März 2026
Montag, 2. März 2026
Nur noch ein halber Tag noch, dann isser wieder voll!

Dienstag, 3. März 2026
Hui, weil hier gestern bei der regio IT wegen eines Stromausfalls einiges in die Fritten gegangen ist, gab es heute Störungen und Totalausfälle bei der Software von öffentlichen Verwaltungen in ganz NRW! Schon erschreckend, wie schnell wegen sowas ein halbes Land brachliegt.
Dieser Merz mal wieder: Es schimpfte nun öffentlich über die deutschen Olympioniken, weil die ihm zu wenig Edelmetall mit nach Hause gebracht haben.
(Kein Wunder, wenn man Bobfahren, Skispringen und Curling vom Lehrplan streicht!)
Wir sind schon das schlimmste Volk, was man als Bundeskanzler so haben kann.
Bevor jetzt einer sagt, ich wäre einseitig: Was macht eigentlich Alexander Dobrindt? Ich hab von dem lange nix mehr vernommen. Ich sehe das so wie bei kleinen Kindern: Wenn die zu lange ruhig sind, taugt das meist nicht viel …
Und tatsächlich™: Der Bundesinnenalexander hat den kostenfreien Zugang zu Integrationskursen stark reduziert. Nur noch Menschen mit bereits gesicherter Bleibeperspektive sollen die Kurse auf staatliche Kosten besuchen können. Diejenigen, bei denen der Status (noch) unklar ist, müssen selbst dafür zahlen – oder Däumchen drehen, statt die Zeit für den Erwerb von Sprache, Rechtsordnung, Wertekanon und hiesige Gepflogenheiten zu nutzen.
Genial: So schafft man schon heute das oft beklagte Integrationsproblem von morgen!
Und erschwert den Motivierten den Zugang auf den Arbeitsmarkt, der jetzt erfreulicherweise für alle Flüchtlinge bereits nach drei Monaten zulässig sein soll – und der mit Kenntnis von deutscher Sprache und Kultur deutlich geschmeidiger läuft.
Mittwoch, 4. März 2026
So, es geht los:

We watch in reverence as Narcissus is turned to a flower. – A flower?!

Nach einem Ausflug zum Lousberg habe ich mein Titelbild bei Facebook mal altersgemäß eingestellt!
Donnerstag, 5. März 2026
Ab Juli soll für den Besuch des Kölner Doms (außerhalb von Gottesdiensten) Eintritt verlangt werden. Man munkelt, dass der Preis zwischen zwölf und 15 Euro liegen soll.
Dafür kriegste grad mal ein paar Liter Sprit – Schnäppchen!
Vorteil des Ganzen wäre: Die Kapelle am Bahnhof würde wieder zu einem Ort der Stille und Besinnung. Zuletzt war sie ja eher ein Rummelplatz für Touris, quengelnde Schulklassen, die eigentlich viel lieber zu Mecces wollen, und diverse Zugverspätungen überbrückende Bahnreisende mit sperrigem Stückgut. Und die Domschweizer können wahrscheinlich noch ganz andere Anekdoten erzählen.
Kann man das Ticket dann eigentlich mit seiner Kirchensteuer verrechnen? (Ich frage für einen Freund.)
Freitag, 6. März 2026
Obwohl ich popkulturell sozialisiert bin, habe ich von Claire Bretécher bislang nie etwas vernommen. Das änderte sich heute schlagartig beim Vortrag von Willi Blöß »Art Storys – Kunstgeschichte(n) in Comicform« im Centre Charlemagne.

Der Wikipedia-Eintrag der französischen Comiczeichnerin und Autorin ist verdammt kurz. Dabei hat sie mit René Goscinny zusammengearbeitet und einigen Einfluss auf die Comic-Kultur ausgeübt, zum Beispiel durch ihren minimalistischen Zeichenstil. (Hallo, Herr König!)
Unter anderem hat sie sich mit Fragen und Folgen des Feminismus‘ auseinandergesetzt – was ich daran merkte, dass alle anwesenden Frauen, mit denen ich sprach, ungefähr sagten: »Was, die kennst Du nicht?!«

Man möge mir daher mein Nichtkennen nachsehen: Ich näherte mich als Kind und Jugendlicher der Kunstform Comic an – und Comics für Kinder (speziell Jungs) hat sie ja nun nicht gezeichnet.
Samstag, 7. März 2026
Nach dem Vortrag im CC gestern gab es heute die Vernissage mit den Werken von Willi Blöß im KURARO, sogar in groß.

Seine Comics im Kleinformat (10,7 × 14,3 cm) hat in den letzten 30 Jahren wahrscheinlich ein jeder schon einmal entdeckt, der sich in einem Museumsshop nach einem Souvenir umgesehen hat. Statt einen Kugelschreiber oder Kühlschrankmagneten kann man sich dort seit 30 Jahren preisstabil (3,00 DM/Euro) eine von 48 fundierten Künstler-Biografien über Pablo Picasso, Andy Warhol, Joseph Beuys, Vincent van Gogh, Hieronymus Bosch, Frida Kahlo, Niki de Saint Phalle, Keith Haring, Salvador Dalí, Egon Schiele, Otmar Alt, Horst Janssen, Nam June Paik, Der Blaue Reiter, George Grosz, Klaus Staeck, Romantik, Paula Modersohn Becker, Hundertwasser, Gustav Klimt, David Hockney, Edward Hopper, Robert Capa, Rubens, Magritte, Camille Claudel und Rodin, Wilhelm Busch, Rembrandt, Ernst Ludwig Kirchner, Dürer, Tamara de Lempicka, Goya, Edvard Munch, Monet, Gauguin, Peggy Guggenheim, Amedeo Modigliani, Artemisia Gentileschi, Frans Masereel, Yayoi Kusama, Caspar David Friedrich, Hans Holbein d.J., Frank Lloyd Wright, Marina Abramović, Louise Bourgeois, Lyonel Feininger, Sempé oder jetzt halt Claire Bretécher erwerben.



Sonntag, 8. März 2026
Ich wünsche allen Weltfrauen einen schönen Tag!
Sonnenuntergang im Saharastaub:

Den Meteoriten kurz danach hab ich allerdings leider verpasst …
Armer Kerl, muss man sich mal vorstellen: Da chillst du Millionen Jahre mit deinen Kumpels gemütlich im Asteroidengürtel, wirst dann von einem größeren Bro fies angerempelt und ballerst anschließend 200 bis 300 Millionen Kilometer durchs Sonnensystem, nur um dann in einem Schlafzimmer in Koblenz zu enden!
Montag, 9. März 2026
Meine Wege führten mich heute in die Gemeinde Gangelt. (Hui, da war doch vor sechs Jahren diese berühmte Corona-Kappensitzung!)
Ich plante meine Anreise recht wagemutig mit Bus und Bahn. Start war am Elisenbrunnen: Da fuhr erstmal kein einziger Bus; keine Ahnung wieso. Irgendwas muss ausgefallen sein. Jedenfalls verwiesen sie die Reisewilligen zum Bushof – der aber in entgegengesetzter Richtung liegt. Also machte ich mich per pedes auf zum Bahnhof, denn ich reise stets mit massig Puffer – und hab ja wieder eine gangbare Hüfte.
Dort fiel meine Verbindung nach Geilenkirchen einfach mal: aus! Die nächste Bahn dorthin wäre erst eine Stunde später gefahren – damit würde ich auf jeden Fall zu spät kommen. Wer weiß, was sonst noch passiert.

Also fuhr ich mit einem anderen Zug erst mal nach Herzogenrath, um dort dann umzusteigen. (In diejenige RB33, die in Aachen ausgefallen war …) Diese Bahn fuhr leider entsetzlich laaangsam, so dass zu der normalen Verspätung am Start noch zähfließende Minuten hinzukamen und ich meine Chance, den Anschluss noch zu erreichen, schwinden sah.

Immerhin kann man sich inzwischen ja unterwegs online schlau machen über die weitere Route: Ich sollte an Gleis 3 ankommen und von Gleis 1 abfahren. Runter, rüber, hoch – könnte klappen. Also schon mal Startaufstellung eingenommen und beim Zughalt losgerannt. (Was nicht ganz korrekt ist: A gentleman will walk but never run. Speziell GenTLman hat nämlich die schlechte Angewohnheit, sich bei so was gern etwas zu brechen, zu zerren oder zu reißen!)
In H’rath musste ich festzustellen, dass wir wider Erwarten auf Gleis 7 angekommen waren … Also flott treppab, durch den langen Tunnel und wieder treppauf. Auf Gleis 1 angekommen sehe ich dann, dass der Zug an Gleis 2 steht, aaah! Wieder runter, zurück und rauf – wobei ich mich dann auf der Treppe tatsächlich™ fast langgelegt hätte. Zum Glück nur halber, weil ich mich am Geländer festhielt und mit der linken Hand auf dem Boden abstützte. (Ich weiß, soll man nicht, aber sag das mal meinen Reflexen.) Bis auf ein geprelltes Handgelenk und bisschen Schrammen bleib ich daher unverletzt.
Exkurs: Rollsplit mag ja eine feine Sache bei Schnee und Glatteis sein, bei 20 Grad im Sonnenschein ist er aber purer Hohn weil Ursache für Stürze speziell auf Terrain, das oft für unfreiwillige Sprints genutzt wird!
Die DB könnte ihr Logo langsam mal in BDSM ändern!

Wobei: Tanken ist grad auch nicht vergnügungssteuerpflichtig …

(Aber keine Panik: Bei 9,99⁹ Euro ist Schluss – weiter reichen die Ziffern auf der Anzeigetafel nicht!)
Apropos Logo: Diese Beule ist eine Delle!

In der Gerbergasse in Geilenkirchen entdeckte ich die Haihover Juffer von unserem Freund Bonifatius Stirnberg:


Da wir 16 Bundesländer, ein Deutschland und ein Europa haben, ist zwangsläufig fast jedes Jahr ein Superwahljahr. Das heurige begann mit Baden-Württemberg gestern. Auch wenn das eine knappe Kiste war, neuer Minischterpräsident dürfte wohl Cem Özdemir werden. Die CDU hat trotz Vorsprungs in den Umfragen verloren.
Der Spitzenkandidat der SPD (5,5 %) kündigte seinen Rücktritt an.
Die hatten einen Kandidaten?!
Ba-Wü ist zwar etwas speziell, aber dennoch kleiner Tipp für die SPD: Ihr verliert doch eh eine Wahl nach der anderen, dann zieht doch zur Abwechslung mal ein sozialdemokratisches Programm durch! Also wenn ihr mal an der Regierung seid. Gerne auch durch Piesacken des Koalitionspartners. (Habt in der Ampel ja bei Lindner sehen können, wie man so was macht.)
Sonst ist »SPD« demnächst nur die Abkürzung für Sonstige Partei Deutschlands.
Dieter Hildebrandt sagte über die SPD einst: »Man kann die Faust nicht ballen, wenn man die Finger überall drin hat.«
Dem Spitzenkandidaten der CDU hat’s die Wahl a weng verhagelt hintenraus. Er hieß Manuel, braune Haare, blaue Augen, wie ein Bankkaufmann bei der Sparkasse Ulm. Er hatte vor acht Jahren in einem Video leicht chauvihaft von einem Schulbesuch in einer Klasse mit 80 Prozent Mädchenanteil berichtet: »Also da gibt’s für 29-jährige Abgeordnete schlimmere Termine als diesen«, und sich über das Aussehen der minderjährigen Fragerin ausgelassen.
Kann man mal machen. Aber sich dann nicht wundern, wenn man nicht Landesvater wird in Zeiten nach #MeToo.
Es ist übrigens komplett egal, wer wann wo diesen öffentlich verbreiteten Fernseh-Clip repostet hat. (Zoe Mayer find ich neuerdings ganz gut.)
Den Grünen Cem Özdemir ehrte sein Fairplay, denn er nahm seinen Kontrahenten in einer Fernsehsendung sogar in Schutz: Er sei sich sicher, dass Manuel Hagel »das heute nicht mehr so formulieren« würde. Manch anderer hätte da feste draufgehauen!
Dann gab es aber noch einen Bericht aus dem Mittagsmagazin, in dem Hagel bei einem als Minipraktikum konzipierten zweistündigen Schulbesuch in einer Gemeinschaftsschule in Stuttgart eine Lehrerin anwatzte: »Jetz red i mit de Kinder!«
Und auf Nachfrage unfähig war, den Siebtklässlern den seit Jahrzehnten bekannten Treibhauseffekt am bunten Schaubild zu erklären: »Zwischen der Erde und der ẞonne is die Atmosphäre. Und wenn die immer dünner wird, dann wird die ẞonne immer heißer. Und der Grund dafür sind Abgase, CO₂ und und und. Das ist dieser Treibhausgaseffekt. Alright, oder?«
Nix ist da »alright«: Bodenlos cringe war das, Wallah, Alter, ich schwör! No Front, aber no Rizz, Bro. Eher ein NPC-Move. Voll goofy. Lowkey delulu. Safe eine red flag. Und minus 100 Aura!
Hat der auch damals bei diesen Schulstreiks mitgemacht, als der Stoff dran war im Unterricht?
(Kleiner Tipp für Özdemir: Vielleicht Lehrerin Petzold zur Bildungsministerin machen?)
Die CDU gewann trotzdem fast sechs Prozentpunkte hinzu …
Die AfD kam auf 18,6 Prozent – obwohl ihr Kandidat nicht mal für ein Landtagsmandat, sondern nur gleich für den Ministerpräsidenten-Posten angetreten war. Und trotz Querelen, Filz, Getöse und Vetternwirtschafts-Skandal der AfD. Der Wähler, das unbekannte Wesen.
Im einstigen Stammland der FDP spielen die ehemals Liberalen nun definitiv keine Rolle mehr. Das hat der Markt geregelt.
Doch let’s flood the zone with Spahn!
Die Zweitplatzierten von der CDU beschweren sich nun, der Wahlkampf in Ba-Wü wäre eine »Schmutzkampagne« gewesen. (Schmutzkampagnen – damit kennen die sich ja aus!)
Es ging hier um ein einziges Video! Das inkriminierte Filmchen stammt immerhin aus einer frei zugänglichen Fernseh-Ausstrahlung und nicht etwa aus einem Hinterzimmer mit versteckter Kamera. Bei einer Kampagne wäre man wohl ganz anders vorgegangen – strategischer, professioneller, massiver und hinterlistiger. Wie zum Beispiel bei der gegen Robert Habeck beim letzten Bundestagswahlkampf.
Wer für ein hohes Amt kandidiert, müsste eigentlich wissen, dass er vorher in die »Eierschleifmaschine« kommt (© Peer Steinbrück). Da hat man doch Leute in seinem Wahlkampfteam dafür abgestellt, potenzielle Angriffsflächen zu suchen, damit man schädliches Material beizeiten selbst ein- und aus der Welt räumen kann.
Und das Übliche heutzutage, wenn einer ertappt wird beim Fauxpas: Statt Einsicht zu zeigen, sagte Hagel nur lapidar, seine Frau habe ihm damals anschließend »de Kopf gwasche«. Hey, dann wählt doch seine Frau! Für das Amt eines Präsidenten braucht man schon ein Minimum an Format.
(Und nein, Minimum ist keine kleinwüchsige amerikanische Mutter.)
Doch damit nicht genug: Weil nur 0,5 Prozentpunkte Unterschied bestehen, schlug die CDU nun vor, man könnte sich das Ministerpräsidentenamt ja schön mal teilen; ihr zwei Jahre, wir zwei Jahre.
(Und dann mit Amtsbonus in die nächste Wahl gehen? I see what you did there!)
Nix da, gwonne isch gwonne!
Denn ein halber Prozentpunkt ist gar nicht so unwesentlich: Mit 0,6 weniger wäre die Tante SPD aus dem Landtag rausgeflogen. Und mit 0,6 mehr wäre die Linke reingekommen!
Hätte die CDU das wohl auch vorgeschlagen, wenn sie vorne gelegen hätte?! Oder war das mal wieder ein Test, wie weit man gehen kann mit seinem Bullshit?
Ich werde mich nicht daran gewöhnen! Ich werde einen Rant starten! Je-des-mal!
Dienstag, 10. März 2026
Ich könnte heute meinen 27. Homepage-Geburtstag feiern. Der ist aber unrund; daher tue ich es nicht. Was verbindet man denn schon mit der 27? Den Klub 27 höchstens …
(Upsi, dann sollte ich hier die nächsten 365 Tage wohl mal sehr vorsichtig sein!)
Und noch ein Jubiläum: Seit 3.652 Tagen, also seit genau 10 Jahren, bin ich bei JODEL.

Wir erinnern uns, das ist diese Studi-App, der ich erst laaange nach meiner Exmatrikulation beigetreten bin. Ich vermute aber, all die Aktiven von damals und heute sind ebenfalls längst keine Studenten mehr.
Wobei, aktiv?! Da kommt auch nur noch langweiliger Kram! Diese Plattform ereilt wohl das Schicksal aller zielgruppengebundenen Foren: Irgendwann ist deren Zeit vorüber.
Ich hab sie ja alle kommen und gehen sehen, ICQ, StudiVZ, werkenntwen.de – und das sind nur die Guten.
Insta war noch nie gut, und FB – ach hör mir auf!
Die modelkartei.de war mal okay, doch da erhalte ich seit ein paar Jahren aber auch nur noch Anfragen von Models auf Englisch, die sich gegen Geld nackig photographieren lassen wollen. Zu 99 Prozent sind das welche aus der Ukraine. Und oft heißt es »Hey, ich bin demnächst gleich bei Dir in der Nähe, in Brüssel« …
Facebook gibt’s nur noch, weil es noch nichts anderes gibt für die aktuelle Zielgruppe.
Mag mal einer meine App-Idee namens »ElephantsGraveyard« proggen? Claim: »Die letzte App, die Du je brauchen wirst!«

Ich hab da mal ein Exposé erstellt erstellen lassen:
»ElephantsGraveyard«: Die minimalistische, barrierearme All-in-One-App, die ältere Menschen in ihrer letzten Lebensphase unterstützt. Sie bündelt die wenigen, aber entscheidenden digitalen Funktionen in einer einzigen klar strukturierten Oberfläche – ohne Überforderung, ohne Ablenkung.
Reduktion statt Vielfalt! Die App ermöglicht es, zentrale Lebensinhalte wie Erinnerungen, wichtige Kontakte und persönliche Dokumente einfach zu verwalten, festzuhalten und nur mit ausgewählten Angehörigen zu teilen.
Features:
- Einfaches Festhalten von mitteilenswerten Erinnerungen (Text, Bilder, Audio, Video, Krankheitsgeschichte im Wartezimmer)
- Optional: mit Freigabe für Angehörige
- Stark vereinfachte Kontaktliste (nur wichtigste Personen: Familienmitglied, Fleischereifachverkäufer, Jung us der Straß) mit Wiedererkennungs-Scan: »Guten Tag, Herr äh …«
- Ein-Klick-Anrufe und -Nachrichten mit Selbstlöschfunktion
- »Ich lebe noch«-Signal (Statusmeldung ohne Gespräch – bei der Bahn bekannt als Totmannsknopf)
- Erinnerungsfunktion: Medikamente; Arzttermine; Wochentag; Wo verdammtnochmal hab ich meine Brille hingelegt?!
- Hinterlegen von Dokumenten (Testamente, Patientenverfügungen, Vollmachten – jederzeit online in Echtzeit änderbar bei unbotmäßigem Verhalten, ihr undankbares Pack!)
- Persönliche Nachrichten für Angehörige (manuell freigegeben oder post mortem zeitgesteuert)
- To-do-Liste für Pflege, Sterbehilfe und Beisetzung (inklusive Playlist für Pflege, Sterbehilfe und Beisetzung)
Doch zurück zu den Plattformen:
Irgendwann tickt entweder die Userschaft aus und zieht in Scharen weiter
oder die Enshittification setzt ein nimmt überhand. Wahlweise in
Kombination. Oder ein durchgeknallter Multimilliardär kauft sich den Bums
und macht daraus eine rechtsextreme Pornokloake und nennt das ganze »Meinungsfreiheit«.
Gut, so weit ist Jodel noch nicht.
Ein Taubenschwänzchen, beim Snacken erwischt:



Ziemlich hektische Kerlchen übrigens, diese Kolibrischmetterlinge!
Mittwoch, 11. März 2026
Gerolstein findet Erwähnung in der Aktuellen Stunde des WDR, oha:
NRW und RLP wollen die Eifelstrecke zwischen Köln (am Rhein) und Trier (an der Mosel) teilweise zweigleisig ausbauen lassen, um mehr Personen- und Güterzüge fahren lassen zu können.
An sich eine feine Idee. Wenn das nicht wieder bedeutet, dass man jahrelang nicht gescheit da runter kommt! Vor fast fünf Jahren hat die Hochwasserkatastrophe weite Teile der Gleise zerstört. Statt die nun riechtfort wieder aufzubauen, wird da seit ewig an der Elektrifizierung der Strecke gewerkelt – mit entsprechenden Ausfällen.
Wenn da jetzt noch Baumaßnahmen für ein zweites Gleis dazukommen, heißt es für Jahre wieder gute Nacht, verlässliche Bahnfahrt!
Pünktlich zum Jahrestag von Fukushima bezeichnete die EU-Kommissionsuschi den Atomausstieg als Fehler und will in Zukunft wieder auf Kernkraft setzen …
Klar, das ist die Lösung, auch für Deutschland: In einem Land, das Jahrzehnte braucht, um einen Bahnhof, ein Opernhaus oder ein paar Brücken zu bauen, könnte ein neues Atomkraftwerk die aktuellen Energieprobleme in Nullkommanix lösen!
(Wie weit kommt ein Öltimer mit 1.000 Megawattstunden Atomstrom wohl? Und wie viel Grad wärmer macht 1 GWh die Wohnung mit Gasetagenheizung?)
Vom Wurstinfluencer in der Münchner Staatskanzlei kam letztens auch die Idee für »Mini-Atomkraftwerke«.
Was bin ich auf die »Mini-Endlager« gespannt – und wo in Bayern sie wohl stehen werden!
Und auf all die Mini-Super-GAUs …
(Tschernobyl wird nächsten Monat übrigens 40!)
Aber inzwischen muss man ja schon froh sein, dass keine Atom-Waffen gefordert werden!
(Wobei: Dann wird Numero 3 wenigstens kurz.)
»Wenn wir was falsch gemacht haben, dann soll es jetzt ›puff!‹ machen.« –
»Wieso ›puff‹?« –
»Mein Gott, es macht eben ›puff‹!«
(Loriot)
Donnerstag, 12. März 2026
Und die EU so: Vegane Wurst darf nun doch Wurst heißen.
Ja super! Da hätte ich mir meine krass kreativen Vorschläge ja auch sparen können!
Es ist wieder mal was Schlimmes passiert: Ein zwölfjähriges Mädchen wird vermisst. Die Polizei hat eine Vermisstenmeldung rausgegeben. Besorgte Frauen – denn in der Regel sind es Frauen – re-posten das nun fleißig, aber kommentieren auch wichtigtuerisch unter der Meldung: »Geteilt in Aachen-Brand!«, »Geteilt in Roetgen!«, »Geteilt in Heinsberg!«, »Geteilt in Verlautenheide!«, »Geteilt in Aldenhoven!«, »Geteilt in Langerwehe!«, »Geteilt in Breinig!«, »Geteilt in Eschweiler!« und »Geteilt in sonstwo«. Ja, jetzt wird alles gut, Helga …
Erstens: Als ob ein Kommentar einen ganzen Ort informieren würde!
Zweitens: Das Internet funktioniert so nicht.
Samstag, 14. März 2026
Jürgen Habermas ist gestorben.
Ich wusste gar nicht, dass der noch lebte …
Quatsch, das wusste ich schon – aber nicht, dass er auch sterben kann!

Wer hätte das gedacht? Beim RTL gibt’s eine neue Samstagabendshow, die Spaß macht: »Wer weiß wie wann was war? – Die Show der Generationen« Ü20 gegen Ü40 gegen Ü60 – unterhaltsam, lehrreich, Chapeau! (Auch wenn da ein Komma fehlt.)
Moderiert wird die Show von Stefan Raab … was mich zunächst hat zögern lassen. Doch man hat ihm eine Frau an die Seite gestellt. Was sage ich, eine Frau: die Frau! Barbara Schöneberger, wen denn sonst? (Und korrekterweise muss man sagen, dass er an ihrer Seite steht …)
Wir wollten der neuen Sendung eine Chance geben und machten aus, mal bis zur ersten Werbepause zu gucken und uns dann gegebenenfalls einer öffentlich-rechtlichen Mediathek zuzuwenden. Doch wir blieben bis zum Ende dabei.
(Ich hatte mir kurz Sorgen gemacht, womit RTL sein Geld verdient, denn: Die erste Werbepause kam erst nach über einer Stunde um 21 Uhr 23!)
Bei der Alemannia überlegt man gerade laut, ob man vor den Fanatikern
Fans einknicken und Pyrotechnik bei Fußballspielen in gesonderten Bereichen
zulassen soll. Wegen der Fankultur, die für Verstimmung Stimmung
im Stadion sorgt. Wenn man’s doch eh nicht verhindern kann!
(Nach dieser Denkart könnte der Einzelhandel auch alle seine Ladendetektive und Überwachungskameras einsparen, da ja ohnehin geklaut wird. Oder man könnte im Schwimmbad einen gesonderten Bereich im Bassin ausweisen, wo ausdrücklich gestrullert werden darf!)
Mal was größer gedacht: Man könnte doch alle, die wollen, in so ein Endstadium reinpacken und dann die Tore zusperren. Dann hauen die sich da gegenseitig auf die Rübe und ballern, was die Bengalos hergeben. Pyrotechnik ist doch kein Verbrechen! Danach wird kurz mal durchgekärchert – und es herrscht Ruhe im Karton. Und im Bahnabteil.
Sonntag, 15. März 2026
Was ist schlimmer: Die Iden des März – oder die Ideen des Merz?
(Sorry, das schrie doch heute förmlich nach einem Kalauer!)
Nicht ganz so lustig:

Ein Stück weit! …
Weiß der, wie eine Brandmauer funktioniert?! Man sieht zu, dass kein Funke überspringt. Kein einziger! Weil sonst die ganze Hütte brennt.
(Vor 31 Jahren erschien übrigens das Buch »Nieten in Nadelstreifen: Deutschlands Manager im Zwielicht« von Günter Ogger.)
So eine Brandwand heißt auf Englisch übrigens Firewall. Klingelt's da? Die schützt – übertragen auf den IT-Bereich – wertvolle Elektronik und Daten. Da bohrt man auch kein Loch rein! Auch nicht ein Stück weit.
Aachener Wohnungsmarkt 2026: Reizvolle Souterrain-Apartments zu vermieten. Sehr zentrale Lage; schön geschnitten.

Eine Antwort auf meine Frage letztes, warum sie den Münsterplatz nicht komplett archäolügenialkohöllisch umpflügen, ist mir nun selbst gekommen: Sie haben nicht genug Kapazitäten! Beziehungsweise zu viele Baustellen gleichzeitig offen, die altertumskundlich betraut werden müssen.
Anscheinend haben die Enthüllungsjournalisten von Reuters schon jede Schweinerei in ihrem Lande aufgedeckt. Wieso hätten sie sonst Zeit und Muße gehabt, Banksy zu enttarnen?
Trommelwirbel: Es soll ein Brite aus Bristol sein, dessen Namen man nicht kennt, den er aber auch schon vor Jahren geändert haben soll. Erkenntnisgewinn? Riesig … Jetzt müssen bestimmt die Geschichtsbücher umgeschrieben werden. Nicht.
Die Aktion von Reuters erinnert ein wenig an den kleinen Jungen, der seiner kleineren Schwester verrät, dass die eigenen Eltern es sind, die die Weihnachtsgeschenke bringen, und nicht das Christkind!
Die Folge: Die Magie ist weg, das Schwesterchen weint, die Eltern sind sauer – aber man hatte einen kurzen Moment lang das Gefühl, viel schlauer zu sein.
Montag, 16. März 2026
Happy 25ᵗʰ Birthday: Vor einem Vierteljahrhundert ging die deutschsprachige Wikipedia an den Start!

(Für die Jüngeren: Das ist diese Internetseite, wo man früher seine Hausaufgaben abschrieb, bevor es ChatGPT gab.)
Sehr erkenntnisreiche Auftaktveranstaltung für die »Internationalen Wochen gegen Rassismus« in der Kammer des Theaters Aachen:
»Die gefährdete Demokratie«, Vortrag und Diskussion mit Ann-Katrin Müller.




Denn die einen sind im Dunkeln. Und die anderen sind im Licht.
Und man siehet die im Lichte. Die im Dunkeln sieht man nicht.

Wo ich bin, ist vorne!
Gegen Ende, bei den Zuschauerfragen, beschwerte sich eine Zuhörerin: Es wäre ja nur um die AfD gegangen! Und dass man ja nichts mehr sagen dürfe. (Standardstanze inzwischen.)
Hm, tatsächlich™ ging es beim Referat und im Gespräch danach auch um CDU/CSU, FDP (wobei: inzwischen vernachlässigbar …) SPD, Grüne – und uns alle!
Dass die AfD beim Thema »gefährdete Demokratie« mehrmals explizit erwähnt wird, könnte Gründe haben …
(Und eventuell daran liegen, dass die Referentin SPIEGEL-Redakteurin mit dem Schwerpunkt AfD ist!)
Und tatsächlich™ darf man hierzulande noch alles sagen (q.e.d.), was keine Volksverhetzung oder Beleidigung ist – man muss halt das Echo aushalten! Und nicht auf Zustimmung pochen.
Oder eben zahlen: Das Landgericht Berlin hat dem AfD-Politiker Stephan Brandner untersagt, »zu behaupten oder zu verbreiten, Ann-Katrin Müller sei eine ›DAS ZITIER ICH NICHT!‹‚ ›DAS AUCH NICHT!‹ oder ›UND DAS SCHON GAR NICHT!‹«. Weil er das aber dennoch tat, belaufen sich seine zu zahlenden Ordnungsgelder inzwischen auf ungefähr 50.000 Euro.
Bitte weiterhin immer schön alles sagen!
Was sehr bemerkenswert war: Zwei Stunden Vortrag, Gespräch und Diskussion – ohne ein einziges Mal Gendern!
Es geht also doch.
Dienstag, 17. März 2026
Sláinte Paddy, Pádraig, Pat, Patric, Patrice, Patricia, Patricius, Patrick, Patrick, Patrik, Patrisius, Patrizier, Patryk, Patti, Patty & Podge!

Wie schon erwähnt, soll das ehemalige Horten-Gebäude zum »Haus der Neugier« mit Bib und VHS umgebaut werden. Demnächst wird’s konkret, und schon heute gab es in der Mulde des LuFo anschauliche Informationen zum Interieur. (Sehr detailliert: Über das Farb- und Materialkonzept hatte ich mir noch gar keine Gedanken gemacht!) Auch wenn die üblichen Verdächtigen in den FB-Kommentarspalten unken: Könnte gut werden.




Außerdem lernte ich dreierlei:
- Eine »ehrliche Decke« ist eine nicht-abgehangene Decke mit freier Sicht auf die artichektonische Grundkonstruktion und den brutalen Betong.
- »Graue Energie« bezeichnet die Energie, die für die Herstellung, den Transport, die Lagerung, den Verkauf und die Entsorgung eines Produkts insgesamt aufgewendet wurde, also in ihm enthalten ist.
- Es gibt ein »CO²-Äquivalent« …

Mittwoch, 18. März 2026
Diverse Femura, Tibiae und Fibulae in der ehemaligen Baumscheibe, vermute ich.

Gegen die Verlockungen des Spam-Ordners bin ich ja einigermaßen immun: »Haben Sie das schon gesehen?«, »einmaligen Vorteilspreis u sichern: «, »sichern Sie sich die Millionen - aber nur für kurze Zeit! «, »Lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen!« und »Vielfach prämierter Testsieger!!!« lassen mich kalt.
Stinkig werde ich jedoch, wenn man mich dort mit »Lieber Thomas Langens,« anschreibt. Das bedeutet nämlich, dass irgend so ein shitty Anbieter unbefugt meine Daten weitergeben hat!
Löschen lassen kann man sie nicht, denn an die Verantwortlichen kommt man nicht heran. »Bitte beachten Sie, dass diese E-Mail nicht von XYZ.de direkt versendet worden ist und XYZ.de keinen Einfluss auf den Empfängerkreis hat. Möchten Sie sich aus diesem Verteiler abmelden, wenden Sie sich bitte direkt an den Absender.«
Weil das noch nicht reicht: »ZYX LLC ist nicht für den Inhalt bzw. das Angebot verantwortlich, sondern fungiert ausschließlich als technischer Dienstleister. Bei Fragen zum Angebot bzw. zum Inhalt der E-Mail wenden Sie sich somit bitte an den Anbieter.«
»Bitte beachten Sie, dass diese E-Mail nicht vom Werbetreibenden direkt versendet worden ist, sondern Sie sich bei uns oder einem unserer Kooperationspartner für diesen Service registriert haben.« (Nein, das habe ich ganz, ganz sicher nicht!)
Supi, damit sind dann ja alle fein raus! Und niemand weiß, wer genau jetzt Anbieter, Absender, Dienstleister, Werbetreibender, Kooperationspartner oder hundsverfickte Arschgeburt ist.
»Möchten Sie sich aus diesem Verteiler austragen, klicken Sie hier, um sich schnell und einfach vom Erhalt des Newsletters abzumelden.«
Ja, wahrscheinlich werde ich jetzt auch noch auf einen Link in einer Mail im Spamordner klicken! »Schnell und einfach« hat man sich da schnell und einfach was weggeholt – oder zumindest den Spammern bestätigt, dass diese Mail-Adresse aktiv ist.
Was mühe ich mich eigentlich hier immer so ab: Vom Postillon kommt doch eh das Genialste: »Kulturstaatsminister verbietet Bücher mit linksbündigem Text« …
En point! Vom Kulturkampfminister Wolfram Weimer hört man auch sonst nur wenig Gutes.
Und Kultus ist doch Ländersache – was macht so ein Kulturschadsminister den ganzen Tag lang?
Letztens hat er wohl drei als »politisch links« geltende Buchhandlungen von der Preisträgerliste des Deutschen Buchhandlungspreises streichen lassen, weil ominöse »verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse« vorlägen. Wat et net all jitt! Also so Erkenntnisse – und einen Buchhandlungspreis. Sowie Totholzprodukte von Ildikó von Kürthy, Gisèle Pelicot und Giulia Enders, die die Verfassung schädigen könnten …
Bei der Berlinale und bei der Leipziger Buchmesse hat er sich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Als Patron der deutschen Buchhandlungen fällt er wohl aus. Und von der ablehnenden Haltung gegenüber der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, höchst persönlichen Plagiatsvorwürfen, der Publikation von Texten ohne Zustimmung der Autoren und Vermittlung von Kontakten zu Politikern gegen Entgelt rede ich noch gar nicht!
Aber ach: Im August 2025 verbot er den Mitarbeitenden Mitarbeitern
im Kanzleramt die Verwendung geschlechtergerechter Sprache in dienstlichen
Schreiben und Vermerken.
Punkt für dich, Wolli!
(Es ist echt schwer heutzutage …)
Ich las kürzlich, dass die Union letztes Jahr mehr Geld mit Großspenden eingenommen hat als alle anderen im Bundestag vertretenen Parteien. Ich weiß ja nicht genau, wer da was wofür spendet, aber: Die geben sooo viel Geld aus – und dann ist das alles, was sie dafür kriegen?!
Aber auf einige Kandidaten ist ja Verlass: Auf einer Energiekonferenz in Texas – wie passend! – stellte Katherina Reiche vor Ölbossen (wohl alten Bekannten) und US-Politikern einfach mal die EU-Klimaziele infrage. Unsere Bundesunwirtschaftlichkeitsministerin glaubt nicht, dass die EU bis 2050 klimaneutral sein kann.
Das glaube ich auch nicht, wenn die so weitermacht!
Außerdem will sie Fracking in Deutschland zulassen …
Genau mein Humor: Das Wasser vergiften, aber bei Windrädern und Solarpanels Zeter und Mordio schreien!
Donnerstag, 19. März 2026
Nochmal etwas Onomastik. Heute hat Josef Namenstag; genauer: Zimmermanns Jupp, seinerzeit wohnhaft in einer römischen Provinz in der Levante. (Sein Stiefsohn hat es später zu einiger Bekanntheit gebracht.)
Ihn kann man auch Beppe, Ghjaseppu, Giuseppe, Giusi, Hohepa, Howsep, Ioseb, Ioseph, Iōséph, Iosephus, Iōsês, Iosif, Iosifu, Jāzeps, Jef, Jo, Joĉjo, Jody, Joe, Joep, Joey, Jojo, Joop, Joos, Joosep, Jooseppi, Joost, Jos, Joschka, Jose, José, Joseba, Jósef, Josep, Josèp, jōsēp̄, Josepe, Joseph, Josephus, Joses, Josey, Josif, Josip, Jóska, Joško, Joso, Josyp, Jowsep, Jože, Jozef, Jožef, Jozefo, Jozo, József, Józsi, Juozapas, Juozas, Jupp, Jusuf, Jusuf, Juuso, Osip, Pepe, Pepito, Peppe, Peppi, Peppino, Pino, Seff, Seòsaidh, Seosamh, Sepp, Seppel, Sjef, Soso, Xosé, Youcef, Yusif, Yusuf, yūsuf, Ýusup, Yuusuf, Zé, Zeca, Zef, Zequinha, Zezé, Ἰωσῆς, Ἰωσήφ, Йосип, Иосиф, Йосиф, Іѡсифъ, Јосиф, Осип, Հովսեփ, Յովսէփ, იოსებ, სოსო, יוֹסֵ und يوسف nennen. Was eine Varianz!
Wobei die Mädels-Varianten noch interessanter sind: Fieke, Fien, Fiene, Fifi, Finka, Giosetta, Giuseppa, Giuseppina, Giusi, Giusy, Iina, Jo, Jodene, Jodi, Jodie, Jody, Joetta, Joey, José, Josée, Josefa, Josefien, Josefiina, Josefin, Josefina, Josefine, Josepha, Josèphe, Josephina, Joséphine, Josette, Josiane, Josie, Josipa, Jozefa, Jožefa, Józefa, Jozefien, Jozefina, Jozefína, Józefina, Jožica, Pepca, Pepita, Pien, Pina, Posie und Posy.
Morgens war ich hart an der Grenze, bei einer der letzten Telefonzellen des Landes:

Auf dem Weg zurück passierte ich diese Skulptur vor dem Reiff-Museum in der Schinkelstraße:

Ich hielt das immer für einen gigantischen Bierflaschenöffner. (Ich hab jahrelang in einer WG mit Maschis gewohnt, hallo?! Und aus heimatlichen Gründen erkenne ich einen 17er-Schlüssel sofort, wenn ich einen sehe!)
Aus anderer Perspektive gesehen ähnelt die Bronze jedoch eher einem Federvieh. Und tatsächlich™, das Werk von Helmuth Schepp heißt »Phoenix«.
Asche auf mein Haupt!

Ich mag Nolien!



Abends dann nochmals/letztmals EGMONT, Prosit!

Xavier Naidoo war nicht da.

Freitag, 20. März 2026
Dann also doch: Chuck Norris ist gestorben.

Im Internet kennt man ihn. Er wird vor allem in Erinnerung bleiben, weil er der evangelikalen christlichen Rechten in den USA angehörte, weil er Anhänger des Kreationismus war und die Evolutionstheorie für falsch hielt und weil er überzeugter Unterstützer der Republikanischen Partei war. Jetzt hat er's wahrscheinlich schön warm.

Der Bundesrat hat den Weg für eine Autokennzeichen-Liberalisierung frei gemacht: Städte ab 20.000 Einwohnern können demnächst eigene Nummernschilder vergeben. Dies soll die regionale Identität und das Stadtmarketing fördern.
(Bei BAE für Baesweiler mag das ja noch angehen, Baby. Aber bei ALO für Alsdorf …?!)
Ich wohne ja schon länger fern der Heimat und werde mir in diesem Leben wohl auch kein Automobil mehr zulegen, hatte aber schon überlegt, was Gerolstein wohl für ein Kürzel bekommen würde. GER, GEO und GEL sind schon weg. GEN hätte ich cool gefunden. Und mir dann GEN-IE 314, GEN-AU 42 oder GEN-TL 6 an die Karre geschraubt!
Aber nein, mangels Masse muss Gerolstein im Landkreis Vulkaneifel auf immerdar ein schnödes DAU vorn und hinten auf dem Blech haben!
Dabei ließen sich mit VUL doch viel schönere Begriffe bilden …

Aber davon ab: Die Straßenverkehrsämter sind schon so überlastet.
Und wenn es schon um Liberalisierung auf dem Nummernschild gehen soll, warum dann nicht die Buchstaben nach dem Strich freigeben? Dann könnten Anton Hofreiter, Heinrich Heine, Hugh Jackman, Klaus Zahnen, Nina Simone, Stefan Aust und Stefani Schweizer auch mal ein personalisiertes Auto fahren!
Die Verwendung von Hakenkreuzen, Wolfsangeln und Siegrunen würde ich weiterhin strafbar lassen. Aber arglose Buchstaben- und Ziffernkombinationen auf Alltagsgegenständen? Nicht jeder der eine 88 schreibt oder »Sommersemester« abkürzt, hegt gleich verfassungsfeindliche Absichten. (Und wenn doch, dann sieht man’s wenigstens sofort!)
Vernissage »RASSEMBLEMENTS« von Raphaël Demarteau in der AVT. Da gibt es unangenehmere Termine für einen Fünfundfünfzigjährigen.







Samstag, 21. März 2026
Knappes oder teures Öl ist ja die eine Sache, aaaber:

Wenn hier der tägliche Kaffeestrom versiegt, läuft in diesem Lande so gar nichts mehr!
Heute erreichten mich die amtlichen Wahlunterlagen für den Ratsbürgerentscheid zur Olympiabewerbung Rhein/Ruhr 2036, 2040 oder 2044. Weil hier der ganze CHIO-Kram ja eh schon rumsteht, sollen die Wettbewerbe des Pferdesports in der Soers stattfinden.
(Dabei dürfen wir Oecher jetzt nicht etwa abstimmen, in welchem Jahr genau wir teilnehmen wollen, sondern ob überhaupt.)

Tatsächlich™ ist es mir ein klein bisschen egal, ob die Olympischen Spiele hier stattfinden – solange nicht Curling mit dabei ist!
Klar, so eine Chose muss von langer Hand geplant werden. Doch diejenigen, die heute abstimmen dürfen, was in zehn, 14 oder 18 Jahren hier stattfinden soll, sind nicht im Entferntesten deckungsgleich mit den Leuten, die in zehn, 14 oder 18 Jahren die Kiste hier bezahlen und ertragen müssen. Da können wir denen schön einen reinwürgen!
Aber das kennt der Nachwuchs ja schon von rente, Naturschutz und Klima.
Fun-fact: Selbst wenn die Entscheidung negativ ausfällt: Der nationale Mitbewerber Berlin hat für die Reiterei hier auch schon angefragt!
Schadenfreude ist doppelt so schön, wenn sie keinen Armen trifft:
Mark Zuckerberg stampft sein »Metaverse« ein. Dafür hatte er seinen Laden sogar in Meta umbenannt! Aber nach ein paar Dutzend Milliarden verbrannten Dollars war wohl mal Zeit für die Reißleine.
Das gar nicht mehr so Neue Orchester Aachen in Hagios Dimitrios:




Sonntag, 22. März 2026
Wahltag, Entscheidung in Rheinland-Pfalz!
75,8 Prozent Zuspruch, stabile Dreiviertelmehrheit bei der Gerolsteiner Bürgermeisterwahl – Glückwunsch, Winfried!
(Was gute Photos doch alles bewirken können …)
In Mainz liegt die CDU vorne. Regimewechsel! Die kalte Tante SPD hat ein einst sicheres Bundesland verloren, trotz Amtsbonus. Gordon wird wohl der nächste RLP-Ministerpräsident werden.
(Es sein denn, jemand kommt auf die Idee, man könnte ja halbe-halbe machen …)
Wer hätte vor 40 Jahren gedacht, dass ausgerechnet Birresborn mal eine solche Quelle der Macht werden würde!
(Bei Mürlenbach hätte ich es verstanden, denn da ist ja unser Kaiser Karl geboren.)
Lustig jedenfalls, wenn man einen künftigen Landsvater kennt, der in der Schule vier Jahre unter einem war …
In Bayern wurde immerhin kommunal gewählt, der Münchener SPD-Reiter hat: verloren.
Das sind eine Menge roter Wahlschlappen in letzter Zeit!

Und Markus Söder muss demnächst ertragen, dass das Oktoberfest von einem grünen Münchner Oberbürgermeister eröffnet werden wird.
Von einem Grüüünen!
In den letzten Tagen kam des Öfteren die Forderung auf, dass »wir Männer« nun auch mal was dazu sagen sollten. Es geht um Christian Ulmen, der von seiner Ex-Frau Collien Fernandes per SPIEGEL-Titel und diversen Talkshows beschuldigt wird, viele Jahre lang über Fake-Accounts sexualisierte Fake-Bilder von ihr veröffentlicht, in ihrem Namen mit anderen Männern anrüchig gechattet und ich weiß nicht was sonst noch gemacht zu haben. Während ihrer Ehe!
Dazu möchte ich mich folgendermaßen äußern: Männer sind Schweine.
(Traue ihnen nicht, mein Kind!)
Falls die Vorwürfe zutreffen sollten: Was für ein krankes Schwein!
Allerdings: Ich war nicht dabei und weiß nicht, was genau passiert ist. Aber ich stehe auch nicht so auf Sippenhaft und Vorverurteilung. Auch und gerade bei Prominenten. (Warum muss ich jetzt an Jörg Kachelmann, Kevin Spacey, Andreas Türck und Johnny Depp denken?)
Sorry, Ladys, ich bin ein Mann und ich krieg das auch nicht so schnell geändert.
Aber ich versuche seit Jahrzehnten, mich einigermaßen zu benehmen. Und würde jederzeit Einspruch erheben, wenn im Fußballstadion, beim Junggesellenabschied, auf dem Bau, beim Zocken mit den Jungs, auf dem Rap-Konzert, in der Männer-Umkleide, beim Cruisen mit dem Bikerclub oder im Puff chauvinistische Altherrensprüche gemacht werden …
Montag, 23. März 2026
Wir erinnern uns noch an die Haarbachtalbrücke? Die hat eine kleine Schwester, die auch renoviert wurde. Dort am Übergang von Haaren zur Hüls haben »ost.4.tel« und »jagama.art« Streetart geschaffen:

(Ich frag mich nur, warum sie ein Portrait von Meg Ryan als Junge verwendet haben …)



Der beste Kommentar auf Facebook:

(Der Mann ist professioneller Graffiti-Entferner …)


Hier auch mal ein Bild von diesem sagenumwobenen Haarbach:

Niemand ist eine Insel! Im Moment werden wohl die Wohnungen derjenigen entrümpelt, die in den Achtzigern Mitglied in Bertelsmanns Bücherclub waren …

Oh nein, die Gasballons sind weg!!!

Da ich kein Kriegstagebuch führen möchte, kommt hier das Wichtigste der letzten drei Wochen en bloc:
Bei der US-»Militäroperation« gegen den Iran ist immer noch nicht ganz klar, ob es nur der 3. Irankrieg oder schon der 3. Weltkrieg ist.
(Puh: Diesmal haben wir nicht damit angefangen!)
Außerdem: Warum?!
Muss Trump jetzt seine ganzen Friedenspreise zurückgeben? (Nein! Gekauft ist gekauft.)
Die Amis geben ihren Völkerrechtsbrüchen ja immer so schneidige Namen. Der aktuelle Angriff auf den Iran heißt »Epic Fury«, auf Deutsch übersetzt ungefähr so was wie »Ablenkung von den Epstein-Files«, »Bald sind Midterms« und »Sowieso ne Scheißidee«.
Ach, Israel macht ja auch mit. Vergisst man schon mal. Gaza und Libanon reichen wohl nicht. Aber sie haben lange genug gewartet, bis sie einen POTUS finden, der dumm genug ist. Bei denen heißen die völkerrechtswidrigen Angriffe »Operation Löwengebrüll«.
Die dezimierte, aber immer noch wehrhafte iranische Führung schlägt – wie zu erwarten war – wild um sich: Alle Länder in der Nachbarschaft kriegen was ab.
Was nicht verwundert: Das Mullah-Regime ließ letztens sogar sein eigenes Volk zu Zehntausenden niedermetzeln, als das aufbegehrte. Vielleicht hätte man schon damals mal ein paar Bomben auf die Mullahs schmeißen sollen? (Ein UNO-Mandat dafür hätte es sicher gegeben.)
Man nennt es wohl »asymmetrische Kriegsführung«: Die kleinen Kampfdrohnen des Iran sind sehr viel billiger als die passenden Abwehrmittel der US-Amerikaner. Es heißt, eine Shahed-Drohne koste um die 20.000 Euro – eine Patriot-Rakete hingegen mehrere Millionen. Irgendwann geht den Amis die Munition aus. Oder die Knete. (Es heißt, die mega-gaga MAGA-Gagas daheim werden schon unruhig.)
Und jetzt ein überhaupt nicht funny Fun-fact:
Die Ukraine soll den USA ihre Unterstützung angeboten haben im Kampf gegen die iranischen Kamikaze-Drohnen …
Anfangs gab es wohl Iraner, die auf den Straßen tanzten, weil es so aussah, dass es vielleicht einen Regimechange im Mullah-Staat gibt.
(Wenn das wirklich der Beginn eines Weltkriegs sein sollte, dann war die Stimmung dabei noch nie so gut!)
Außerdem macht der Iran die Straße von Hormus dicht.
Was heißt dichtmachen: Sie drohen allen mit Beschuss, die da durchfahren wollen. Außer, sie haben eine chinesische Flagge drauf.
Chapeau, auch das ist eine echt kostengünstige Maßnahme, um die komplette Weltwirtschaft auszubremsen! Auf beiden Seiten dieses Nadelöhrs stauen sich nun hunderte Schiffe, die keine Drohnen oder Raketen abbekommen möchten. Was wir an den gestiegenen Spritpreisen schon jetzt merken – und an den Preisen für sonstige Energie, Lebensmittel (wegen fehlendem Dünger) und Was-weiß-ich-noch-alles, dessen Rohstoffe aus dieser Gegend kommen, demnächst merken werden.
Durch diese Straße fließt nicht nur Öl.

Exkurs:
Bis ich diese Straße von Hummus fertig hatte, hat's gedauert! Wenn ich selbst gekocht hätte, wär's wohl schneller gegangen – und sähe besser als von KI »generiert«.
(Und diese Scheiße soll demnächst allein entscheiden, wen sie wie und wo zerbombt?!)
Apropos: Im Spitzengespräch von Robert Habeck mit FTZNFRTZ Friedrich
Merz bei Maybritt Illner vor der Bundestagswahl 2025 machte Habeck deutlich,
wie wichtig Maßnahmen gegen die wirtschatliche Abhängigkeit von anderen
sind: »[…] wenn der mal nicht liefert, weil er nicht will, nicht kann
oder auf der Straße von Hormus Terror ist, […]«
Ich sag ja nur!
Wider Erwarten zieht sich die Sache was. Also wider Trumps Erwarten …
Nun hat er die NATO-Partner angebettelt, ihm doch bittebitte zu helfen bei dieser leidigen Hormus-Geschichte. Nachdem er sie vorher mit absurden Zöllen überzogen hat – und letztens sogar einen Teil von ihnen annektieren wollte!
(Aber hey, wir wollen mal nicht so sein. Wir können ihm ja 5.000 Schutzhelme schicken!)
Funfact: Falls das Ziel dieses Kriegs war, die Straße von Hormus zu öffnen: Vor dem Krieg war sie offen!
Es ist immer noch nicht ganz klar, ob Trump hypergeniales 4D-Schach mit 17 Unbekannten spielt – oder einfach gar keinen Plan hat. (Ich habe da aber so eine Vermutung …)
Ganz untypisch für ihn hat er diesmal noch nicht einmal versucht, sein Volk zu belügen!
Und wahrscheinlich sagt er irgendwann, der Krieg ist aus die Maus, denn es gäbe da einen geheimen Deal – und er wäre natürlich der Gewinner.
Schade für all die Toten! Sehr schade.
Und während alle noch Richtung Nahost schauen, blickt Trump schon begierig nach Kuba: »Ob ich es befreie oder übernehme. Ich kann damit machen, was ich will.« Wahrscheinlich um vom Iran-Desaster abzulenken.
(Was macht eigentlich Thomas Matthew Crooks gerade? Macht der noch Ohrloch-Piercings?)
Die Kubaner improvisieren trotz des Embargos seit den späten Fünfzigern tapfer weiter, doch seit Venezuela gefallen ist, bekommen sie von da kein Öl mehr geliefert. Anderen Ländern droht Trump mit Strafzöllen, wenn sie die Sanktionen umgehen sollten. Treibstoffmangel, Stromausfälle, gestörte Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln – das wird jetzt wirklich übel für den Kommunismus unter Palmen.
Doch zurück in hiesige Gefilde: Was für ein Timing! Kurz nachdem Wirtschaftsminiministerin Reiche die Renaissance von Öl und Gas beschlossen hat, schießen die Preise für fossile Energie durch die Decke.
Gewiss, das sind gewaltige Zahlen von jetzt auf gleich.
(Und komisch: Der Preis für den Sprit stieg sofort, obwohl das Öl dafür doch schon längst hier war …)
Doch wenn ich mir angucke und anhöre, wie viele Leute durch die City cruisen und hirnlos hier hochbrettern, ist Treibstoff wohl noch nicht teuer genug!
Und kost‘ Benzin auch zwei Mark zehn – scheißegal, es wird schon gehn.
Und jetzt komme mir keiner mit Forderungen nach einer »Benzinpreisbremse«. Das hat bei letzten Mal schon nicht funktioniert, weil die großen Tankstellenkonzerne genau wissen, wie sie das meiste mal schön selbst einstreichen – und weil dieser Aktionismus mal wieder überproportional die Betuchten mit (großem) Auto entlasten würde.
Meist wird sowas gefordert von Leuten, die sonst sofort »Kommunismus!« schreien, sobald der Staat mal was Lenkendes tun will.
Die Kosten für Wohnraum und Lebensmittel könnten auch mal sozialverträglich unterfüttert werden. Aber da will keiner ran.
Gut, man könnte als Mobilitätspreisbremse auch bezahlbaren, überall verfügbaren und zuverlässigen ÖPNV subventionieren, vielleicht mit einem deutschlandweit gültigen Ticket …
Ein paar Spezialisten hier glauben, ganz clever zu sein, indem sie zum Tanken rüber nach Belgien fahren. Dort stellen sie sich in kilometerlange Schlangen, um für ein paar Groschen weniger zu tanken.
Es lebe Europa!
Wobei, auch wieder nicht: Grenznah wohnende Belgier beschwerten sich schon, dass sie nun ja ebenfalls in der kilometerlange Schlange warten müssten wegen der doofen Deutschen, die ihnen ihr schönes Benzin wegzapfen.
(Ich werde das gelegentlich vorbringen, wenn ich mal wieder im Kaufland an der Kasse stehe, mit zig Belgiern mit zwei überrandvollen Einkaufswagen vor mir …)
Wenn es doch bloß Mittel und Wege gäbe, bei der Energieversorgung nicht immer von Importen aus problematischen Ländern abhängig zu sein …

Aber war klar: Reiche ist ja keine Lobbyistin für Sonne, Wind und Wasser. Und handelt daher gegen den Strom: Nun hat sie die Subventionen für Erneuerbare Energien gekürzt oder gleich ganz eingestellt.
Da hatte sie als Staatssekretärin unter Altmaier wohl noch nicht genug kaputtgemacht! Zur erinnerung: Wir waren mal Technologiemarktführer und Exportweltmeister! In der Wind- und Solarbranche sind dadurch ein paar zehntausend Arbeitsplätze gekillt worden – hey, die sind doch sonst immer so wichtig!?
Woher kommt eigentlich die Mär, die CDU hätte Wirtschaftskompetenz?
Fürs Protokoll: Das verfemte Gebäudeenergiegesetz wurde damals unter einer CDU/CSU-Regierung beschlossen – und war ziemlich hart. (Demgemäß hätte man sogar noch funktionstüchtige Heizungsanlagen verschrotten müssen.)
Robert Habeck hat es deutlich abgemildert. Aber es leider dem Volk nicht auch deutlich genug vermitteln können … Dafür wird er jetzt verteufelt. (Aber ist egal: Wenn nicht dafür, würden sie sich schon was anderes ausdenken.)
Und die Union feiert sich jetzt dafür, etwas zu verhindern, was sie selber erfunden hat.
Es hat sich jedenfalls was mit der proklamierten »Freiheit im Heizungskeller«, jedenfalls für die Menschen ohne Wohneigentum. Frei sind nur die Hausbesitzer: Vermieter können nun wählen, ob sie heute in eine neue Wärmepumpe investieren – oder demnächst ihre Mieter für teures Öl und Gas zahlen lassen.
Hm, wie werden die sich wohl entscheiden?
Doch nun wieder zurück in den nahen, mittleren oder sonstwie östlichen Osten:
Die deutschen Influencer in Dubai waren nach Kriegsbeginn ganz schnell still geworden. Anfangs, als es um sie herum explodierte, qualmte und krachte, teilten die Steuerflüchtlinge noch in größter Panik Videos im Bombenhagel.
Damit war plötzlich Schluss – denn irgendwer muss sie auf das Kleingedruckte in ihrem Vertrag aufmerksam gemacht haben: Kritik am von Sklaven erbauten Staat ist dort unten komischerweise unerwünscht.
Im Styleguide heißt es wohl, wer »den Ruf, das Ansehen oder die Würde« der Vereinigten Arabischen Emirate beschädigt, muss mit Geldbußen, sofortiger Ausweisung oder mehrjährigen Haftstrafen rechnen.
Und gaaanz zufällig posteten dann viele von ihnen gleichartige Videos, dass da unten alles supitippitoppi wäre; sehr ähnlich in Wortwahl, Bildern und Musik. »Où t'es, papaoutai?«
»Ich weiß, wer uns schützt!« – Klar, der Babo vom Verein der verarbischten Imitate!
Ein paar von denen wollten von der Bundeswehr in die sichere Heimat ausgeflogen werden. Gerne doch! Und zwar mit der neugegründeten »FiskusAIR«!
Als Ticket gilt der Mantelbogen mit den Anlagen AUS, G, KAP, S und SO. Es gibt auch Rabattcodes!
(Anlagen »Sonderausgaben« und »Haushaltsnahe Aufwendungen«.)
Und dann hörte ich noch von ein paar Steuerflüchtigen, die trotz gesperrten Luftraums unbedingt dahin zurück wollen!
Denn wenn sie nicht eine bestimmte Zeit vor Ort verbringen, verlieren sie ihren Status und müssen ihre hart ergaunerte Knete in der Heimat versteuern.
Und bei der Kalkulation Raketenhagel in einer von Sklaven erbauten undemokratische Wüstenstadt versus Steuerfreiheit sagte der Moralzeigefinger wohl nicht Gedelfi.
Dienstag, 24. März 2026
HARIBO, so lustig: Die schreiben auf ihre 175-g-Tüten »zum Teilen« …

Ja aber wo?!
Der große MURET-SANDERS – es gibt ihn wirklich!

Nach Ewigkeiten nochmal was im Internet bestellt, bei einem neuen Anbieter.

Erstens: Wozu brauchen die meine Telefonnummer?
Zweitens: Warum lassen sie nicht zu, dass ich die korrekte Nummer eingeben kann?!
Mittwoch, 25. März 2026
Gestern wurde die erste von 152 geplanten Ladungen Brennelement-Kugeln aus einem alten Versuchsreaktor der KFA Jülich per Castor-Transport in ein Zwischenlager in Ahaus im Münsterland gebracht. Einmal quer durch NRW; mit ein paar Protesten zwar, aber ohne besondere Zwischenfälle.
Die genaue Strecke war natürlich eine top-geheime Verschlusssache! Zur Sicherheit war der Drohnenbetrieb in Teilen Nordrhein-Westfalens eingeschränkt: Das Bundesverkehrsministerium hatte dazu extra eine Karte dieser Flugverbotszone online gestellt …

Spazierenfahren damit ist immerhin besser, als aus diesen Kugeln einen gemeingefährlichen Kugelbrunnen zu bauen.

Es gibt echt Zeit, dass es mit diesem März zu Ende geht!
Im Bundestag entblödete unsere Kanzlerkarikatur sich nicht, angesprochen auf die Causa Fernandes/Ulmen ohne Not zu behaupten:
»[…] und dann müssen wir auch ansprechen, dass ein beachtlicher Teil dieser Gewalt aus den Gruppen der Zuwanderer in die Bundesrepublik Deutschland kommt.«
Ja, nee, is klar: Die Ausländer sind schuld, wenn ein seit Generationen blütenweiß biodeutscher Christian seine Frau missbraucht!
(Die ich zwar noch nie so wahrgenommen habe, die aber letztens selber betont hat, dass sie eine »Person of Colour« sei. Ach was? Ich hatte sie bisher für eine Moderatorin und Schauspielerin gehalten … Das nächste Traumschiff wird ein Spaß!)
Aber egal. Nochmal grundsätzlich: Wozu brauchen wir eigentlich noch die AfD?!
Ich weiß nicht, ob das alles neuropathologisch begründet ist – oder volle Absicht.
(Populistische Gedankenfetzen aus dem präfrontale Cortex erreichen impulsunkontrolliert über das Broca-Areal in der Großhirnrinde den Sprechapparat – was für eine ICD-Nummer ist das?)
Auf jeden Fall ist es eines Bundeskanzlers nicht würdig!
Ein marokkanisch-spanischen Deutsch-Rapper hat sich in einer Videobotschaft aus seinem geleasten Auto solidarisch mit Fernandes gezeigt: »Frauen sind auch Menschen. Frauen sind auch Lebewesen.«
Endlich sagt’s mal einer, Bro!
(Props gehen raus, Habibi!)
Donnerstag, 26. März 2026
Happy 80ᵗʰ Birthday, VHS Aachen!

Ein Grund zum Feiern. Man muss sich das mal vorstellen: 1946 lag Deutschland allgemein und Aachen speziell in Trümmer – doch umtriebige Oecher gründeten damals eine Volkshochschule!
Denn ohne Bildung wird das nichts mit dieser Demokratie. (Das gilt damals wie heute!)

Hauptredner im Spiegelfoyer des Theaters war Gert Scobel, bekannt von Kulturzeit, nano und scobel.

Der Moderator, Autor und Philosoph stammt übrigens aus Aachen. Vor Beginn der Veranstaltung war etwas Zeit, so dass wir uns nett unterhalten konnten.
Na ja, tatsächlich™ habe ich ihn wohl bissi zugetextet …
Aber ganz so schlimm kann’s nicht gewesen sein, sonst hätte er wohl nicht eine Viertelstunde mit mir geplaudert – es waren ja noch genug andere Leute vor Ort.

Ein Faksimile der Zeitungsausgabe von 1946 ging durch die Reihen; mit einem sehr interessanten Artikel:


Man hört und liest ja schon mal von der sogenannten »Bildungskette«, also der Versinnbildlichung der gesamten Bildungsbiografie eines Menschen durch diverse Institutionen. Heute gab es sie ganz praktisch! Jede bunte Kugel steht für zwei Lebensjahre: Gelb, Orange, Rot und Braun stehen für Kindergarten, Schulen und Berufsausbildung – und die blauen Kugel stehen für alles danach. Ein modisches Accessoire als Symbol für lebenslanges Lernen.

Ich hab’s kontrolliert: Im Theater sind alle wichtigen Büsten vorhanden:


Rund ums Theater wird weiterhin gebuddelt.

Kleine Sensation: Nicht in Aachen, aber in einer Kirche in Maastricht soll das Grab, und vor allem das Skelett, von Messire Charles de Batz-Castelmore gefunden worden sein. Wir kennen ihn eher als d’Artagnan, den vierten der Drei Musketiere.
Was ich bis heute nicht wusste: D’Artagnan, Armand de Sillègue d’Athos d’Autevielle, Isaac de Portau und Henri d’Aramitz hat’s wirklich gegeben! (Auch wenn Alexandre Dumas recht frei mit den historischen Fakten umgegangen ist …)
Freitag, 27. März 2026
Das soll ein »Angebot« sein?

Ich fordere eine Bierpreisbremse! Sofort!
Samstag, 28. März 2026
Kaum ein Durchkommen hier!






Apropos Wahlschlappe: Seit Tagen ist ein schlapper Wal in der Ostsee das Thema im deutschen Feuilleton:
Der Buckelwal Timmy dümpelte fern der Heimat zunächst in der Lübecker Bucht herum, und viele Menschen versuchten, ihm zu helfen, den Ausgang Richtung Nordsee/Atlantik zu finden.
(Glücklich, wer Wal ist und nicht Wels!)
Dann entschied er sich jedoch für die Bucht von Wismar.
Hey Timmy, in der Ostsee gibt es noch mehr pittoreske Buchten, Förden, Bodden und Meerbusen fürs Sightseeing: Mecklenburger Bucht, Kieler Bucht, Flensburger Förde, Greifswalder Bodden, Køge Bugt, Aarhus Bugt, Pommersche Bucht, Danziger Bucht, Rigaischer Meerbusen, Finnischer Meerbusen, Bottnischer Meerbusen, Bottensee, Bottenwiek, Hanöbucht und Bråviken …
Nach Bundestrainern, Infektiologen und Kriegsstrategen sind 80 Millionen Deutsche jetzt scheint's Meeresbiologen.
Als solcher sage ich: Lasst den Kerl doch in Ruhe! Mutter Natur und Charles Darwin werden sich sicher was dabei gedacht haben für wenn's nicht mehr passt.
Ein weiteres schönes Beispiel für Speziesismus in der HÖRZU: Süße, smarte Lämmelein versus saftiges Rinderfilet zum Osterfest von Johann Lafer!

Was für ein Dilemma!
Sonntag, 29. März 2026
Morgähn! Eigentlich hatte die EU-Kommission schon vor acht Jahren die Abschaffung der Zeitumstellung zum Jahr 2021 angekündigt, aber ihre Mitgliedsstaaten konnten sich leider, leider bis heute nicht einigen, ob nun die Normalzeit oder die Sommerzeit abgeschafft werden soll. Oder ob überhaupt. Bis zu einer Einigung wird also weiter fleißig umgestellt.
In ganz China herrscht übrigens stur UTC+8, also Peking-Zeit – auch wenn diese Volks-Republik von Wuqia (Xinjiang) bis Fuyuan (Heilongjiang) über fünf Zeitzonen reicht.
Nachwuchs im Tierpark! Todesmutig wagten wir uns zu den Zicklein in den Streichelzoo.





Und besuchten die Twelve Monkeys.


Donnerknispel: Es gibt doch noch Nasenbären!



Oha: Ich könnte schwören, dass da mal ein KREATIVhaus stand!

Letzten Sommer sah es so aus:

Daher: kein großer Verlust.
Montag, 30. März 2026
Ach komm, nochmal ein bisschen Trumpelei – wer weiß, wie lange das noch geht!
Donald Trump hat am Freitagabend auf einem Kongress in Miami gesagt: »I always like to hang out with losers actually™ 'cause it makes me feel better.«
Es wird Shady Vance, Marco Rubio, Pete Hegseth, Pam Bondi, Robert F. Kennedy Jr. und die Loser in Mar-a-Lago sicher freuen, das zu hören!
Genau so wie sie sich über die Florsheim-Schuhe gefreut haben dürften, die ihnen Diaper-Don letztens geschenkt hat – nachdem er ihre Schuhgröße zuvor geschätzt hatte …
Und jetzt schlappen und stolpern eine Menge loyale Loser durch den Westwing, weil jeder Angst hat, sie nicht zu tragen.
Dienstag, 31. März 2026
Statt eines Tierparkbesuchs tun's auch die Nachrichten: In Hamburg hat ein Wolf eine Frau gebissen. In einem Einkaufszentrum! Und Timmy hält sich wacker: Walbeobachter haben ihn bei der Halbinsel Poel erspäht.
So viel Sommerlochgetier schon im März – ist das dieser Klimawandel?
Der Algo von TikTok spülte mir ein Video auf die FYP, in dem Ostereier mit Rotkohl und Essig hübsch blau gefärbt werden. Das musste ich doch mal probieren!

Ich möchte das Experiment als gelungen bezeichnen!
Als ich googelte, wie man vorher denn diese hässliche Stempelfarbe von den Eiern abkriegt, lernte ich viel über den aktuellen Stand der Enshittification des Internets. Ich stieß auf eine aufgeblähte Seite für diesen »Life-hack«,
- die aus 1.008 Wörtern und neun Photos bestand,
- die lang und breit begründete, warum man das bitte schön tun sollte,
- auf der man nur 13 mal scrollen musste, um bis nach unten zu kommen,
- die selbstverständlich zugeschissen war mit Reklame,
- die per Link zu einem Video auf dem Insta-Profil verwies, das zeigt, wie genau es gemacht wird,
- die ein fünfteiliges FAQ »Alles rund ums Eierstempel entfernen« anbot und
- die um einen Kommentar bat, um mitzuteilen, wie's denn geklappt hat!
- Ach ja, zum Newsletter konnte man sich auch noch anmelden …
Achtung Spoiler! Hier kommt die Lösung:
Die Stempelfarbe auf den Eiern vorsichtig mit einem Stück Küchenpapier und etwas Essig-Essenz abreiben.
Und jetzt weg mit dem März!
Oder leg Eier!
Männer sind Schweine; frage nicht nach Sonnenschein!
Ausnahmen gibt's leider keine: In jedem Mann steckt doch immer ein Schwein.
