepartner, Söhne, Töchter, Basen, Kusengs und Schwippschwager). Und damit’s nicht ganz so arg auffällt, gestalten sie ihre Vetternwirtschaft als Über-Kreuz-Beschäftigungen, dass es an Clankriminalität grenzt. Der Staat zahlt’s ja.
Aber man muss es verstehen: Niemand, der recht bei Trost ist, will bei sowas arbeiten! Vorher träumt man noch von einer glamourösen Karriere als Aushilfs-Reinigungskraft in einer Pferdemetzgerei, als Callcenter-Agent bei der Beschwerdehotline der Telekom oder als Kanalarbeiter in einer Megacity in einem Drittweltland. Auch Bürgergeldempfänger mit 100 % Kürzung zu sein, erscheint da attraktiver.
Der eine Typ hat ernsthaft die 85-jährige Ehefrau eines anderen angestellt! Im Homeoffice … Und jetzt versucht er das als seniorenfreundlich und generationenübergreifend inklusiv zu verkaufen.
Schöne »Alternative«, so patriotisch und grundanständig … Aber die
Anhänger der AfD folgen ihr trotzdem ergeben wie einem Fußballverein: Dem
schwört man ebenfalls lebenslange Treue – auch wenn das den Untergang
Abstieg bedeutet.
Apropos: Fünf Landesverbände der AfD sind gesichert rechtsextrem, vier Landesverbände sind Verdachtsfälle, die ehemalige Jugendorganisation war gesichert rechtsextrem und die Bundespartei wird als gesichert rechtsextremistisch eingestuft, auch wenn die sich juristisch dagegen zu wehren versucht, – wie wäre es denn mal damit, ein Parteienverbot zu prüfen?
Ich halte dieses Gedankenexperiment übrigens für falsch, die AfD doch einfach mal ein Bundesland regieren zu lassen, um sie zu »entzaubern«. Wäre schade um Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, sogar Bayern, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Bremen oder Hamburg.
Wenn man deren Vertreter schon unbedingt in seine Talkshows einladen muss, um sie »inhaltlich zu stellen«, dann soll man das gefälligst auch tun. Und nicht dem Parteichef dann windelweiche Fragen stellen, Frau Miosga!
Ihr Redaktion hätte Hitler wohl auch folgendermaßen angekündigt: Adolf war Maler, Hundefreund und hatte nur einen Hoden, herzlich willkommen!
(Oh wei, Chrupalla ist Malermeister!)
Geheimtipp: Das beste Mittel gegen die AfD ist übrigens, diese Partei nicht zu wählen!
Nie, nicht, auch kein kleines bisschen. Und auch nicht, wenn man stinkig mit den anderen Parteien ist.
Denn man wird der AfD nicht gerecht, wenn man sie nur auf Rassismus und Ausländerfeindlichkeit reduziert. Schließlich ist ihr Programm auch antisemitisch, arbeiterfeindlich, arbeitslosenfeindlich, armenfeindlich, behindertenfeindlich, frauenfeindlich, islamophob, krankenfeindlich, queerfeindlich, seniorenfeindlich und überhaupt verfassungsfeindlich. Da ist doch sicher für jeden nichts dabei!
Bin mir grad nicht sicher, ob ich nicht etwas vergessen habe. Und falls der »Inhalt« noch nicht abschreckend genug ist, lohnt ein Blick auf den »Stil« der Akteure:
Die Sammlung an Straftaten nebst Verurteilungen mit Geldstrafen und Vorbestrafungen bekannter AfD-Parteimitglieder ist imposant! Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung, Beleidigung, Geldwäsche, Körperverletzung, Nötigung, verharmlosende Holocaust-Vergleiche, Verwendung Hitler-Gruß-ähnlicher Gesten und verbotener Nazi-Slogans und Volksverhetzung sowieso. Mitunter auch als Wiederholungstat. Und das sind jetzt nur die flott ergoogelten!
Und an einen (einen einzigen!) konstruktiven, sinnvollen und oder gar vernünftigen Vorschlag von denen kann ich mich nicht erinnern!
Also: AfD – nix gut!
Dennoch fährt sie irre hohe Prozentzahlen ein. Und irre, dass deren Wählerschaft als erstes über die Klinge springen wird.
Aber kein Wähler-Bashing! Es besteht Wahlfreiheit in diesem Land. Noch. Aber wenn man dennoch mit ihren Inhalten liebäugelt, wählt man einfach CDU/CSU – die machen das doch prima nach!
So, damit dürfte wohl alles gesagt sein von meiner Seite aus. Und falls dieser unfähige Nepper-, Schlepper-, Bauernfänger-Verein dann doch irgendwann einmal die Macht ergreifen sollte, fahre ich ins Exil nach Schloss Gripsholm.
Aschermittwoch, 18. Februar 2026
Das gibt’s auch nicht so oft: Gleichzeitig mit der Fastenzeit startet diesjahr auch der Ramadan.
Von der Politik kommen derzeit wieder erfrischende Ideen fürs digitale Leben: Social-Media-Verbote für Jugendliche und generelles Handy-Verbot an Schulen.
Ja, das hätte was!
Man könnte aber auch den Plattformen selbst mal strengere Regeln auferlegen … Bessere Moderation, mehr Kontrolle, Verzicht auf süchtigmachende Belohnungsfunktionen et cetera.
Kompromiss: Wählscheibentelefone für Minderjährige! Da wird Chatten, Surfen und Mobben auf dem Schulhof sehr viel gemächlicher.
Ich fände eine Kopfhörerpflicht in Öffentlichen Personen-Nah- und Fernverkehr auch sehr fein. (Kurze Erinnerung: Es heißt Smartphone und nicht Megaphon!)
Außerdem wurde die Klarnamenpflicht im Internet wieder aus der Mottenkiste geholt. Das bringt nicht viel: 90 Prozent aller Beleidigungen und Todesdrohungen kommen von Günthers, Inges und Gabys, die wirklich so heißen!
Donnerstag, 19. Februar 2026
Happy burstday, Andrew Mountbatten-Windsor! The Epstein-Kumpel formerly known as prince wurde heute verhaftet. Allerdings nicht wegen zweifelhaften Gebarens mit viel zu jungen Frauen auf dieser ominösen Sex-Insel, sondern wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch: Ihm wird vorgeworfen, in seiner Funktion als britischer Handelsbeauftragter vertrauliche Dokumente an Epstein weitergeleitet zu haben.
Im Falle einer Anklage und Verurteilung droht eine bis zu lebenslange Haftstrafe. Dennoch ist er immer noch №8 in der britischen Thronfolge! (Wünschen wir William, George, Charlotte, Louis, Harry, Archie und Lilibet beste Gesundheit!)

Liegt es an mangelhaften Navis? Oder zieht der historische Stadtkern überlange Transporter magisch an?

Jedenfalls fühlte ich mich kurzzeitig wie im Suezkanal, als ich nach ein paar Minuten Rangiergeräusch aus dem Fenster sah. Unser grüner Freund hier hatte wohl weise entschieden, seine Reise durch die Winkel der Altstadt abzubrechen und stattdessen sein Heil in der Flucht nach Achtern zu suchen. Auch wenn ihm das ornslich Georgel abverlangte.
Freitag, 20. Februar 2026
Ich könnte schwören, hier war mal eine Brücke!

Samstag, 21. Februar 2026
In vier Wochen wird ja nicht nur der neue Bürgermeister von Gerolstein gewählt, sondern auch der Landtag von Rheinland-Pfalz. (Vielleicht wird Gordon Ministerpräsident.) Ich bin da zwar schon länger nicht mehr ansässig sowie wahlberechtigt, aber den Wahl-O-Mat nutze ich gern.

Auch wenn mich seine Ergebnisse diesmal ein bisschen irritieren …
Sonntag, 22. Februar 2026
Kommen wir zur Olympia-Nachschau. (Auch wenn ich außer der Curling-Wettbewerbe nur ein paar Clips und Schlagzeilen davon gesehen habe …) Es waren mal wieder »Momente für die Ewigkeit« *gähn*. Außer denen hier:
- Der Wolf auf der Langlaufstrecke
- Der eine Typ, der rückwärts durchs Ziel gefahren ist.
- Der andere Typ, der rückwärts durchs Ziel gefahren ist.
- Der Norweger, der fremdgegangen ist – und das ernsthaft vor laufender Kamera gebeichtet hat …
- Die Drohnenpiloten, die ihre Kopter mit 130 km/h durch den Eiskanal steuerten.
- Die Chirurgen von Lindsey Vonn.
- Der Ukrainer, der disqualifiziert wurde, weil er Bilder seiner toter Kameraden auf seinem Helm hatte.
- Die IOC-Chefin, die weinen musste wegen ihrer eigenen Regeln. (Habuuh!)
- Der eine Curler aus Kanada, der ein Händchen für Gold hatte – auch wenn’s nur der Finger war.
- Die Norweger, die das meiste Gold gewonnen haben – obwohl Seitenspringen gar nicht zu den Olympischen Disziplinen gehört.
- Der beste Mann: Jordan Cowan, der Herr im weißen Anzug beim Eiskunstlauf. Der hatte nicht nur ein grandioses, speziell angefertigtes Camera-Rig – der musste auch alle Choreos im Kopf haben und ist bei allen die ganze Zeit mitgefahren! Meist rückwärts!

Wann führt das IOC eigentlich mal Olympische Frühlingsspiele ein? Mit Magnolienblütensichten, Kunst-Spargelstechen, Pollen-Weitwurf, Maibaum-Kraxeln, Frühjahrsputz-Marathon (42,195 km barfuß Staubwischen mit Lego-Hindernissen), Ostereiersuche-Staffel, Vogelgezwitscher-Nachpfeifen und Heu-Schnupfen.
Oder Olympische Herbstspiele mit Pilzesammel-Speedrun, Drachensteigenlassen, Paar-Kastanienmännchenbau, Martinslaternen-Staffel, Apfelmost-Pressen, Kartoffelfeueranzünden-Vierer, Heizungs-Entlüften, Free-Style-Kürbisschnitzen und Laubbläsern.
Ich kann nicht glauben, dass das IOC solche Gelegenheiten liegen lässt!
Montag, 23. Februar 2026
Schlauer werden mit TikTok:
Laut neuester Forschung sei der Konsum von Kurzvideocontent problematisch: Er senke aktiv den IQ, verschlechtere die Aufmerksamkeitsspanne, guck mal, ein Eichhörnchen!, und verringere die allgemeine Lebenszufriedenheit.
Romantische Ironie! All das hat die junge Dame in einer dermaßenen Geschwindigkeit in ihr vors Näschen gehaltene Lavalier-Mikrophon gerattert und die ein oder andere sinnstiftende Silbe vernuschelt (»Du schadest Dein Gehörn …«) sowie lebensnotwendige Atempausen rausgeschnitten (klar, kein Mensch hat für so was Zeit!), dass sich mein Hirn tatsächlich™ wie frittiert anfühlt. Oder gesotten. Zumindest sautiert!
Einen Rückgang meines IQ indes kann ich nicht konstatieren. Das bestätigen mir Dunning und Kruger auch. Besser noch: Es steht demnächst eine Zwangsmitgliedschaft bei Mensa International an!
Und für die Verringerung der allgemeinen Lebenszufriedenheit ist bereits maßvoller Konsum von aktuellen Nachrichtensendungen verantwortlich!
Also, Entwarnung für den visuellen Cortex, den Temporallappen und viel graue Substanz. (Aber frag mal besser nicht meine Leber!)
Hier mal eine Liste der TikToker, die ich derzeit am interessantesten, informativsten oder lustigsten finde:
- Jimmy Rees
- Mary K
- Lewis Rossignol
- Alina Khani
- Rory Sutherland
- Scott Reeder
- un.logo
- Saskia Fröhlich
- it's a me, Silvia :)
- John Kiriakou
Eine Rangfolge möchte ich nicht festlegen: Jeder, der hier aufgeführt wird, darf sich geadelt fühlen!

Dienstag, 24. Februar 2026
Vier Jahre schon!








Mittwoch, 25. Februar 2026
Ein paar mir Unbekannte haben das Russlandkrieg-Album bei Facebook tatsächlich™ mit Tränenlachsmileys kommentiert …
Selbst dem dümmsten Putin-Knecht müsste doch inzwischen aufgefallen sein, dass der auch die eigenen Soldaten einfach als Kanonenfutter opfert! Mehr als eine Million russischer Soldaten sollen im Krieg gegen die Ukraine getötet oder verwundet worden sein. Für ein paar Quadratkilometerchen Ukraine! Unzählige Oppositionelle wurden in Russland ermordet oder weggesperrt: Putin führt Krieg auch gegen das eigene Volk.
Der nächste Aufreger im Städtchen: die Schmiedstraße!

Das ist eine kopfsteinbepflasterte Gasse im Schatten des Domes, die unter anderem ein paar Restaurationen nebst Außengastro beherbergt. (Wir reden hier von so 50 Metern.)
Nachdem die Stadtbaurätin nun angekündigt hatte, die Ausnahmegenehmigungen für die Gehwege zu überprüfen, weil gemäß Statuten Platz für Rollstühle und Kinderwagen auf dem Trottoir sowie für Rettungswagen und Feuerwehr auf der Fahrbahn frei bleiben müssen, kocht Volkes Seele erneut auf. Nicht ganz ohne Beteiligung der Aachener Zeitung und eines gewissen Redakteurs. Nomen est omen. (Bekommt man bei der AZ eigentlich einen Bonus, wenn man einen Sturm im Wasserglas entfacht?)
Nach dieser öffentlichkeitswirksamen Welle und Beschwerden von Gastronomiebetrieben, entzog der neue Oberbürgermeister der Stadtbaurätin und ihrem Fachbereich kurzerhand mal die Zuständigkeit. (Inklusive Insta-Reel …)
Wird Mikro-Management jetzt zum neunen Politikstil? Das gibt fette Abzüge bei der B-Note! Es sollte nicht Schule machen, Mitarbeiter und deren Entscheidungen öffentlich zu kritisieren. Und nachdem die Stadtbaurätin und die Mitarbeiter der Abteilung Straßenverkehr und Sondernutzungen von Bürgern und vor allem von der Presse massiv angegangen wurde, hätte ich erwartet, dass ein OB sich schützend vor seine Leute stellt, statt sich als »Macher« und »starker Mann« zu präsentieren und sie zu versetzen. Ein starker Mann würde seinen Leuten den Rücken stärken. Oder Sachen intern klären. Bevor er sich fürs Insta-Posting vor die Kamera stellt. Der Wahlkampf ist vorbei!
Zur Sache Schmiedstraße selbst:
Ja, es gibt diese vom Stadtrat 2018 festgelegten Bestimmungen, nach denen 1,50 m Restgehwegbreite für den »Begegnungsverkehr« auf dem Bürgersteig frei bleiben muss. Allerdings dürften nur selten Dutzende Gehbehinderte gleichzeitig durch die Straße schwärmen, so dass ein paar Stühle und Tische mit Mampfenden außer einem ästhetischen wohl kaum ein Problem darstellen dürften.
Andererseits hat die Fachabteilung viel zu lange die ausufernde Außenbestuhlung toleriert. (Wenn man etwas gar nicht hat, ist es okay; wenn einem was genommen wird, was man hatte, fühlt sich das scheiße an. Der Unmut daher verständlich.)
Ein Vorschlag: Macht statt der Außengastronomie einfach ein paar Parkplatze dahin! Damit ist Robert Esser bestimmt auch zufrieden.
(Aber markiert die Parkplätze in Regenbogenfarben!)
Fun-fact: Sobald der Paubach oberirdisch durch die Schmiedstraße geführt wird, hat sich das Thema Außengastronomie dort eh erledigt.
Aber nochmal im Ernst: Bei meinem Ortstermin fielen mir vor allem die vielen Radfahrer auf, die dort zwar erlaubt, aber mit deutlich erhöhtem Tempo durch die Fußgänger kachelten … Vielleicht könnte man dagegen mal was unternehmen.
Donnerstag, 26. Februar 2026
Heute feierte ein neues Premium-Format Premiere, das die regionale Eventlandschaft laut Veranstalter nachhaltig prägen wird: Die Aachener Media-Night!
Ich hatte sogar eine Presse-Einladung fürs »Liebig« erhalten – doch ist ein Red Carpet so gar nicht mein Habitat. Daher konnte ich nicht Bekanntschaft schließen mit VIP-Gästen aus TV, Radio, Medien, Reality, Influencer-Szene, Wirtschaft und Politik wie Joachim Llambi, Paul Janke, Anna Maria Zimmermann, Arthur Abraham, Eva Benetatou, Kollegah, Erkan Cörtlek-Zimmermann, André Scheidt sowie Felix Sturm, Majoe, Iris Katzenberger, Janine Pink, Tatjana Gsell, Mo Idrissou, Bert Wollersheim, Walentina Doronina, Kate Merlan, Elisa Albrich, Aline Jost, Nicki Pistola, Adrian, Dr. Selma Uygun, Venoth Nagarajah, Luis Pawolka, Tatjana Witte, Greta Barthel, Bernd Breiter, Severino Seeger, Kati Zucker, Dennis Schlick, Bobby Chambers, David und Sebastian Franke, Sarah Jane Wollny, Charlison Benschop, Dr. Murat Dagdelen, Ornella-Katharina, Andreas W. Herb, Leon Shankara, Marvin Keil, Maria Lo Porto, Oussama-Anwar, Marcel Kay, Christian & Alicia, Severino, Kati Zucker, Michelle Monballijn, Sarah, Bernd Breiter, Irina Zeiser, Dr. Bünyamin Özgören, Maurice Fuchs, Meike Emonts, Belle, Sarah Sparklz, Amy, Alen Patela, Ahmet Kaynak, Marco Cerullo, Dennis Schick, Timja Bilali, Familie Hoppenstedt, Heinz Becker, Hans Arsch, Lies T. Überhauptnochwermit, Amira Mischewski, Kevin Saszik, Didi Veron, Darleen, Dr. Ivonne Schmitz, Charlison Benschop, Sonja Schwarz, Kavila Wiener, Mariama Bah, Kyoko Li, Bobby Chambers, Anna Kanetidou, Lisa, Deniz K. Özil, Die Frankes, Stefan Braun, Janina Erdem-Witte, Marco Shastri, Ginger Costello, Sarah Jane Wollny, Vanessa Grassl, Jenny Grassl, Kevin Platzer, Prof. Dr. C. Kleinschnitz, Alex & Angelina, Marco Strecker, Jannik Kontalis und Prinz Lukas I., Karnevalsprinz von Aachen (a.D.)
(Wer sind diese Menschen?!)
Freitag, 27. Februar 2026
Es geht wieder lohoos!

(Erster!)
Seitdem das Sturmtief Lambert vor ein paar Jahren zwei Linden hingerafft hatte, klafften nun zwei leere Baumscheiben vorm Dom. Bevor die wieder bepflanzt werden, dürfen der Stadtarchäologe Andreas Schaub und sein Team nach Fundstücken aus der Vergangenheit buddeln.

Bis zum Barock sind sie schon vor- beziehungsweise hinuntergestoßen und haben nach zwei Tagen Grabungszeit bereits einen Zahn, bemalte Keramik und zwei Tabakpfeifen aus Pfeifenton entdeckt. Man erwartet sich Erkenntnisse aus der Römer- und Nachrömerzeit bei ungefähr 1,50 Metern Teufe. Es bleibt also spannend.

Was ich aber nicht verstehe: Warum sucht man nur in der Fläche der zwei Baumscheiben? Könnte man nicht auch den Bereich dazwischen mal entpflastern und etwas großformatiger graben? Aber als Archäologe puzzelt man wohl gerne.
Heute kam übrigens auch der Kostenvoranschlag für die Kamera-Reparatur. Nun weiß ich, dass Karneval mich 373,61 Euro gekostet haben wird.
Samstag, 28. Februar 2026
Da macht man einmal einen Vormittag lang kein Doomscrolling …:
»USA und Israel greifen Iran an, Teheran reagiert mit massiven Gegenschlägen«
(Der erste und einzige Träger des FIFA-Pissprice war wohl bored of peace.)
Das letzte Bier haben wir immer noch getrunken!

»Ich kann mit Kritik umgehen.
Ich lösch die einfach.«
(Friedrich Küppersbusch)
